Torres investiert in Chiles Weinberge

27.06.2014 - arthur.wirtzfeld

CHILE (Chillán) - Der spanische Weinriese Torres hat 230 Hektar Land im Itata Valley in Chile gekauft. Der Hintergrund ist die Vorsorge hinsichtlich des erwarteten Klimawandels. In diesem Tal, einem der ältesten Weinregionen Chiles, erfüllen die klimatischen Bedingungen "...den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen", heißt es in einer Pressemitteilung von Torres.

 

"Vor noch 40 Jahren war das Klima rund um die Stadt Chillán, etwa in der Mitte des Landes gelegen, nicht förderlich für den Anbau der Sorten Cabernet Sauvignon und Carmenère, jedenfalls nicht für die Erzeugung von Top-Weinen", sagt Torres. "Allerdings ändern sich jetzt die Bedingungen. Die durchschnittlichen Temperaturen steigen und bieten einhergehend mit anderen günstigen Faktoren die Vorraussetzungen für qualitativ hochwertige Trauben."

Aktuell sind 636 Hektar Rebflächen im Itata Valley im Ertrag. Laut Wines of Chile sind davon 442 Hektar mit Cabernet Sauvignon bepflanzt. "Relativ hohe Temperaturen am Tag, kühle Nächte und viel Feuchtigkeit, auch von Wasserquellen, sowie ideale Sonneneinstrahlung machen das Itata Valley zukünftig zu einem sehr attraktiven, besser gesagt zu einer Top-Weinregion", sagt Torres.

Neben der reinen Absicherung der Produktionen des weltweit agierenden Unternehmens hinsichtlich des Klimawandels hat Torres aber auch den Weintourismus im Itata Valley im Auge. Die Region bietet außerdem beste Bedingungen für den Skisport im Winter. So will Torres auch die Wintersportler zu Weinproben und letztlich zum Weinkauf animieren.

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