VINUM geht aus

Dresden

Wer diese Stadt einmal erlebt, der spricht meist in lobenden Tönen von ihr. Vor allem die offene, freundliche und humorvolle Art ihrer Bewohner sorgt für Begeisterung. Dresden verfügt über Weitsicht, ein strahlend helles Licht, märchenhafte Bauten und eine grosse Portion Aufbruchstimmung. Auch beim Wein.

Weinzentrale

Spielerisch geht es bei Jens zu. «Ich-kann-alles-Glasweise-trinken-Montag» und «Restesaufen-Freitag» ab 22 Uhr sind zu beliebten Bestandteilen im Angebot geworden. Sogar eine «Fastenkarte» wird Weinliebhabern geboten. Darunter die Säfte von van Nahmen, Detox-Tee und Lübzer Pils mit 0,0 Vol.-%. Ansonsten konzentrieren sich Besitzer Jens und rechte Hand Jana Schüller auf Weine quer durch Europa, mit wenigen Ausreissern aus Übersee. Die Weinkarte ist abwechslungsreich bestückt mit einigen Trouvaillen und auch Vertretern der Orange und Natural-Wine- Bewegung.
Für den kleinen Hunger lohnt ein Blick auf die «Schmakazien»-Karte.
www.weinzentrale.de

Weinkulturbar

Einer der wohl freundlichsten Weinenthusiasten und -händler Deutschlands erfüllte sich 2007 seinen Traum und gründete zu unserem Glück diese einzigartige Stätte der Weinkultur. Silvio Nitzsches Räumlichkeiten sind klein und fein, vor allem aber hoch gefragt und deshalb am Abend bis 2019 ausgebucht. Wir empfehlen einen Besuch am Nachmittag. Gönnen Sie sich ein Plättchen vorzüglich affinierter Käsesorten und
lassen Sie sich in der Weinauswahl offen  oder per Flasche unbedingt beraten. Oder wählen Sie die Überraschung.
silvionitzsche.wix.com/weinkulturbar

Bean & Beluga

Hoch über der Stadt liegt einer der schönsten Orte Dresdens: der Villenstadtteil «Weißer Hirsch». Sowohl die Nähe zum Wald als auch das ausgezeichnete Gourmetrestaurant locken Besucher hoch über den Elbfluss. Küche und Service sind vorzüglich. Der betriebseigene Feinkostladen führt zudem ein ausgezeichnetes Sortiment. Und spätestens beim Blick in die Weinkarte ist der weinaffine Stadterkunder definitiv überzeugt. Insgesamt über 400 Positionen und sage und schreibe 30 Offenweine stehen
zur Auswahl. Eine Anreise lohnt über das «Blaue Wunder» und dann mit der malerischen Standseilbahn.
www.bean-and-beluga.de

Wein|Kultur|Bar, Dresden

«Es tut mir sehr leid, aber wir sind ausgebucht bis Februar 2015, an den Wochenenden sogar schon bis Ende Juli.» Es ist zurzeit Silvio Nitzsches meist gesagter, aber auch meistgehasster Satz. «Der Erfolg frisst uns auf», gibt er zu und wirkt dabei aufrichtig zerknirscht. 20 bis 30 Sitzplätze hat seine Eckbar, die zugleich Weinhandel ist, im Dresdner Stadtteil Striesen. Das ist nicht wirklich viel, doch auch die muss man erst mal füllen können. Silvio Nitzsche tut das nun schon im sechsten Jahr – mit vielen Stammgästen, aber auch neuen Kunden. Gerade aber die Stammgäste bereiten ihm schlaflose Nächte. «Ich kann ja denen, die uns von Anfang an unterstützt und bekannt gemacht haben, nicht sagen: Kommt 2016 wieder, vorher geht es leider nicht.» Aber genau das muss er allzu oft. Viele seiner Gäste buchen ihren Tisch regelmässig, alle drei Monate etwa, dann haben sie ihren Platz sicher.

Sie kommen, weil niemand den Wein so vermittelt wie Silvio Nitzsche. Egal ob Novize oder Weinfreak, ob Bettelstudentin oder Porschefahrer: Jeder erhält die Ansprache, die er benötigt oder verlangt. Der Kunde ist König, nicht der Sommelier (obgleich er‘s mal war, als Sommelier des Drei-Sterne-Tempels auf Schloss Lerbach). «Aufgrund der Vielschichtigkeit der Ansprüche bin ich heute viel mehr gefordert als damals im Restaurant», sagt Nitzsche. Wenn der Gast verschiedene Müller-Thurgau probieren will, dann bekommt er die. Wenn es reife Burgunder oder Rieslinge sein sollen, auch diese. «Wir haben ja alles, zumindest fast», sagt Nitzsche. Über 270 Weine können in der «Wein|Kultur|Bar» entkorkt werden.

Die Leute, die hierher kommen, sind neugierig. Sie trinken selten eine Flasche desselben Weins, aber häufig vier bis sieben Gläser verschiedene Weine, um Neues kennenzulernen, vergleichen zu können, die Geschmacksnerven zu kitzeln. Nitzsche führt seine Gäste in die Welten des Weins: nicht lehrmeisterlich, sondern mit ruhigem Ton und Bedacht, tiefem Wissen und reichlich Erfahrung. Er begleitet sie beim Genuss fast wie eine Hebamme die Geburt eines Kindes. Seine Gäste zum Genuss zu führen, ist für Silvio Nitzsche ein Akt praktizierter Nächstenliebe. Klingt dick aufgetragen, aber so erlebt man ihn.

Wein steht im Fokus in der «Wein|Kultur|Bar». Allein Käse steht zur Begleitung bereit, ab und an auch mal Flammkuchen, eine Suppe. «Wir wollten unser ursprüngliches Barkonzept nie verwässern, nicht plötzlich die Küche in den Fokus rücken», so Nitzsche. Immerhin, der perfekt auf den Punkt gereifte Käse aus Strassburg hat es zu einer Art B-Prominenz gebracht, die «70 bis 100 Sorten» werden sogar von einer Käsesommelière an die Tische gebracht. Silvios Frau Roswitha betreibt in der Dresdner Neustadt die Weinbar «Genussmensch». Ähnlich in der Passion, aber ganz anders.

www.weinkulturbar.de

Wittenberger Str. 86, 01277 Dresden

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