Nizza DOCG
Terroirweine aus dem Monferrato
Fotos: z.V.g.

Der Nizza DOCG wird auch gerne Grand Cru der Barbera genannt. Die piemontesische Rebsorte hat in 18 Gemeinden rund um die Stadt Nizza Monferrato ihr ureigenes Habitat gefunden und bringt elegante, zum Teil sehr langlebige Weine hervor.
Im Jahr 2002 fand sich eine Gruppe engagierter Barbera- Produzenten zur Associazione Produttori del Nizza zusammen, um die Besonderheiten des Anbaugebietes rund um die Stadt Nizza Monferrato hervorzuheben, in dem besonders elegante, langlebige Weine entstehen.
So wurde aus der Unterzone Nizza im Anbaugebiet der Barbera d’Asti, die bereits seit 2000 besteht, mit der Lese 2014 das Nizza DOCG als geografische Ursprungsbezeichnung. Nur etwas mehr als zehn Jahre später werden aktuell mehr als eine Million Flaschen produziert, Tendenz steigend. Ein eigenes unabhängiges Schutzkonsortium soll noch im Jahr 2026 – als weiterer Schritt zur Autonomie – offiziell die Arbeit aufnehmen.
Das Gebiet des Nizza DOCG erstreckt sich im Monferrato über 18 Gemeinden in Hügellagen, die mit unterschiedlichen Mikroklimata die Voraussetzungen für grosse Weine aus der Barbera-Traube bieten. Diese Vielfalt der Mikroklimata macht das Besondere am Nizza DOCG aus: Die Böden variieren von vorherrschend sandigen in Vinchio und Mombaruzzo über lehmige in Nizza Monferrato und Calamandrana bis hin zu schiefrigen Lagen in San Marzano.
Die Rebberge des Nizza liegen in einer Meereshöhe zwischen 150 und 350 Metern in Hügellagen in südlicher Position. Die Pflanzdichte muss mindestens 4000 Rebstöcke pro Hektar umfassen. Der maximale Ernteertrag beträgt 7 Tonnen pro Hektar für Nizza und Nizza Riserva beziehungsweise 6,3 Tonnen pro Hektar für Nizza Vigna und Nizza Vigna Riserva. Für Nizza und Nizza Vigna beträgt die Lagerzeit 18 Monate, davon 6 Monate in Holz, für Nizza Riserva und Nizza Vigna Riserva 30 Monate, davon 12 Monate in Holz. Ein Nizza DOCG ist stets ein reinsortiger Barbera. Je nach Lage, Mikroklima und Philosophie des Produzenten und Jahrgang gleicht aber kaum ein Wein dem anderen.
Mit Unterstützung der Associazione Produttori del Nizza wurden die aktuellen Annata- und Riserva-Jahrgänge bis 2015 verkostet, die auch das Alterungspotenzial des Nizza DOCG demonstrieren. Ausgewogen und dicht der Jahrgang 2020, kraftvoll und mit Alterungspotenzial der 2021er, das trockene Jahr 2022 schliesslich mit überraschend viel Frische – dank der charakteristischen Säure der Barbera.
Best of Nizza DOCG - Top 10
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