Marktschau Italienische Weissweine

Weshalb Pecorino kein Käse ist!

Degustation: Ursula Geiger und Sigi Hiss, Text: Ursula Geiger

Italien ist die Schatztruhe autochthoner Sorten. Während die roten Vertreter in aller Munde sind und regelmässig bewertet und gehypt werden, laufen die Weissweine so nebenbei. Dabei verdienten sie einen Ehrenplatz im Weinolymp, schon wegen der spitzenmässigen Preis-Genuss-Ausbeute.

Autochthone Sorten gibt es in Italien wie Sand an der Adria. Adria? Dort gedeiht im Hinterland die weisse Sorte Pecorino. Ihr Name stammt von Pecora – das Schaf. Die Legende besagt, dass die Wiederkäuer im Herbst die süssen weissen Trauben naschen, die in den kleinen Rebparzellen an den Hängen des Appenin in den Abruzzen wachsen. Oder Verdicchio, der Grundstoff für die klassischen Weissen aus den Marken, die erst noch lange reifen können. So liesse sich die Liste endlos fortsetzen. Endlos war auch unser Tasting mit der sagenhaften Anzahl von 150 Mustern. Es bot uns die Chance, grossartige Entdeckungen für den kommenden Sommer zu machen, weckte die Lust auf herrliche Klassiker wie Soave, Lugana, Greco di Tufo oder Fiano d‘Avellino. An die Spitze setzten sich zwei unbekannte Weisse. Mit Bedacht werden in Custoza Garganega, Fernando, Trebbiano und Trebianello gekeltert. Teils mit Maischestandzeit und mit langem Hefelager. Der Trentiner Nosiola von Pojer e Sandri trumpft mit Leichtigkeit und animierender Säure auf. Unbedingt merken für den Sommer!

Die Verkostung

Die Muster wurden verdeckt verkostet und stammen von Weinhändlern, die dem VINUM WineTradeClub angehören und regelmässig über die Themen der Marktschau informiert werden. www.vinum.eu/wine-trade-club

Die gesamte Verkostung finden Sie hier:

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