Spaniens Rebfläche schrumpft
Erstmals unter 900.000 Hektar

Text: Alice Gundlach | Veröffentlicht: 17.02.2026
Auch im Land mit der grössten Anbaufläche sinkt die Weinproduktion: Die Rebfläche in Spanien ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1980 gesunken. Das teilt die spanische Weinbau-Organisation OIVE mit. Drei Anbaugebiete verzeichneten aber ein kleines Plus.
Die gesamte Rebfläche Spaniens belief 2025 sich laut Zahlen des Landwirtschaftsministeriums auf 889.470 Hektar. Das entspricht 2,4 Prozent weniger als im Vorjahr und einen Rückgang von 45,9 Prozent seit Beginn der Erhebungen. Seitdem hat sie auch erstmals einen Wert unter 900.000 erreicht.
Rückgang entspricht der Rebfläche Frankreichs
Der Rückgang seit 1980 entspricht etwa 753.000 Hektar – das ist so viel wie die gesamte derzeitige Rebfläche Frankreichs, oder auch mehr als das Siebenfache der ganzen deutschen Rebfläche.
La Mancha immer noch die Grösste
Das grösste Anbaugebiet Spanien bleibt Kastilien-La Mancha, obwohl es zuletzt wieder 3 Prozent seiner Rebfläche einbüsste. Es nimmt aber immer noch 47,5 Prozent der spanischen Weinbaufläche ein.
Castilla y León überholt Extremadura
Das zweitgrösste Gebiet ist Castilla y León – aber erst seit letztem Jahr, denn es verzeichnete einen kleinen Anstieg der Rebfläche (1,2 Prozent) und liegt nun vor der Extremadura, das 5,4 Prozent verlor. Die beiden anderen Anbaugebiete, die – gegen den Trend – ein kleines Wachstum verzeichnen konnten, waren Andalusien (+1 Prozent) und Rioja (+0,2 Prozent).
Fünf Gewinner in den letzten zehn Jahren
Die Gewinner der letzten zehn Jahre in Bezug auf Grösse der Rebfläche waren den Zahlen der OIVE zufolge Castilla y León, Katalonien, Rioja und in einem kleinen Umfang die Balearen und Kantabrien. Alle anderen Regionen verloren in dem Zeitraum an Anbaufläche.