#5 Winzerdörfer Rolle und Mont-sur-Rolle

Die Perlen des Léman

Text: Eva Zwahlen, Fotos: Hans-Peter Siffert

Wer das Zentrum von Mont-sur-Rolle sucht, lauschig auf sanften Rebhügeln oberhalb von Rolle gelegen, der sucht vergebens. Mont-sur-Rolle besteht aus versprengten Weilern und herrschaftlichen, von Steinmauern umschlossenen Herrensitzen mitten in den Reben, die unverkennbaren Zeugen der Berner Herrschaft. Wem nach Besuchen beim einen oder anderen Winzer von Mont-sur-Rolle der Sinn nach urbanem (Kleinstadt-)Flair steht, der fährt hinunter an den See, ins schmucke Rolle.

Rolle mit seinem imposanten Savoyerschloss, seiner Grand-Rue, die gesäumt ist von gepflegten alten Bürgerhäusern, seinem Yachthafen und seinem blumengeschmückten Quai, auf dem es sich wunderbar flanieren lässt, mit Blick auf die vorgelagerte Île de la Harpe, die ab 1835 zum Schutz des Hafens künstlich aufgeschüttet wurde, dieses Rolle ist ein kleines Bijou. Oder, wie es sich selber rühmt, die «Perle des Léman». Und ein Eldorado für Menschen, die das Wohnen kultivieren. So viele Einrichtungsläden und Antiquare auf engstem Raum trifft man selten. Zur Freude der vielen Expats, die hier leben. Und die auch für die Winzer der Region ein interessantes – und interessiertes! – Kundensegment sind.

Etwa für Philippe Schenk, der uns auf der Domaine de Autecour erwartet. Als Spross der gleichnamigen Weinhandelsdynastie kümmert er sich um die prestigereichen Domänen des Hauses. «Natürlich muss vor allem die Qualität der Produkte stimmen», findet er, «doch sind Lage, Aussicht, historische Gebäude zunehmend wichtige Argumente im Verkauf und im aufstrebenden Önotourismus. Zudem wollen unsere Kunden sehen, was für Menschen hinter dem Produkt stehen.» So werden nun alle Schenk-Domänen mit attraktiven Degustations- und Verkaufslokalen ausgerüstet, wie in Autecour, wo Rebmeister Michaël Monnier auch für die Betreuung der Kunden zuständig ist.

Philippe Schenk ist auf dem Gut aufgewachsen. «Zwischen Rolle und Mont-sur-Rolle gibt es Empfindlichkeiten», bestätigt er, «Rolle hat nur wenige Reben, auf Gemeindegebiet von Mont-sur-Rolle dagegen wachsen 150 Hektar.» Er tätschelt eine der drei uralten Platanen vor dem Haus. «Es ist ein grosses Glück, hier in diesem Paradies leben und arbeiten zu dürfen», findet er und lässt den Blick über die Reben hinunter zum See schweifen. «Manchmal muss man sich selbst daran erinnern…» 

Der Firmensitz von Schenk, der bald einem Neubau weichen soll, liegt in Rolle, unterhalb der Autobahn, die eine Schneise mitten durch die Rebberge geschlagen hat. «Der Chasselas mit seiner Finesse und seiner Subtilität wird unsere Hauptsorte bleiben», ist Philippe Schenk überzeugt, «wir spüren einen deutlichen Trend zurück zum Chasselas.» Daneben wird auf Autecour unter anderem auch die alte Spezialität Plant Robert kultiviert, die zu einem tiefgründigen, nach Veilchen und Gewürzen duftenden, gut strukturierten Wein ausgebaut wird. Leider gibt es pro Jahr bloss 1000 Flaschen davon…

Markante rote Akzente

Der zweite grosse Mitspieler auf dem Waadtländer Weinmarkt hat seinen Sitz ebenfalls in Rolle: das Haus Hammel. Sein Leiter Charles Rolaz, in Rolle aufgewachsen, zeigt uns zuerst die Domaine de la Bigaire in Mont-sur-Rolle, deren Reben links und rechts der Autobahn wachsen. Das verwunschene alte Haus mit dem Steinbrunnen hat schon bessere Zeiten gesehen, verströmt aber den Zauber vergangener Tage. «Hier habe ich ganz auf biodynamischen Anbau umgestellt…», meint Rolaz. Wohlgerundete Schafe grasen in den winterlichen Reben und beobachten uns neugierig. «Das suchen die Leute: die Verbindung zu einem Ort, einem Terroir, einer Geschichte.»

