5 Klischees über...

Alkoholfreier Wein ist kein echter Wein

Foto: GettyImages / Thomas Faull

 

Viel diskutiert, vor allem kontrovers und auch immer mit ein bisschen Hoffnung: alkoholfreier Wein. Süss, wenig Tiefe und einfach nur simpel. In den letzten Jahren hat die Entwicklung aber einen grossen Sprung gemacht, und so manch alkoholfreier Wein verblüfft.

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«Alkoholfreier Wein ist eigentlich nur Traubensaft»

Traubensaft durchläuft im Gegensatz zu Wein keine alkoholische Gärung. Der Wein wird zuerst vergoren und ihm dann mittels Vakuumdestillation oder Membranverfahren der Alkohol wieder entzogen.

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«Ohne Alkohol schmeckt es nach nichts»

Ethanol beeinflusst Körper, Textur, Wärme, Süsseeindruck und Aromawahrnehmung. Wird es entfernt, kann ein Wein dünner, saurer oder weniger harmonisch erscheinen. Die Kunst ist, dies bei der Entalkoholisierung zu kompensieren.

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«Alkoholfrei bedeutet 0,0 ­Volumenprozent Alkohol»

Nein, je nach Land sind die Werte unterschiedlich. In der Schweiz gilt ein Wert von bis zu 0,5 Volumenprozent als alkoholfrei, in der EU ebenso, hier wird «0,0» noch als eigene, strengere Kategorie verstanden.

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«Alkoholfreie Weine sind immer süss»

Der einfachste Weg, um den entfernten Alkohol zu kompensieren, ist Süsse. Neue Methoden versuchen jedoch zunehmend, über Säurestruktur, Kohlensäure, Gerbstoff, Aromatik und verbesserte Entalkoholisierung mehr Spannung zu erzeugen.

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«Alkoholfreier Wein kann niemals hochwertig sein»

Ein guter alkoholfreier Wein braucht viel önologisches Know-how, um nach der Entalkoholisierung zu brillieren.