Weinkeller-Tipp

Welche Temperatur ist für die Weinlagerung optimal?

So einfach diese Frage klingt und so oft sie schon beantwortet wurde: Die optimale Temperatur für die Weinlagerung zu benennen, ist nicht so einfach. Seit Jahrhunderten werden Weine in natürlichen Erdkellern gelagert. Die Temperatur in diesen Räumen beträgt konstant um 13 Grad, was ein Richtwert sein kann.

Aber Achtung: Die altertümlichen Keller waren mit dem, was wir heute als Weinkeller bezeichnen, nicht vergleichbar. Zunächst gibt es in so einem natürlichen Keller kleine Temperaturschwankungen im Jahresverlauf. Zudem werden die Weine, die in diesen Kellern lagern, oft nicht für fünf oder zehn Jahre weggelegt, sondern für Generationen.

Grundsätzlich verlaufen die chemischen Prozesse, die wir beim Wein als Reifung bezeichnen, einfach langsamer bei tieferen und schneller bei höheren Temperaturen ab. Zu warme und gerade heisse Lagerung über 20 Grad führt je nach Wein schon nach Stunden zu Oxidation und damit zu Fehltönen, bei zu kühler Lagerung passiert über Jahre aber fast gar nichts. Wer also eine Lagerungszeit von fünf bis zehn Jahren anstrebt, muss seinen Lagerungsraum sicher nicht künstlich auf 13 Grad kühlen. Temperaturen um 15 bis 17 Grad reichen meistens aus.

Erreicht werden diese oft mit einfachen Mitteln: zum Beispiel mit passiven Massnahmen wie der Verkleidung des Lagerraumes mit Tuffstein, der mit Wasser benetzt durch die langsame Verdunstung für eine natürliche Kühlung sorgt. 

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