«Es ist ein grosses Glück, hier in diesem Paradies leben und arbeiten zu dürfen. Manchmal muss man sich selbst daran erinnern…»

Philippe Schenk

Auf Biodynamik umstellen wollte er auch in der nahen Domaine Crochet, die wir danach besuchen, doch sein Vater machte ihm einen Strich durch die Rechnung. «Crochet ist sein Baby und Biodynamik findet er viel zu gefährlich…», schmunzelt Charles Rolaz. Er erzählt uns von den Zisterziensermönchen, welche hier im zwölften Jahrhundert Rebberge anlegten. «Die Hanglage, das ideale Mikroklima, der nahe See, die gute Drainage, das kalkreiche, lehmige Terroir auf Gletschermoränen – das alles sind Elemente, welche die Region damals wie heute für den Weinbau prädestinieren.» Was Rolaz besonders entgegenkommt: «Unser Terroir eignet sich für eine Vielfalt verschiedener Sorten.» Nicht weniger als zehn wachsen auf der Domaine de Crochet, dicht gepflanzt. Rolaz gehörte zu den ersten, die diversifizierten. «Wenn man in einem Betrieb anfängt, darf man nicht das Alte ändern, sondern muss sich mit Neuem profilieren.» Er tat dies mit französischen Rotweinsorten, vor 30 Jahren eine Revolution!

«Wie im Burgund finden sich die besten Lagen in der Mitte des Hangs; sie bieten beste Voraussetzungen für grosse Weine.» Die Domaine de Crochet liegt also in der Côte d’Or von Mont-sur-Rolle. Wenn Charles Rolaz von grossen Weinen spricht, dann meint er nicht unbedingt Chasselas. Sondern einen klassisch burgundischen Chardonnay. Oder den gehaltvoll-eleganten Merlot. Und nicht zuletzt das Aushängeschild des Hauses, die berühmte Cuvée Charles Auguste aus Syrah und Cabernet, 18 Monate in Barriques verfeinert. Ein Wein, der mit den Jahren immer komplexer und tiefgründiger wird. Auch das ist Mont-sur-Rolle.

Eine Sorte und zahllose Facetten

Einst gehörte er zu den jungen Wilden. Ganz so jung ist er zwar nicht mehr, doch immer noch erfrischend unkonventionell und authentisch: Yves de Mestral. Mittlerweile wird er von seinem Sohn Antoine unterstützt. «Angefangen habe ich mit einem einzigen Wein, einem traditionellen Chasselas…», erzählt er lachend und bittet uns in sein urgemütliches Carnotzet. Ein paar Handgriffe, und schon knistert ein Feuer im Ofen, wir drängen uns um den Holztisch, derweil Antoine Flasche um Flasche entkorkt; mehr als zwanzig Weine umfasst das Sortiment von Maison Blanche inzwischen (das sehenswerte Haus aus dem 15. Jahrhundert diente einst als befestigtes Salzlager). 

Yves de Mestral ist ein bekennender Chasselas-Anhänger. «Das ist unbestritten meine Lieblingssorte! Das Tolle an ihr: Sie reflektiert wie kaum eine andere das Terroir.» Und ist deutlich vielfältiger, als manche meinen! Yves de Mestral vinifiziert den Chasselas nicht nur klassisch und nach Lagen getrennt, sondern in allen denkbaren Varianten: mit leichter Restsüsse und spritzig, auf den Feinhefen ausgebaut und in Flaschen gereift, mit und ohne Säureabbau, als Schaumwein, als Süsswein. Und natürlich in Barriques. Er war der grosse Pionier, der Allererste, der es wagte, Chasselas im kleinen Holz auszubauen. «Auf die Idee kam ich in den 90er Jahren an der Arvinis, als ich meinen Stand neben dem der Burgunder Küferei Damy hatte. Deren Önologin führte mich in die Bâtonnage nach Burgunderart ein…» Das Resultat löste Begeisterung aus – und Polemik. «Man mag diesen Wein oder man mag ihn nicht. Ich liebe ihn!» Leidenschaftlich pröbeln Vater und Sohn mit verschiedenen Hölzern. Und verkaufen die Flaschen erst nach fünf Jahren Lagerung. «Wir haben 50 000 Flaschen auf Lager, das ist unsere Hagelversicherung.» Letztlich habe er wohl so viele verschiedene Chasselastypen probiert, «weil ich eben nur Chasselas hatte und nichts anderes». Das hat sich geändert. Gamay, Pinot Noir, aber auch Mondeuse und Malbec bringen noch mehr Farbe ins spannende Sortiment, nicht zu vergessen der Viognier, der unter anderem zu einem hinreissenden Süsswein gekeltert wird. Höchst ungern verlassen wir das gastliche Carnotzet…

