Sommeliers Choice

Text: Cécile Richards

Deine kurioseste Weinempfehlung?

Ein American Red Ale zu einer Gänsemastleber Consommé mit geräuchtem Rinderfilet, Curry und Meeresgrün. Die Süsse des Biers schaffte es perfekt, die Gänseleber und das Curry aufzufangen, die bitteren Noten und die Eigenaromatik des Hopfens balancierte geschickt die salzige Grundstruktur der Consommé und des Meeresgrüns aus.

Welcher Wein war für dich eine Offenbarung?

Es gab Momente, in denen ich tatsächlich Gänsehaut bekommen habe – ob es Pinot Noir von Armand Rousseau oder Chablis von Dauvissat aus den 90ern war, es ist ein Privileg, solche Weine degustieren zu können. Man wird ein bisschen ehrfürchtig.

Welche Traubensorte oder Weinstilistik ist überhaupt nicht dein Ding?

Sauvignon Blanc kann mir schwerfallen. Ich mag elegante Stilistiken: Grande Côte von Cotat, Quarz von Cantina Terlan. Sehr intensiv fruchtige, bouqetgeprägte Sauvignons sind eher nicht mein Fall.

Absolutes No-Go als Sommelier?

Die eigene Meinung über die des Gastes zu stellen. Es ist sicherlich richtig, dass wir uns als Sommeliers viele Gedanken dazu machen, welcher Wein zu welchem Essen passt. Es macht doch aber keinen Sinn, zu versuchen, einen Gast zu einem Wein zu überreden, den er nicht mag.

Dein Vorbild in Sachen Weinservice?

Mein erster Chef. Er verkörpert genau das, was ein guter Gastgeber und Sommelier verkörpern sollte: eine Person, die sich nicht mit Diplomen oder Zeugnissen profiliert, sondern durch Lebenserfahrung und ihre Leidenschaft für gutes Essen und guten Wein die Menschen mit ihrem Wissen begeistert.

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