5 Klischees über...

«Griechischer Wein ist süss und harzig»

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Griechischer Wein hat mit Vorurteilen zu kämpfen. Kannte man in den 1970er/1980er Jahren hauptsächlich billigen, harzigen Retsina ohne jede Finesse, süssen Imiglykos und schwere, kantige Rotweine, trumpfen heute hochwertige Weine aus autochthonen Sorten auf.

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«Es gibt nur süsse Weine»

Das war mal so. Heute stehen auch in Griechenland trockene Weine im Fokus. Der unbeschwert süsse Imiglykos ist ein traditioneller Wein, der heute hauptsächlich regional nachgefragt wird und als weniger prestigeträchtig gilt.

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«Retsina sind immer ruppige, preisgünstige Tafelweine»

Geharzte Weine wie Retsina galten lange Zeit als «der» griechische Wein, waren aber meist einfache Weine, die mit Harz aufgepeppt wurden. Die modernen Retsina sind subtiler und bringen eine feine, ausgewogene Harznote ins Glas.

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«Es existieren nur Stillweine»

Klein, aber fein und noch nicht so alt ist die griechische Schaumweinproduktion. Seit Ende der 1970er Jahre wurde begonnen, Schaumweine für den regionalen Markt zu produzieren. Heute sind sie auch international sichtbar.

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«Es bleibt allein bei einheimischen Sorten»

Nein, auch wenn man das bei der Vielzahl der griechischen Rebsorten denken könnte. Es werden auch internationale Rebsorten wie Chardonnay, Sauvignon Blanc, Cabernet Sauvignon und Merlot angebaut.

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«Ist ein Partykracher»

Ja, als Song. Einer der bekanntesten deutschen Schlager ist «Griechischer Wein» von Udo Jürgens. Er widmete ihn den griechischen Gastarbeitern, die sich fern der Heimat und der Familie zu einem Glas Wein aus ihrer Heimat trafen. (nh)