Neue Richtlinien für «Valpolicella», «Valpolicella Ripasso», «Amarone» und «Recioto»

Neue Regeln für die grossen Weine des Valpolicella

Nach der Veröffentlichung im Amtsblatt sind die neuen Richtlinien für «Valpolicella», «Valpolicella Ripasso», «Amarone» und «Recioto» in Kraft getreten, für die Aushängeschilder des italienischen Weinbaus aus einem einzigartigen Gebiet im Veneto.

Durchgeführt wurde die Überarbeitung vom Konsortium zum Schutz der Valpolicella-Weine und umfasst vier Hauptpunkte: Der zulässige Anteil der Rebsorte Corvinone für die Produktion der DOCund DOCG-Weine des Valpolicella wurde auf 45 bis 95 % (statt bisher maximal 50 %) erhöht; für die Produktion von Amarone della Valpolicella DOCG und Recioto della Valpolicella DOCG müssen die Rebstöcke nun ein Mindestalter von vier Jahren statt bisher drei Jahren aufweisen; Schraubverschlüsse dürfen auch für Valpolicella mit Spezifizierungen und/oder Zusatzbezeichnungen verwendet werden; und auch neue Bestimmungen für die Produktion von Valpolicella Ripasso DOC sind in Kraft getreten, einem Wein, der für die Wirtschaft der Region zunehmend an Bedeutung gewinnt. Basierend auf den 1968 eingeführten und im Jahr 2010 zum letzten Mal überarbeiteten Produktionsrichtlinien wurden zwei Hauptpunkte in den Fokus gestellt: Die Wahrung der qualitativen Exklusivität der Weine, die Ausdruck dieses einzigartigen Anbaugebietes des Venetos sind, und die Gewährleistung der Rentabilität des Weinbaus und der Weinerzeugung – und damit der Betriebe – im Valpolicella.

Andrea Sartori, Präsident des Konsortiums zum Schutz der Valpolicella-Weine: «Die ständige Entwicklung der Märkte, die Schwankungen der Nachfrage nach Weinen unserer Herkunftsbezeichnung und der rasante Anstieg der Zahl der Rebberge der DOP Valpolicella, die in den letzten zehn Jahren um fast 30 % gewachsen sind und nun fast 8200 Hektar Weinberge umfassen, haben uns zu einer langfristigen Planung veranlasst.» Die neuen Bestimmungen seien das Ergebnis einer zunehmend auf Qualität ausgerichteten Arbeit des Konsortiums, so der Präsident, die heute ein wesentlicher Bestandteil einer weltweit bekannten Marke ist, auf der die Betriebe des Valpolicella ihren Ruf und ihre Position auf den Märkten weltweit gegründet haben. Sartori: «Die neuen Regelungen sind auch ein Anstoss für künftige Entwicklungen des Qualitätsmanagements in unserem Gebiet.»

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