Mont-sur-Rolle contra Féchy

Unser letzter Besuch gilt einem Newcomer, der in der Branche kein Unbekannter ist. Der Önologe Pierre-André Gallay, dessen Grossvater einst die Domaine de Crochet an die Familie Rolaz verkaufte, hat nach diversen Auslandaufenthalten 20 Jahre lang auf der Domaine Rosset gearbeitet, bevor er nun den Sprung in die Selbstständigkeit wagte. Er kultiviert 4,5 Hektar in Féchy und zwei in Mont-sur-Rolle: «Ich habe grossartige Terroirs, aber keinen eigenen Keller.»

Die Unterschiede zwischen den berühmten Lagen in Féchy und Mont-sur-Rolle? «Klar, dass mein Herz für beide schlägt. In Féchy sind die Hänge steiler, in Mont die Terroirs etwas heterogener, an beiden Orten wachsen die Reben auf Moränenböden. Die Weine aus Mont sind kräftiger, sehr lang und mit einer mineralischen, an Petrol erinnernden kleinen Bitternote im Finale, die nach ein paar Monaten einer schönen Fülle weicht. Die Weine aus Féchy besitzen vielleicht etwas mehr Finesse und eine salzige Nuance.» Den Charakter der grossen Terroirs zum Ausdruck bringen, das ist Gallays Ziel. «Echte Terroirweine sind etwas für Individualisten, nichts für den Grossverteiler…» Vorerst muss Gallay 80 Prozent seines Weins (Chasselas, Pinot Noir und wenig Chardonnay) offen absetzen, aber der Anteil an Flaschen wird steigen. «Und dann will ich auch den Mont-sur-Rolle fördern, der auf dem Markt immer noch weniger gilt als ein Féchy. Dabei sind beide Appellationen absolut gleichwertig!»

Weintipps

Domaine de Autecour, La Côte AOC
Mont-sur-Rolle 1er Grand Cru 2016

17.5 Punkte | 2018 bis 2025

Helles Gelb mit grünlichen Reflexen. Reiffruchtige Nase, intensiv und vielschichtig, mit mineralischen und floralen Noten, im Gaumen trotz Fülle rassig, frisch und ausgewogen; langes, elegantes Finale. Kraftvoller Chasselas, der in seiner Jugend viel Freude macht, aber auch sehr vorteilhaft altern kann. Er wurde zum zweiten Mal in Folge als Ehrenwein des Waadtländer Staatsrats 2018 ausgewählt.

www.obrist.ch

Pierre-André Gallay, La Côte AOC
Mont-sur-Rolle 2016

17 Punkte | 2018 bis 2015

Gelb mit goldenen Reflexen. Ein reintöniger, gradliniger Chasselas, in der Nase offenherzig, mit Zitrusnoten und Nuancen von Birnen, im Gaumen, angenehm rund und harmonisch, getragen von einer feinen Säure, die den Wein bis ins lange Finale trägt. finessenreicher Wein, der sich sowohl als Apérowein wie auch als Begleiter zu Vorspeisen, zu Süsswasserfisch oder Käsegerichten eignet.

www.gallay-gallay.ch

Domaine de Maison Blanche, La Côte AOC  
Mont-sur-Rolle «Part des Anges» Barrique 2011

17 Punkte | 2018 bis 2025

Als Yves de Mestral erstmals einen Chasselas in Barriques ausbaute, grenzte das fast an ein Sakrileg. Von alten Rebstöcken stammend, ohne biologischen Säureabbau vinifiziert und ein Jahr lang auf den Feinhefen in zur Hälfte neuen Barriques verfeinert, besticht dieser Wein mit dezenten Holz- und Vanillenoten, im Gaumen dagegen mit viel Schmelz und Rasse. Zu Meerfischen oder weissem Fleisch.

www.domainemaisonblanche.ch

Domaine de Crochet, La Côte AOC
Mont-sur-Rolle Grand Cru «Cuvée Charles Auguste» 2015 (Fassprobe)

