Am Nil gibt es eine neue Königin

Neue Geschäftsführerin im Weingut am Nil

Text: Carsten Henn | Veröffentlicht: 16. Mai 2020


Das Weingut am Nil in Kallstadt/Pfalz hat eine neue Geschäftsführerin. Am 1. Mai übernahm Christine Ludt diesen Posten, seit Januar 2019 war sie schon für Marketing und Kommunikation des 30-Hektar-Betriebs zuständig. Wir haben der ausgebildeten Winzerin mit einem Abschluss in Internationaler Weinwirtschaft der Hochschule Geisenheim drei Fragen gestellt.

VINUM: Was ist ein konkreter Plan für die Zukunft?

Christine Ludt: Unser Hauptfokus bleibt immer darauf, hochwertige Weine aus unseren herausragenden Weinlagen, wie Ungsteiner Herrenberg oder Kallstadter Saumagen zu erzeugen. Unser Ansinnen ist es aber auch, gemeinschaftlich die Besonderheit des traditionsreichen Weinorts Kallstadt und der näheren Umgebung besser zu nutzen. So werden wir unsere Weinberge und unseren grossen Garten verstärkt als Erlebnis- und Genussarena nutzen. Hier ist von Picknick bis Grillevents vieles denkbar.

VINUM: Hat man es als Frau in der Weinbranche heute immer noch schwerer als männliche Kollegen?

Christine Ludt: Diese Frage scheint mir etwas überholt. Schliesslich hat sich in der heutigen Weinszene eine tatkräftige couragierte Generation von Frauen etabliert, die sowohl die Tradition wahren als auch frische Impulse setzen. Von der Winzerin, Kellermeisterin bis zur Marketingfachfrau oder Geschäftsführerin finden wir heute Frauen in allen Bereichen, zwar noch in der Minderheit, aber nicht minder erfolgreich. Ich selbst hatte als Frau weder Vor- noch Nachteile in meiner beruflichen Karriere. Dennoch habe ich das Gefühl, dass Frauen mit ihren Stärken wie Empathie, Teamgedanken, Humor und Sinn für das Schöne und das Detail der Weinbranche sehr gut tun und, sie neue Wege gehen.

VINUM: Wie wird Ihr wegen Corona eingeführter Wein-Drive-Through angenommen?

Christine Ludt: Wir haben das Glück, dass wir sowohl auf dem Weingut als auch mit dem Onlineshop gut aufgestellt waren und so die strikten Hygieneregeln einhalten konnten. Im Ab-Hof-Verkauf haben wir unsere Abfüllhalle in einen Verkaufsraum umgestaltet. Der Kunde konnte die Weine mit Beratung selbst abholen. Oder wir haben sie ihm bei voriger Bestellung direkt ins Auto gepackt. Auch eine Auswahl an kulinarischen Köstlichkeiten konnten zur Mitnahme bestellt werden. An schönen Tagen haben es sich unsere Gäste mit ihren Speisen in den angrenzenden Weinbergen gemütlich gemacht.

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