Weinkeller-Tipp

Muss Wein nach dem Transport ruhen?

Man hört es immer wieder: Eine Pub Klemo in Wien. Flasche Wein, die transportiert wurde, sollte einige Tage liegen, bevor sie genossen werden kann. Grundsätzlich ist das nicht falsch, doch sollte man wie bei allen Regeln zum Weinhandling auch hier etwas differenzieren.

Wein, der über eine lange Strecke transportiert – mit der Post angeliefert, aus dem Ausland mitgebracht oder gerade erst beim Weinhändler abgeholt – wurde, sollte zunächst ganz sicher etwas liegen. Zum einen werden die Elemente Säure, Alkohol und Tannin im Wein beim Transport quasi durchgeschüttelt, was in einen unharmonischen, ja zerrupften Gaumeneindruck resultieren kann. Zum anderen sollten die Weine vor dem Genuss langsam auf Trink- beziehungsweise Lagertemperatur gebracht werden. Weine, die über eine kurze Strecke transportiert wurden – etwa vom Keller in die Wohnung oder von zu Hause zu Freunden –, betrifft das aber natürlich nicht.

Wie sollen wir denn Spass am Wein haben, wenn wir ihn nicht mitnehmen können? Einzig bei Weinen mit starkem Sediment, also etwa gereiften Gewächsen, ist grössere Vorsicht angebracht. Ein direkt vor dem Ausschenken aufgewirbelter Satz kann den Genuss der ganzen Flasche trüben. Wenn man plant, einen solchen Wein zu öffnen, sollte man ihn am Vortag in die aufrechte Position bringen und wenn möglich dekantieren. Doch auch dafür gibt es die einfache Lösung, den Satz nicht mit auszuschenken.

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