Die zeitlose Eleganz Siziliens

Duca di Salaparuta

Fotos: Benedetto Tarantino / z.V.g.

Die Duca di Salaparuta Group ist einer der renommiertesten Weinbaubetriebe Siziliens und nennt drei der grossen Marken des italienischen Weinbaus sein Eigen: Corvo und Duca di Salaparuta – beide 1824 gegründet – und Florio aus dem Jahr 1833. Während Florio dem Marsala vorbehalten ist und Corvo sich der ganzen Vielfalt der sizilianischen Weine widmet, konzentriert sich Duca di Salaparuta auf Terroirweine aus drei der bedeutendsten Anbauzonen der Insel.

Aushängeschild und  ikonischer Wein von Duca di Salaparuta ist aber der Duca Enrico – ein Rotwein von zeitloser Harmonie, der bereits 1984 als erster sizilianischer Nero d´Avola reinsortig kreiert wurde. Duca Enrico ist eine Selektion der auf dem Buschbäumchen gezogenen Trauben der Tenuta Suor Marchesa im zentral-östlichen Teil Siziliens: Der Wein reift 18 Monate in kleinen Eichenholzfässern, um sein Potenzial zu entwickeln, vereint Noten von Schwarzkirschen und Beeren mit balsamischen Komponenten, Struktur und Tiefe mit grosser Eleganz.

Die Weinmacherin Barbara Tamburini kümmert sich seit dem Jahrgang 2017 um diesen zeitlos-eleganten Wein und die übrigen Spitzenweine der drei Tenute von Duca di Salaparuta: Suor Marchesa in Riesi im zentral-östlichen Teil der Insel, Risignolo in Salemi im Westen and Vajasindi an den Hängen des Ätna. Auf diesen speziellen Böden keltert Duca di Salaparuta die traditionellen Rebsorten dieser Anbauzonen - Nero d´Avola, Nerello Mascalese und Grillo - aber auch ungewöhnliche Trauben wie zum Beispiel Vermentino (in der Tenuta Suor Marchesa) oder Pinot Noir am Ätna.

In Salemi, in der Provinz Trapani im Westen Siziliens, hat Weinbau eine lange Tradition: Risignolo, das Duca-Gut, liegt inmitten der sonnendurchfluteten Landschaft, in der weisse Rebsorten wie Grillo und Insolia ihr perfektes Habitat gefunden haben. So entsteht auf Rebbergen in 300 Metern Meereshöhe zum Beispiel der Kados, eine rund 40 Tage in Holz vergorener reinsortiger Grillo.

Die Tenuta Suor Marchesa hingegen liegt auf einem weichen, vom Wind umwehten Hügel im Herzen Siziliens. Hier wird Nero d´Avola seit Jahrhunderten angebaut. Die Rebberge dehnen sich über rund 127 Hektar auf silziumhaltigen Kalkböden aus, in denen die Reben tief wurzeln können. Neben dem Duca Enrico wird hier auch der Passo delle Mule produziert, ein reinsortiger Nero d´Avola, der zehn Monate im Eichenfass reift.

Die Tenuta Vajasindi schliesslich liegt am Ätna, dem höchsten aktiven Vulkan Europas: In der Contrada Passopisciaro in Castiglione della Sicilia werden 21 Hektar Land kultiviert. Die Rebterrassen liegen auf 700 bzw. 620 Metern Meereshöhe und werden von Trockensteinmauern gestützt. Hier wird unter anderem der Làvico produziert, ein reinsortiger Nerello Mascalese, der erst Ende September, Anfang Oktober ausreift und die Basis eines fruchtbetonten Weines mit perfektem Tannin-Säure-Gerüst darstellt, der 12 Monate in kleinem Holz reift. Sciaranèra und Duca Nero hingegen sind reinsortige Pinot Nero-Interpretationen des Ätna: Der Sciaranèra ein fruchtbetonter, würziger Rotwein, der Duca Nero ein eleganter Schaumwein nach der Charmat-Methode.

Duca Enrico 2015

2021 bis 2025

2015 folgte einem regnerischen Winter und einem durchwachsenen Frühling ein heisser Sommer, in dem Nero d'Avola perfekt ausreifen konnte: In der Nase Aromen von Schwarzkirschen, Lakritze und Tabak, gefolgt von Noten von Veilchen und Rosen; überzeugend das samtige Tannin-Säure-Gerüst, kraftvoll mit würzigen Fruchtaromen das Finish.

Duca Enrico 2016

2022 bis 2027

Der Jahrgang war geprägt von wenig Niederschlag und niedrigen Durchschnittstemperaturen, die Lese wurde daher erst in der zweiten Hälfte des Oktobers beendet: Einladende Blume nach frischem Steinobst und roten Beeren; auch Nuancen von Weihrauch und Eukalyptus; ausgewogene Textur mit spürbarer Säure und robustem Tannin, das Finale jugendlich und mit Potenzial.

Duca Enrico 2017

2023 bis 2029

Ein trockenes Jahr mit wenig Regenfällen, in dem die ur-sizilianische Traube Nero d´Avola ihr ganzes Potenzial ausspielen konnte: Noch sehr jugendlicher Auftritt mit opulenten Noten von reifem Steinobst, auch balsamische Komponenten; am Gaumen elegant, aber auch mit Struktur, Tannine und Säure in Harmonie, vereint Charakter und Schliff. Sollte reifen.

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