Statt kompletter Abstinenz

«French January» ruft zu bewusstem Genuss auf

Text: Alice Gundlach | Veröffentlicht: 05.01.2026


Einen «goldenen Mittelweg zwischen zu viel und gar nichts» fordert die französische Branchenverband Vin & Societé und hat deshalb – als Reaktion auf den «Dry January» – den «French January» ausgerufen. Ein gleichnamiges Manifest hat der Verband nun veröffentlicht.

Gemässigt und in Gesellschaft geniessen

Darin heisst es:  «Mit dem French January verteidigt die Weinbranche eine offene und verantwortungsvolle Vision der französischen Lebensart, ohne Diktate und Werturteile.» Weiter schreibt der Weinverband: «Der French January ist der Monat, in dem wir lieber geniessen, als uns etwas zu versagen. Es ist eine Entscheidung zur Mässigung und Geselligkeit – eine typisch französische Art, die Gesellschaft anderer zu geniessen.»

Das Manifest betont aber auch, dass man die Entscheidung des Einzelnen respektiere, keinen Alkohol zu trinken.

Verband der französischen Weinbranche

Dem Verband Vin & Societé gehören rund 500.000 Akteure der französischen Weinwirtschaft an. Das Ziel der 1995 gegründeten Gemeinschaft ist es, die kulturelle Bedeutung des Weins zu fördern und gleichzeitig durch Prävention und Bildung einen verantwortungsbewussten Weinkonsum zu unterstützen.

Trend aus Grossbritannien

Der Dry January in seiner heutigen Form stammt ursprünglich aus Grossbritannien und wurde 2013 von der Organisation Alcohol Change UK ins Leben gerufen. Heute hat es sich durch die sozialen Medien zu einem weltweiten Trend entwickelt, nach den Feiertagen zum Jahreswechsel einen Monat lang freiwillig auf Alkohol zu verzichten.

 

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