18.5 Punkte | 2020 bis 2035

Die gekonnte Komposition aus Syrah, Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon präsentiert sich als Fassmuster des Jahrgangs 2015 natürlich noch sehr jugendlich, aber mit riesigem Potenzial: tiefgründige, würzige, sehr reintönige Nase mit schwarzen Beeren, Pfeffer, Russ und zarten Röstnoten, im Gaumen rund und geschmeidig, kraftvoll und schmeichelnd, mit rassigen, höchst eleganten, feinen Tanninen. Ein Wein von wunderbarer Komplexität!

www.hammel.ch

Balade Gourmande in Mont-sur-Rolle

Am 1. September 2018 führt ein rund sechs Kilometer langer Parcours durch die Reben und Weiler von Mont-sur-Rolle, vorbei an bekannten Weindomänen und von Stand zu Stand, wo degustiert und geschmaust werden kann. Start und Ziel: Winzercaveau von Mont-sur-Rolle.

www.vins-mont-sur-rolle.ch/balade-gourmande.html

Reisetipps Rolle und Mont-sur-Rolle

L’Arantèle
Café Brocante
Grand-Rue 24
1180 Rolle
www.arantele.ch

Ohne Frage unser Lieblingscafé in Rolle! Man fühlt sich gleich zu Hause, sitzt auf einem samtbezogenen Kanapee, am Bistrotischchen oder im alten Lederfauteuil, liest die Zeitung oder ein Buch, schlürft den exquisiten Kaffee, isst einen Crumble und geniesst die gemütliche Atmosphäre, trendig, urban und retro zugleich. Gut möglich, dass man diese Wohlfühloase nicht nur gestärkt, sondern als stolze Besitzerin einer Vintage-Kostbarkeit verlässt…

Christophe Moret
Pâtissier Chocolatier Glacier
Rue du Temple 5
1180 Rolle
www.moret-confiserie-rolle.ch

Wer auf Diät ist, sollte das kleine Seitengässchen Rue du Temple tunlichst umgehen. Denn was sich hier in den Auslagen und auf Etageren türmt, ist so kalorienreich wie unwiderstehlich: hausgemachte Pralinen, Konfekt, Patisserie mit unverkennbar französischem Einfluss, aber auch knuspriges Brot und leckere Sandwiches. Im bezaubernd altmodischen Tea-Room gleich nebenan kann man sich an Kostproben aus dem Sortiment gütlich tun.

Café Vaudois Rolle
Grand-Rue 106
1180 Rolle
www.cafevaudoisrolle.ch

Ein sympathisches, sanft modernisiertes Waadtländer Café mitten im Herzen von Rolle, wie man es sich vorstellt. Auf der Karte stehen hausgemachte und saisongerechte Terroirgerichte, allen voran diverse Fische aus dem Lac Léman, aber auch Saucisson Vaudois, Entrecôte oder Rindstatar – und im Winter Währschaftes wie Käsefondue. Auf der Weinkarte findet sich eine schöne Auswahl an lokalen Weinen.

Hotel by Hostellerie du Château
Grand-Rue 16
1180 Rolle
www.lhotel-rolle.com

Direkt vis-à-vis vom imposanten Château von Rolle und damit wenige Schritte vom Seeufer entfernt liegt dieses frisch renovierte, gepflegte Drei-Sterne-Hotel, das bereits seit dem 18. Jahrhundert Gäste bewirtete und heute 16 individuell eingerichtete Zimmer bietet. Das dazugehörende Restaurant im Bistrostil ist jeden Tag geöffnet und punktet mit interessanten Tagesgerichten.

Café du Port
Rue du Port 9
1180 Rolle, Tel. 021 825 15 20

Sie mögen keine Filets de Perches? Dann haben Sie hier nichts verloren! Nicht, dass der Küchenchef des Café du Port in Rolle nichts anderes zu kochen verstünde, aber die in viel Butter servierten Eglifilets mit knusprigen Pommes frites sind die grosse Spezialität des Hauses, dessen Interieur seit Jahrzehnten unverändert ist. So wie die Qualität der Fische. Kein Wunder, kommen doch die Kunden von weit her!

Winzer-Caveau von Mont-sur-Rolle
Route du Château 2
1185 Mont-sur-Rolle
www.vins-mont-sur-rolle.ch

Das Winzercaveau von Mont-sur-Rolle ist zwischen März und Dezember geöffnet, und zwar jeweils freitags, samstags und an Festtagen von 17 bis 21 Uhr und sonntags von 11 bis 12.30 Uhr sowie von 17 bis 21 Uhr. Für Anlässe oder für Gruppen wird es nach Voranmeldung auch zu anderen Zeiten geöffnet.

