München-Neuhausen-Nymphenburg, 14.10.2026

Franken in München: Max Müller I im Broeding

Silvaner aus dem Escherndorfer Lump und Volkacher Ratsherr, Scheurebe und Weißburgunder aus dem Katzenkopf, dazu Riesling, Alter Fränkischer Satz und zum Schluss Rieslaner: Am 14. Oktober zieht die Mainschleife für einen Abend nach München. Das Broeding widmet dem Volkacher VDP-Weingut Max Müller I ein eigenes Winzermenü.

Max Müller I gehört längst zu den Namen, bei denen man in Franken genauer hinschaut. Rund 20 Hektar bewirtschaftet die Familie rund um Volkach, darunter einige der prominentesten Lagen der Mainschleife. Silvaner ist dabei natürlich gesetzt – aber eben nicht allein. Gerade das macht den Abend im Broeding interessant: Er zeigt ziemlich schön, wie viel mehr Franken heute kann als Bocksbeutel plus Silvaner-Klischee. 

Zum Auftakt kommt der Volkach Silvaner vom Kalkfels 2025 ins Glas, danach folgen Scheurebe und Weißburgunder aus dem Katzenkopf. Richtig ernst wird es bei den Großen Gewächsen: Riesling und Silvaner aus den großen Volkacher und Escherndorfer Lagen zeigen jene Mischung aus Kraft, Kühle und kalkiger Präzision, die gute Frankenweine heute so spannend macht. Dazu gibt es einen Alt Fränkischen Satz 2024 – und als süßen Schlusspunkt eine Rieslaner Auslese aus dem Ratsherr 2024.

Die Broeding-Küche spielt dazu nicht auf fränkische Folklore, sondern setzt ihre eigene Handschrift dagegen: Blaue Zipfel mit Essigzwiebeln, Wildkarpfen mit dreierlei Kürbis, Steinpilze mit Speck und Weinbergpfirsich, Brioche mit Sardelle oder Tafelspitz mit Wurzelgemüse und Meerrettich. Besonders reizvoll dürfte der direkte Vergleich zweier Silvaner-GGs zum Hauptgang werden: Am Lumpen und Ratsherr, beide 2023.

Mit dabei sind Monika und Rainer Müller – also Gelegenheit genug, nicht nur zu trinken, sondern auch über Volkach, Lagen, Silvaner und den Generationenwechsel im Betrieb zu sprechen.