Österreichs Herkunftsfamilie wächst

Wachau ab sofort DAC-Gebiet

Text: Nicole Harreisser | Veröffentlicht: 8. Mai 2020


Was sich bereits länger abzeichnete, ist nun offiziell: Die Wachau ist Österreichs neuestes und damit fünfzehntes DAC-Weinbaugebiet. Auf den drei Ebenen Gebietswein, Ortswein und Riedenwein werden nun gebietstypische Gewächse mit der geschützten Herkunft «Wachau DAC» bezeichnet. Die Stilprädikate Steinfeder, Federspiel und Smaragd bleiben dabei erhalten.

Nach eingehenden Überlegungen und Konsensfindung innerhalb des Gebietes legte die Wachau einen DAC-Verordnungsentwurf im Ministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus vor. Laut Pressemitteilung der Österreich Wein Marketing GmbH (ÖWM) ist dieser von der zuständigen Bundesministerin Elisabeth Köstinger unterschrieben worden.

«Mit der Wachau haben wir nun ein weiteres wichtiges Mitglied in der österreichischen DAC-Familie», sagte Chris Yorke, Geschäftsführer der ÖWM. «Damit setzt Österreichs Weinwirtschaft den nächsten Schritt auf dem Weg des Herkunftsmarketings. Dieser bewährt sich nun bereits seit 17 Jahren und erfreut sich auch international großer Anerkennung». Für die Konsumenten soll es ein wichtiger Wegweiser sein mit mehr Transparenz und Klarheit, so das Regionale Weinkomitee Wachau in der Pressemitteilung.

Die Herkunftspyramide Wachau

Wachau DAC-Weine werden in drei Stufen unterteilt:

  • Gebietswein: Die Trauben dürfen aus der gesamten Wachau verwendet werden und können aus 17 gebietstypischen Rebsorten gekeltert werden.
  • Ortswein: Die Trauben eines einzelnen Ortes sind zugelassen, ohne spürbaren Holzeinfluss. Nur für die Wachau besonders typische Rebsorten dürfen genutzt werden, darunter Grüner Veltliner, Riesling, Weisser Burgunder, Neuburger und Muskateller.
  • Riedenwein: Ausschliesslich aus den Wachauer Leitsorten Grüner Veltliner und Riesling gekeltert. Weder spürbarer Holzeinfluss noch Anreicherung sind erlaubt. Darf nur Trauben einer Riede beinhalten.

Eine Besonderheit: Auf allen Ebenen verpflichten sich die Winzer zu 100 Prozent Handlese.

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