Weinkeller-Tipp

Sehnsucht im Glas

Sie kennen das bestimmt: Der Wein schmeckt nicht mehr genauso wie im Urlaub. Doch woran liegt es? Die heutigen Autos sind schliesslich klimatisiert und gepolstert. Ein SUV gleitet gar wie ein Schiff bei idealen Windverhältnissen von der spanischen Grenze, hoch gegen Norden bis nach Basel oder Mannheim. Von schlechten Strassenverhältnissen kann nicht die Rede sein. Rosé aus Bandol, ein Vacqueyras von der südlichen Rhône oder gar ein Süsswein aus Banyuls – sie alle reisen sanft nach Hause. Auch bei Ferienreisen per Flugzeug verändert der Luftdruck in 10 000 Meter Höhe den mitgebrachten Wein nicht. Bloss gut verpackt sollte die Flasche im Koffer liegen, denn mit dem aufgegebenem Gepäck wird nicht gerade zimperlich umgegangen und der Flascheninhalt oft so richtig gut durchgeschüttelt. Sind Ferienrückkehrer also schlichtweg Mimosen, die es sich bloss einreden, der Wein schmecke zu Hause anders? Nein. Denken Sie bloss mal an die Feuchtigkeit im Norden im Vergleich zur Sommerhitze im Süden. Erinnern Sie sich an den Geruch der Provence? Den Geruch nach Meer? Es ist diese trockene, von Garigue und Salz geschwängerte Luft, die den kleinen feinen Unterschied in der Wahrnehmung ausmacht. Ein bisschen Herzschmerz inklusive.


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