Bollicine mit Potenzial

Lo Sparviere – Franciacorta DOCG Brut Millesimato

2019 | 2027 bis 2032

Der Start war etwas holprig, das Ergebnis in der Flasche ist aber umso besser: Die späte Blüte führte 2019 aufgrund einer kalten und regnerischen Periode zur Verrieselung, insbesondere beim Pinot. Mit dem Juni und Juli folgten zwei sehr trockene Monate. Die Regenfälle Ende Juli waren daher sehr wichtig und trugen dazu bei, die Probleme des Wassermangels zu entschärfen. Das Resultat ist, wie gesagt, tadellos: die Blume einladend mit Noten von Heu, Kamillentee und Zitrusfrüchten, auch Röstnoten; cremige Evolution, getragen von einer vifen Säure, Pfirsich, Zitrusfrucht und Bittermandeln im langen Nachhall.

2018 | 2026 bis 2031

Der Jahrgang zeigte sich feucht und verregnet, vor allem in den Monaten Mai, Juni und Juli. Ab der letzten Juliwoche stabilisierte sich das Wetter, und die warmen Temperaturen begünstigten die Reifung der Trauben. Das harmonische Ergebnis duftet nach Äpfeln, Kiwi und Holunderblüten; kernig am Gaumen und doch vollmundig, mit viel Croccantezza und guter Länge, Nuancen von Pfirsichen und Litschi im anhaltenden Finish. Eignet sich ebenso gut als Aperitiv wie als Begleiter zu einem kompletten Mahl.

2016 | 2026 bis 2029

2016 zählt zu einem der interessantesten Jahrgänge des vergangenen Jahrzehnts – das gilt auch für Schaumweine aus der Franciacorta. Der Austrieb begann Anfang April, und dank der sehr günstigen klimatischen Bedingungen setzte sich die vegetative Entwicklung bis zur Blüte rasch fort. Danach folgte eine Regenperiode, auch der August war recht kühl, und die Reifung verlangsamte sich erheblich. Das Resultat waren Grundweine von guter bis ausgezeichneter Qualität und ein charaktervoller Schaumwein: intrigante Nase nach Äpfeln, kandierten Früchten und Tee; im Mund cremig und linear, der Abgang fruchtig und säurebetont. Zeigt sich auch nach fast einem Jahrzehnt in perfekter Verfassung.

2015 | 2026 bis 2028

Von April bis August war die Saison 2015 die regenärmste seit langem. Die konstant hohen Temperaturen führten bei einer perfekten Traubenreife zu einer kurzen, intensiven Leseperiode. Das ausgewogene Ergebnis zeichnet sich durch ein Bouquet aus reifen Äpfeln, Tee und exotischen Früchten aus, da-hinter Brotaromen. Kompakte Textur, die Säure belebend, aber dann auch viel Saft, reife Steinobstaromen und balsamische Nuancen im Abgang. Mit seiner Geschmeidigkeit und den sehr gut eingebundenen Reifearomen hervorragend alleine, aber auch zu Gerichten der asiatischen Küche.

2013 | 2026 bis 2028

2013 zeigt sich immer mehr als Überraschungsjahrgang: Anfangs etwas unterschätzt, zeigt er erst mit den Jahren sein Potenzial. Das Jahr zeigte sich kühl und regenreich, doch es wird als das Jahr einer verspäteten Weinlese im September – statt des üblichen Augusts – in Erinnerung bleiben. Schon die Grundweine zeigten sich – ebenso wie später die Schaumweine – von ihrer eleganten, klassischen Seite. Zarte Perlage, leicht gereiftes Goldgelb, dann in der Nase Noten von reifen Aprikosen, Pfirsichen, Kräutern und Brioche; im Mund saftig, perfekt ausbalanciert, exotische Früchte, Kräuter und Honig im facettenreichen Finish. Hervorragend gereift!