#weinheimatwürttemberg

Weingärtner und Bauherren

Text: Theresa Olkus, Fotos: z. V .g.

Ein Tag, auf den die Esslinger Weingärtner lange hingefiebert (und vor allem hingeschafft) haben: Am Sonntag, den 23. Juni 2019 wurde der neue Bau mitten in den Weinbergen feierlich eröffnet. Unter Jubel durchtrennte die Württemberger Weinkönigin Julia Böcklen das rote Band und eröffnete das lang herbeigesehnte Einweihungsfest. Stolz bewunderten Mitglieder, Kunden, Freunde und Ehrengäste an diesem Tag erstmals, was hier über die letzten Monate hinweg erschaffen wurde.

Es war 2013, als immer deutlicher wurde, dass es zu wenig Büroräume gab und auch der damalige Keltersaal sehr in die Jahre gekommen war. «Unser Gebäude glich mehr einem Industriegebäude, ganz ohne Fenster. Manch einem war vielleicht nicht einmal klar, dass wir hier Wein verkaufen», erinnert sich Achim Jahn, Vorstandsvorsitzender bei den Esslinger Weingärtnern. Ziel war, sich räumlich und gedanklich stärker zu öffnen – womit die ersten Ideen reiften, die zum heutigen beeindruckenden Ergebnis führten.

Und dieses «Öffnen» ist gelungen! Eine wesentliche Veränderung gab es unter anderem in den Verkaufsräumlichkeiten der Genossenschaft. Hier können die Weine nun auf hell beleuchteten Flächen präsentiert werden, wo Kunden und Fans der Esslinger an einer großen Theke empfangen werden. Stilvoll, übersichtlich und in warmer Atmosphäre macht der Weineinkauf so gleich doppelt Spaß! Neben mehr Platz für Büros gibt es nun auch ausreichend Spielraum für Veranstaltungen aller Art. Ob in einem der Verkostungsräume, dem neu gestalteten Außenbereich mit Rebeninnenhof oder auf der genialen Dachterrasse mit Blick über die Stadt, das Neckartal und in die Weinberge: Den Esslingern ist es mit der Erhöhung des Gebäudes um ein ganzes Stockwerk gelungen, eine natürliche Verbindung zwischen ihrem Neubau und der Natur der Weinberge herzustellen und diesen näherzukommen.

Nicht nur während der kompletten Bauphase legten die Weingärtner einige Male selbst Hand an und unterstützten ihre regionalen Handwerksfirmen mit voller Kraft. Besonders in den letzten drei Wochen vor der Eröffnung zeigte die Gestaltung des Außenbereichs und der Terrasse, was echte Mann- und Frauenpower erreichen kann, wenn die Zeit drückt und man «zusammenlangt». Welche Beleuchtung, welcher Boden, welche Farbe zum Einsatz kommen soll, wurde gemeinschaftlich entschieden. «Das macht uns richtig stolz – gerade weil man eben auch selbst so viel daran geschafft hat», strahlt Achim Jahn, wenn er vom Rückhalt seiner Mitglieder spricht. «Wir haben nun einen direkten Zugang in die Weinberge. Das ist genial für Weinproben und unsere Gäste!»

Mit Herzblut dabei war auch der Architekt des Projektes, Martin Gaysert. «Es war für uns schön, das Gefühl zu haben, es hängt sich jemand genauso rein wie wir. Für ihn war unser Bau wie ein Baby», lobt der Vorstandsvorsitzende. Ramona Fischer, Geschäftsführerin der Esslinger Weingärtner, erinnert sich, wie die Autos immer langsamer vorbeigefahren sind und Spaziergänger Halt machten, als gegen Ende endlich das Gerüst entfernt wurde. Denn dann kam die Idee so richtig zur Geltung: Hier wurde kein Prachtbau hingestellt, sondern ein bodenständiges, authentisches, zeitlos schönes Stück Esslinger Identität. Für sie sind es die vielen kleinen und großen Details, die das neue Zuhause der Weingärtner so besonders machen: die Topographie am Gebäude, die Verarbeitung der Esslinger Farben Rot und Grün, die Trauben an den Dachrinnen und die themenhafte Darstellung der Weinbergssteigung im Verkostungsraum – alles ist stimmig! «Früher war es eben unser Betriebsgebäude, jetzt fühlen wir uns hier noch heimischer.»

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