Als Wein-Trüffelschwein durchforstet Heiner Lobenberg unermüdlich die Weingebiete dieser Welt

Lobenbergs Entdeckungen
Underdogs und Champions

Fotos: z.V.g.

Es ist eine der Moden unserer Zeit, das Besondere, Handwerkliche, Außergewöhnliche wieder neu zu entdecken. Craftbeer-Brauer, Top-Baristas, Käseproduzenten und -affineure – sie alle werden zu neuen Local Heros und erlangen nicht selten auch überregionale Bekanntheit. Weinhändler wie Heiner Lobenberg freut diese (Rück-)Besinnung auf die Produktqualität ungemein, denn im Weinbereich hat dieser die Suche nach dem Besonderen bereits vor fast drei Jahrzehnten zu seiner Lebensaufgabe gemacht. Als Entdecker der kleinen und großen Schätze der Weinwelt ist er seit 1991 als vinophiles Trüffelschwein auf allen Kontinenten der Welt unterwegs. Manchmal geht es aber auch andersherum und der gute Wein kommt direkt zu ihm.

 

Prickelnder Besuch an der Weser

Eines Tages klingelt es in Heiner Lobenbergs Büro an der Weserpromenade. Zunächst nicht ungewöhnlich, denn hin und wieder kommt es vor, dass Kunden direkt im Büro von Lobenbergs Gute Weine ein paar Flaschen kaufen möchten. Allerdings hat er sein Ladengeschäft bereits Ende der 1990er-Jahre abgegeben, um sich persönlich voll auf den Versandhandel zu konzentrieren. Dieses Mal jedoch stand ein eloquenter Winzer aus der Champagne vor der Tür - der junge Jean Francois Clouet. Damals in Deutschland noch weitgehend unbekannt, bat er darum, sich und seine Schaumweine vorstellen zu dürfen. Clouet hatte von Lobenbergs exzellentem Ruf gehört und war sich sicher, dass er der richtige Partner für ihn sei. Sein Gespür sollte ihn nicht täuschen, denn heute - rund 20 Jahre später - sind Clouets die meistverkauften Champagner im Sortiment von Lobenbergs Gute Weine und zählen, auch dank Lobenberg, zu den bekanntesten Winzerchampagnern Deutschlands. Nur einer von unzähligen Kultwinzern, die über Lobenbergs Gute Weine den Weg nach Deutschland gefunden haben.  

 

Lobenbergs Vision vom perfekten Wein-Sortiment

Mit jedem entdeckten Winzer und Wein kommt Heiner Lobenberg der Erfüllung seiner eigenen Mission ein Stückchen näher. Er möchte mit seinem Unternehmen Lobenbergs Gute Weine das qualitativ beste, genussreichste und spannendste Wein-Sortiment Deutschlands anbieten. Genauer gesagt: Wo die meisten anderen Weinhändler aufhören, geht es bei Lobenbergs Gute Weine erst richtig los. In dem selektiven Programm tummeln sich neben zahlreichen Kultwinzern und den ganz großen Weinen dieser Welt eben auch Jungwinzer, Underdogs und Hidden-Champions. Dazu Weine aus den entlegensten Regionen der Erde, die selbst vielen Experten kaum ein Begriff sind. Es ist die leidenschaftlich zusammengestellte Symbiose aus Underdogs und Champions, die Lobenbergs Gute Weine zu einem außergewöhnlichen und völlig einzigartigen Weinhändler macht. Mehrere Tausend Weine aus der ganzen Welt zieren heute das handverlesene Programm. Jeder einzelne davon hat eine Geschichte und Lobenberg wird nicht müde sie zu erzählen.

 

Gefunden, ohne zu suchen

Der Weg zu einem der interessantesten Weinangebote Europas liegt dabei nicht immer auf der Hand und führt nicht selten über zahlreiche Umwege und genussreiche Zufälle. Die allermeisten Weine im Sortiment haben eine ganz eigene Entdeckungsgeschichte. So auch diese, die aus der diesjährigen Reise nach Norditalien resultierte.

Neben Bordeaux ist das Piemont Lobenbergs zweites Wohnzimmer. Ziel waren aber nicht die viel bereisten grünen Hügel um die berühmten Gemeinden Barolo und Barbaresco, sondern das abgelegene Hochland des Alto-Piemonte. Diese Region ist reich an Geschichte und Tradition, zählte sie doch einst zu den führenden Weinregionen des italienischen Nordens und war lange mehr als nur auf Augenhöhe mit dem Piemont. Der Klimawandel hat seine wärmenden Hände im Rücken dieser kühleren Hochlagen ausgebreitet und die neue Niederlassung von Winzerstar Roberto Conterno (vom Kultweingut Giacomo Conterno) hat dem Alto-Piemonte sogar einen gewissen Glamour eingehaucht. Auch Paolo de Marchi vom berühmten Chianti-Weingut Isole e Olena stammt aus einer kleinen Gemeinde im Alto-Piemonte, dem Dörfchen Lessona. Von diesen heute weitgehend unbekannten Weinen gab es gerade noch zwei Hektar, als Familie de Marchi hier ihre alte Familien-Azienda rekultivierte, in der Sohn Luca de Marchi nun sogar lebt. Man könnte gut meinen, dass es hier um die Entdeckung dieser beiden Alto-Piemonte-Projekte berühmter italienischer Winzer ginge, doch weit gefehlt. Die sind längst in Lobenbergs Programm. Als großer Champagner-Fan empfing der De Marchi-Spross Heiner und Luca Lobenberg nicht mit einem duftigen Nebbiolo, sondern einem hervorragenden Lagen-Champagner vom aufstrebenden Talent Bérêche. Mit dem gut nach Frankreich vernetzten Sohn der Chianti-Dynastie sind die Weichen für eine Kontaktaufnahme schnell gestellt - und Lobenbergs haben wieder einen aussichtsreichen Anwärter für das spannendste Sortiment Deutschlands hinzugewonnen.

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