20.02.2024

vinocentral-Livestream 3 Gläser: Spätburgunder

Gestatten? – Pinot Noir! Im deutschsprachigen Raum vor allem als Spät-, Blau- oder auch Schwarzburgunder bekannt – und eine Rebsorte von geradezu mythischer Größe.

Im französischen Burgund, wo sie seit Jahrhunderten im roten Bereich fast uneingeschränkt den Ton angibt, bringt sie die mitunter teuersten Weine der Welt hervor. Sie ist eine möglicherweise rund 2.000 Jahre alte Diva mit allerhöchsten Ansprüchen an Terroir und Winzer*innen. Sowohl ihre genetischen als auch regionalen Wurzeln sind bis heute umstritten. Fest steht, dass Pinot Noir im Frankreich des späteren Mittelalters bereits eine bedeutende Rolle spielte. Belegt ist auch, dass es der Zisterzienser-Orden war, der die Rebsorte im Jahr 1335 von dort nach Deutschland, genauer in den Rheingau brachte. Ums kurz zu machen: Sie ist schon eine ganz Weile hier bei uns und mit rund 11.500 Hektar heute die – qualitativ wie quantitativ – wichtigste Rotweinsorte in Deutschland.
Und trotzdem: Die Diva stößt hierzulande nicht uneingeschränkt auf Begeisterung. Denn ihre Stärken liegen ganz klar in eher subtiler Kraft, Feingliedrigkeit, Finesse und Eleganz. Ein fetter Spätburgunder ist ein schlechter Spätburgunder. Bei von Primitivo oder alkoholstarken Bordeaux-Blends gestählten Gaumen perlen solche Attribute aber wahrscheinlich ab wie Nieselregen auf Goretex. Wie auch immer. Für alle, die ihre Qualitäten zu schätzen wissen, steht fest: Keine rote Rebsorte bringt bessere Speisebegleiter hervor und nur sehr wenige vermögen ihr Terroir so feinsinnig und zugleich präzise zum Ausdruck bringen. Basta.

Yook hat drei Exemplare aus ganz unterschiedlichen deutschen Regionen ausgewählt, die Pinot-Fans unbedingt auf dem Schirm haben sollten:

Pinot Noir Herrenstück QbA 2021, Holger Koch, Baden 0,75l
Bürgstadter Berg Spätburgunder VDP.Erste Lage 2017, Steintal, Franken 0,75l
Pinot Noir QbA bio demeter 2016, Frank John, Pfalz 0,75l

In diesem Livestream stellen Yook und Alexander nicht nur die drei Weine und ihre Produzent*innen vor, sondern auch deren kulinarische Anschlussfähigkeit – nebst Rezeptideen – und sie gehen der Frage nach, warum der Unterschied zwischen „Pinot Noir“ und „Spätburgunder“ eben doch nicht nur sprachlicher oder kultureller Natur ist.

Hinweis: Nach der Live-Ausstrahlung können alle Livestreams weiterhin in unserer Mediathek abgerufen werden.

Wer dabei mit probieren möchte, kann das Paket hier bestellen: https://www.vinocentral.de/3er-weinpaket-livestream-3-glaeser-spaetburgunder?c=1724