Eine Reise zum Nizza DOCG

Die Rebhügel des Monferrato und Langhe-Roero – seit 2014 UNESCO-Weltkulturerbe – zählen zu den beeindruckendsten Landschaften Italiens. Zahlreiche Weingüter laden ebenso zu einem Besuch ein wie kleine Restaurants oder Trattorien zu einem Ausflug in die traditionsreiche piemontesische Küche. Für leckere Wildgerichte, Geflügel oder Rinderbraten, die durch Pilze oder weisse Trüffel aufgemotzt werden, ist dann allerdings oft kein Platz mehr, weil schon die Vielfalt der Antipasti (manchmal ein halbes Dutzend oder mehr), das Carne Cruda (rohes, feinzerhacktes Rindfleisch) oder die leckeren Nudeln – wie die klassischen Agnolotti del Plin (kleine handgemachte Ravioli) – zum Zugreifen verführen. Oder Sie probieren noch Deftigeres: wie die Bagna Cauda (eine Art Fondue, bei dem rohes Gemüse in eine warme Sauce aus Olivenöl, Sardellen und Knoblauch gestippt wird) oder die Finanziera (ein Eintopf aus Innereien).

«Wichtig ist, dass die Qualität der Oliven passt und dass nach der Ernte das Öl möglichst schnell verarbeitet wird.»

Zu all diesen Gerichten passen natürlich die Weine des Piemont hervorragend – allen voran die Barbera. La Barbera heissen die Traube und der Wein von alters her, im Gegensatz zu anderen piemontesischen Varietäten, die fast alle männlich sind. Damit wird ihrer
Unkompliziertheit und ihrer Fähigkeit Tribut gezollt, fruchtbetonte, vollmundige Weine zu ergeben, die durch die typische kernige Säure ideale Begleiter zur klassischen Piemonteser Küche sind. Die Stilvielfalt ist immens: Barbera gibt es für alle Anlässe und Tageszeiten. Gerade in den letzten Jahren macht allerdings die elegante Version von sich reden, eine reinsortige Barbera, wie sie die Nizza-Winzer mit dem Nizza DOCG kreieren. Die Heimat dieses Weines liegt rund um die Stadt Nizza Monferrato in der Provinz Asti und die 17 Gemeinden rundherum. Der Nizza DOCG macht Lust auf mehr. Allein die Farbe animiert, den Wein zu kosten: Dunkles Rubinrot, nicht zu dicht, zeugt bereits von grosser Eleganz. Die Aromen erinnern an dunkle Kirschen, Zwetschgen, auch Kräuternoten, mit dem Alter – nach vier, fünf Jahren – kommen noch Tertiäraromen hinzu. Am Gaumen ist die Säure angenehm erfrischend, sanft durch den Alkohol unterstützt, das Finale fruchtig und lang. Serviert werden sollte ein Nizza DOCG – nach ausreichender Belüftung – im Burgunderglas. Und, wie gesagt, er passt am besten zur traditionellen piemontesischen Küche, aber nicht nur.

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