Der Charakter des Amiata

Montecucco

Das Consorzio Tutela Vini ­Montecucco wurde im Jahr 2000 gegründet, um ein Weinbaugebiet mit jahrhundertealter Tradition zu schützen und zu fördern. Heute kümmert es sich um den Schutz der Herkunftsbezeichnungen Montecucco DOC und Montecucco Sangiovese DOCG.

An den Hängen des Monte Amiata – des erloschenen Vulkans, der die Landschaft in der südlichen Toskana dominiert – liegt eine Landschaft aus sich abwechselnden Wäldern, Olivenhainen, mediterraner Macchia und Weinbergen. Das Anbaugebiet Montecucco umfasst sieben Gemeinden der Provinz Grosseto: Arcidosso, Campagnatico, Castel del Piano, Cinigiano, Civitella Paganico, Roccalbegna und Seggiano. Die Nähe zum Tyrrhenischen Meer und der Einfluss des Monte Amiata schaffen ein besonders günstiges Mikroklima.

«Unsere Aufgabe ist es, unser grosses Erbe zu bewahren und in die Zukunft zu führen.»

Giovan Battista Basile, Präsident des Consorzio Tutela Vini Montecucco

Das Kronjuwel der Region ist Sangiovese, eine Rebsorte, in der Frische, Kraft und Terroir mit Struktur und Tiefe verschmelzen und Weine hervorbringen, die die Identität von Montecucco klar zum Ausdruck bringen. Neben Sangiovese gewinnt auch Vermentino als weisse Rebsorte zunehmend an Bedeutung. Zu den geschützten Ursprungsbezeichnungen gehören Montecucco Sangiovese DOCG (seit 2011) sowie, für die DOC, Montecucco Rosso, Bianco, Vermentino, Rosato, Vin Santo und Vin Santo Occhio di Pernice. Über 90 Prozent der Produktion sind biozertifiziert, Weintourismus ist für die Kellereien ebenfalls ein wichtiges Feld, so dass Montecucco ein ganzheitliches Erlebnis wird, das Landschaft, Kultur und Wein vereint.

Mit Blick auf die Zukunft hat das Konsortium ein Projekt zur Erweiterung und Neudefinition des Anbaugebiets ins Leben gerufen: Ziel ist es, die höher gelegenen Gebiete an den Hängen des Monte Amiata einzubeziehen, die derzeit noch von der Produktion ausgenommen sind. Diese Entscheidung kombiniert Weitblick und Pragmatismus durch die Förderung des Bergweinbaus, die Berücksichtigung des Klimawandels und die kontinuierliche Steigerung der unverwechselbaren Qualität der regionalen Weine durch die Nutzung der kühleren, windigeren Bedingungen in höheren Lagen und der charaktervollen vulkanischen Böden.