Gebackener Hokkaido-Kürbis

Es herbstet, draussen wird es zunehmend dunkler, kühler, ungemütlicher, und wir rücken gerne näher zusammen. Warum nicht ein vorgezogenes Valentinsfestmahl im grauen November? Zu zweit in orange leuchtendem Kürbis und der schmeichelnden, wärmend cremigen Würze von Pilzen und südlichen Kräutern schwelgen? Natürlich lässt sich dieses Rezept auch mit kleineren Kürbissen in Einzelportionen servieren, aber uns gefällt die romantische Vorstellung des gemeinsamen Essens aus einem Teller beziehungsweise Kürbis... Nicht direkt aus dem Ofen servieren, sondern ein wenig abkühlen lassen, damit sich die Aromen besser entfalten. Und dann braucht es nur noch Löffel und den Wein Ihrer Wahl!

Zutaten für 2 Portionen:

1 Hokkaido-Kürbis, gut 1 kg | 15 g getrocknete Spitzmorcheln | 15 g getrocknete Herbsttrompeten | 3 EL Olivenöl | 1 EL Rosmarinnadeln | Salz | Pfeffer | 1 mittlere Zwiebel | 25 g Butter | 8 cl Madeira | 200 ml Sahne |1 Spritzer Worcestersauce | 1 reichliche Handvoll frische Salbeiblätter | Öl zum Frittieren

Zubereitung

Die Pilze kalt abspülen und 30 Minuten in Wasser einweichen. Den Kürbis waschen und in kochendem Salzwasser 3 bis 5 Minuten vorgaren. Herausnehmen, etwas abkühlen lassen. Je nach Form den Kürbis eventuell unten für einen besseren Stand ganz leicht flach schneiden, oben ein knappes Drittel als Deckel abschneiden. Mit einem Löffel die Kerne und das umliegende weiche Gewebe herausschaben.
Inwendig kräftig salzen und pfeffern, mit 2 EL Olivenöl beträufeln und mit dem etwas zerbröselten oder grob gehackten Rosmarin ausstreuen. In eine feuerfeste Form setzen, den Deckel auflegen und den Kürbis von aussen mit dem restlichen Olivenöl beträufeln. Im vorgeheizten Ofen 30 Minuten bei 160 °C backen, bis er weich ist und zu bräunen beginnt, aber noch nicht zusammenfällt.

Das Frittieröl erhitzen und die Salbeiblätter darin knusprig garen, auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Die Pilze im Einweichfond 5 Minuten leise köcheln, abschütten. Die Zwiebel fein würfeln und in der Butter glasig anschwitzen, die Pilze dazugeben und 5 Minuten mitbraten, salzen und pfeffern. Den Madeira dazugiessen und nahezu einkochen, dann die Sahne unterrühren und nochmals etwas einkochen. Mit der Worcestersauce abschmecken.

Das Pilzragout in den Kürbis füllen und dabei vorsichtig mit dem Rosmarinfond mischen, der sich während des Backens gebildet hat. Den Salbei darüberstreuen, den Deckel halb schräg aufsetzen, servieren, mit weissem, krustigem Brot, wenn so gewünscht.

TIPP
Von den kleineren, geschmacksintensiven Kürbissorten (die in der englischsprachigen Welt «Squash» genannt werden, während die grossen wässerigen «Pumpkin» heissen) ist der leuchtend orange Hokkaido der am weitesten verbreitete und am vielfältigsten einsetzbare. Seine Schale ist essbar und wird beim Kochen weich, während der längliche Butternutkürbis und der dunkelgrüne, aromatische Muskatkürbis geschält werden müssen. Spaghettikürbis halbiert und dämpft man am besten, das Fleisch zerfällt dann in spaghettiartige Fasern. Ungeniessbare (Zier-)Kürbisse erkennt man am bitteren Geschmack. Und wer in Sizilien auf dem Markt Tenerumi findet, die jungen Blätter und Triebe des Schlangenkürbisses:
mit Olivenöl und Zwiebeln anschwitzen, ein paar Tomaten dazu, Catarratto ins Glas!

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