Vino Nobile di Montepulciano DOCG

Ein Wein im Wandel

Fotos: z. V. g.

Der noble Nobile wird seit der Renaissance geschätzt und getrunken. Seine Basis ist seit jeher die Prugnolo-Gentile-Traube, wie der Sangiovese hier im Südosten der Toskana genannt wird.

Rund um Montepulciano wachsen die Trauben bis in eine Meereshöhe von rund 600 Metern und bilden die Basis von langlebigen, eleganten Weinen. In kühlen Jahren wirkten die Weine aus Montepulciano daher in früheren Zeiten oft etwas zurückhaltend, fast spröde. Das hat sich mit dem Klimawandel geändert: Auf den Kalk-Lehm-Böden können die Trauben inzwischen optimal ausreifen und sind die Grundlage von immer mehr warmen, vollmundigen Sangiovese-Interpretationen, ohne die Eleganz vermissen zu lassen.

Reinsortige Weine aus Prugnolo Gentile sind nach wie vor die Ausnahme: Die meisten Vino Nobile sind ein Blend von Sangiovese mit autochthonen oder internationalen Rebsorten, vor allem Canaiolo Nero und Merlot. Die vom Regelwerk des Konsortiums vorgegebene Möglichkeit, 30 Prozent anderer Trauben zu verwenden, wird allerdings von kaum jemandem mehr ausgenutzt.

Unter den letzten Jahrgängen sticht sicher der warme 2015 hervor. Der elegante 2016 steht dem kaum nach, obwohl die Weine noch etwas verschlossener sind, aber dafür eine schöne Langlebigkeit erwarten lassen. Gerade manche Riserva-Qualitäten kann man beruhigt in den Keller legen und ein paar Jährchen vergessen.

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