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Hotspots Zürcher Szene

Text: Cécile Richards

Etwas verbindet alle drei Restaurant: Sie sind Zeitgeist, und sie bleiben sich darin stets treu. Was auf den Teller kommt, wurde mit Bedacht eingekauft und manchmal über Stunden geköchelt, eingelegt oder geschmorrt. Auch die Weinauswahl begeistert immer wieder mit Neuentdeckungen und reifen Jahrgängen alter Bekannter.

Didi's Frieden

Didi’s Frieden gehört seit Jahren zum festen Bestandteil der Zürcher Szenebeizen, ist aber auch ein Rundum-Wohlfühlrestaurant. Das liegt am freudigen Personal, am gehobenen Bistrointerieur und auch an der Mischung zwischen einfacher und gehobener Küche. Die Qualität auf dem Teller ist vorzüglich: Steak vom Innerschweizer Bio-Wollsäuli oder Saltimbocca vom bayrischen Rehfilet, Bio-Bergkartoffeln, Merlotschaumsüppchen, und auch gebratener Hummerschwanz stehen auf der Karte. Die Weinauswahl überzeugt ebenfalls – denn der Didi schenkt vor allem charaktervolle Europäer aus.

www.didisfrieden.ch

Café Boy

Als das Café Boy in 2010 mit neuen Wirten wiedereröffnete, staunte Zürich. Mutig, wer sich damals gastronomisch im Aussersihl ansiedelte. Doch die sympathischen Inhaber, Jann-M. Hoffmann, der sich selbst als Küchentüftler bezeichnet, und Weinfreak Stefan Iseli waren rückblickend Visionär. Natürlich ist das an die Wand gemalte Rindvieh bis heute Wiedererkennung pur. Doch wer einmal ein Cordon bleu bestellte, vergisst es sein Lebtag nicht mehr. Hinzu einen Tropfen Wein im Offenausschank oder gleich eine Flasche, die Iseli trüffelschweinmässig von seinen Entdeckungsreisen mitbrachte – wer fährt da ernsthaft nicht gerne ins heute trendige Aussensihl.

www.cafeboy.ch

Maison Manesse

Am «Maison Manesse» läuft man zuerst einmal vorbei. Doch sobald man Eintritt, beginnt die Neugier. Auf der Theke Einmachgläser. Ein ziemlich verwinkelter Raum – wirkt eher provisorisch handgezimmert als archetektonisch ausgetüftelt. Doch bevor Zweifel aufkommen, lenkt die charmante Begrüssung zu Tisch. Was abends serviert wird, ist in der Zürcher Szene tonangebend. Mittags in abgespeckter Form. Wir empfehlen deshalb das volle Programm am Abend. Da wird fermentiert, 48 Stunden gegart, und getüftelt. Gespickte Fenchelblüten, Entenkeule, kandiertes Ingwerglace. Und beim Wein? Einfach dem Sommelier vertrauen.

www.maisonmanesse.ch

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