Förderung der Regionalität

Abschaffung der Sektsteuer in Österreich

  • Fotos: Christine Miess | Österreichisches Sektkomitee

Text: Nicole Harreisser | Veröffentlicht: 12. Mai 2020


Am Montag wurde im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP), Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) und Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer und dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bekannt gegeben, dass die österreichische Sektsteuer im Rahmen des sogenannten «Wirtshauspakets» fallen wird. Das Wirthauspaket wurde beschlossen, um der gebeutelten Gastronomie unter die Arme zu greifen.

Auf Nachfrage bei Dagmar Gross vom Österreichischen Sektkomitee wurde VINUM mitgeteilt, dass als Termin für die Abschaffung der Sektsteuer von der östereichischen Bundesregierung der 1. Juli 2020 anvisiert wird.

Wie das Österreichische Sektkomitee in seiner Pressemitteilung vom 11. Mai schreibt, zeigt man sich höchst erfreut über die angekündigte Abschaffung der Schaumweinsteuer im Zuge der aktuellen Entlastung der Gastronomiebetriebe und zur allgemeinen Ankurbelung der Wirtschaft. Dadurch können betriebsübergreifend viele Arbeitsplätze gesichert werden – sowohl in der Gastronomie und in der Schaumweinproduktion als auch bei den dazugehörenden Lieferantenketten.
Die wettbewerbsverzerrende Schaumweinsteuer ergab einen wesentlich kleineren Beitrag für den Staatshaushalt, als einst berechnet. Neben dem geringen tatsächlichen Steueraufkommen waren bei den Herstellern massgebliche Ressourcen für den bürokratischen Aufwand gebunden, welche bei den Darstellungen der damaligen Regierung ebenfalls nicht mit einbezogen wurden.
Die Abschaffung der Schaumweinsteuer bringt für die österreichischen Sekthersteller gleiche Marktbedingungen gegenüber dem Segment der Frizzante-Produkte, welche zudem überwiegend importiert werden. Sie entspricht somit auch dem Trend zur Regionalität und dem Bedürfnis der Konsumentinnen und Konsumenten nach Transparenz hinsichtlich Herkunft und Herstellung. Umso mehr gilt der Bundesregierung besonderer Dank für die rasche Umsetzung dieser langjährigen Forderung des Österreichischen Sektkomitees.

 

 

 

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