Eine flüssige Postkarte

Orcia DOC

Das Weinbaugebiet Orcia gilt als eine der schönsten Landschaften der Welt: 2004 wurde es von der UNESCO als erstes ländliches Gebiet zum Weltkulturerbe erklärt. Die Schönheit der Umgebung prägt das gesamte Weinbaugebiet Orcia, von der einer Mondlandschaft ähnelnden Crete Senesi bis zu den sanften Hügeln des Val d’Orcia, gesäumt von Zypressen, Burgen, Abteien, Bauernhöfen und mittelalterlichen Dörfern. Getreidefelder dominieren das Bild, abwechselnd mit Weiden, jahrhundertealten Olivenbäumen und Weinbergen. Nicht umsonst ist der Schutz dieser einzigartigen Agrarlandschaft, die zu den schönsten der Welt zählt, eines der Hauptanliegen der Erzeuger und des Konsortiums. Jährlich zieht dieses einzigartige Stück Italien durchschnittlich 1,4 Millionen Touristen an, darunter eine Million Wanderer. Es ist daher auch kein Zufall, dass 65 Prozent der Weingüter des Orcia DOC Unterkünfte in einem Agriturismo oder mit Verpflegung anbieten. Hinzu kommt, dass die meisten dieser Betriebe Freilichtmuseen gleichen, ja sogar «Landschaftsmuseen» mit einzigartigen Panoramablicken.

«Der Vino Orcia verkörpert in jedem Glas die einzigartige Schönheit unserer Region.»

Giulitta Zamperini, Präsidentin des Consorzio del Vino Orcia

Das im Februar 2000 gegründete Anbaugebiet des Orcia DOC umfasst zwölf Gemeinden südlich von Siena (Buonconvento, Castiglione d’Orcia, Pienza, Radicofani, San Quirico d’Orcia, Trequanda, Teile von Abbadia San Salvatore, Chianciano Terme, Montalcino, San Casciano dei Bagni, Sarteano und Torrita di Siena). In den Produktionsbestimmungen sind die Typologien «Orcia» (für Rotweine mit mindestens 60 Prozent Sangiovese) und «Orcia Sangiovese» (mit mindestens 90 Prozent Sangiovese) festgelegt. Beide können auch die Bezeichnung Riserva tragen, wenn die Weine 24 bzw. 30 Monate in Holzfässern und Flaschen reifen. Die DOC umfasst ausserdem einen Weisswein, einen Rosé und den Vin Santo.

Aktuell sind 153 Hektar Rebfläche deklariert, das Gesamtpotenzial umfasst 400 Hektar. Die durchschnittliche Jahresproduktion liegt bei rund 240 000 Flaschen, die von etwa 60 Weingütern in der Region produziert werden. 40 davon sind Mitglieder des Konsortiums.