Weinkeller-Tipp

Wie vertreibe ich die Korkmotte aus dem Keller? 

Vor kurzem musste ein Weingut sein komplettes Weinarchiv mit alten Jahrgängen notfallmässig umziehen. Zugeschlagen hatte die Korkmotte. Ein Falter, der Eier an feuchten Stellen im Weinkeller ablegt – auch auf dem Korken. Tausende Flaschen musste das Weingut neu verkorken.

Aus den abgelegten Eiern schlüpfen Raupen, die den Korken anfressen. Dieser kann dadurch undicht werden. Im schlimmsten Fall läuft Wein aus. Zudem können sich Bakterien, Milben und Schimmel auf den Hinterlassenschaften der Raupen ansiedeln. Gelangen diese netten Tierchen dann auch noch in den Wein, hilft nur noch, ihn wegzuschütten. Festzustellen, ob die Korkmotte zugeschlagen hat, ist einfach, aber aufwändig. Jeder Korken muss angeschaut werden. Das heisst, es muss auch die Kapsel von der Flasche abgezogen werden. Denn diese schützt keinesfalls vor dem Befall.

Finden sich dann feine, fast mehlige Korkbrösel, ist es leider passiert. Befallene Flaschen am besten erstmal umlagern. Im Anschluss mit biologischen Mottenfallen den Weinkeller vom Schädling befreien. Gleichzeitig ist es sinnvoll, nicht befallene Korkflaschen mit Flaschenwachs oder Dokumentenlack zu schützen. Besonders wenn kein zweites Lager vorhanden ist. Bei sichtbar geschädigten Flaschen bleibt nur das Probieren der Weine. Mit Glück sind sie geschmacklich noch nicht beeinträchtigt. 

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