Zu Gast bei Brigitte und Philippe Wyssen

Gepflegte Tradition in der Auberge

Die Auswahl an Restaurants in Mont-sur-Rolle ist mehr als überschaubar, doch hungrige Reisende haben Glück: In der Auberge Communale wird man mit einer traditionellen, ehrlichen Küche verwöhnt.

Monsieur Wyssen, was hat Sie und Ihre Frau nach Mont-sur-Rolle verschlagen? 

Meine Frau ist Köchin wie ich und kommt aus der Deutschschweiz. Ich wurde in Nyon geboren, wo meine Eltern ein Restaurant betrieben. Wir bewarben uns vor zwanzig Jahren für die Auberge in Mont-sur-Rolle, seither sind wir hier. Brigitte kümmert sich um den Service, ich mich um die Küche, denn ich bin noch schüchterner als sie… 

Wer sind Ihre Kunden? Mont-sur-Rolle ist ja kein Durchgangsdorf.

Mont-sur-Rolle hat kein Zentrum, Laufkundschaft entfällt also. Ausserdem ist das Restaurant ein bisschen versteckt. Doch wir haben eine sehr nette, treue Kundschaft aus der weiteren Umgebung. Und dann gibt es doch immer wieder Leute auf der Durchreise, so wie Sie.

Wie überall in der Genferseeregion stehen auch bei Ihnen frische Fische auf der Karte. Aus welchem See stammen die?

Unsere Karte wechselt mit den Jahreszeiten und dem Angebot. Und wir legen grossen Wert auf Produkte aus der Region. Es ist ganz einfach: Wenn es keine Egli aus dem Lac Léman gibt, dann stehen bei mir keine Eglifilets auf der Karte! Da bin ich kompromisslos. Das verstehen nicht alle. Natürlich könnte ich auch Eglifilets aus Polen einkaufen, aber das will ich nicht. Wenn es keine Egli gibt, dann biete ich Felchenfilets oder Hecht an.

Was haben Sie für Weine auf der Karte, bevorzugen Sie die regionalen Crus?

99 Prozent unserer Weine stammen aus der Schweiz, sehr viele aus der Waadtländer Côte und einige aus Mont-sur-Rolle. Wir offerieren jeden Monat einen anderen «Wein des Monats», so können wir alle 30 regionalen Produzenten berücksichtigen. Sehr gut läuft die Réserve Communale. Die Gemeinde Mont-sur-Rolle kultiviert vier Hektar Reben und produziert einen Chasselas und eine rote Assemblage aus Gamaret und Garanoir. Vinifiziert werden diese Weine im Turnus bei Schenk, Hammel und der Cave Cidis.

Auberge Communale Au Cœur de la Côte
Route du Château 2
1185 Mont-sur-Rolle
www.restaurant-coeur-mont-sur-rolle.ch

Fische aus dem Lac Léman auf Papet Vaudois

Zutaten für vier Personen:

300 g Eglifilets aus dem Lac Léman | 300 g Felchenfilets aus dem Lac Léman | 100 g Lauch | 100 g Kartoffeln | 100 g Zucchetti | 1 Sträusschen Petersilie | 1 dl Vollrahm | Fischfond | Butter, Olivenöl, Zitronensaft | Salz und Pfeffer

Mise en Place:

Die Zucchetti in Julienne schneiden für die Dekoration. Lauch und Kartoffeln waschen, schälen und in Scheiben bzw. kleine Würfel schneiden.
Die abgezupfte Petersilie in Salzwasser blanchieren und mit den Kartoffeln und dem Lauch vermischen, nach Belieben würzen.

Zubereitung:

Lauch und Kartoffeln in Butter andünsten, Rahm zugeben und etwa zehn Minuten köcheln lassen, abschmecken. Warmstellen. Die Felchenfilets in Fischfond pochieren. Dann aus der Pfanne nehmen und warmstellen. Die Eglifilets in Olivenöl anbraten. Den Papet Vaudois auf die Teller geben und die Fische darüber verteilen. Mit etwas Zitronensaft beträufeln und mit den Zucchetti-Julienne dekorieren. Zusammen mit einem Chasselas aus Mont-sur-Rolle geniessen!

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