ASI-Sommelier-Weltmeisterschaft im Oktober
Mikaël Grou vertritt die Schweiz

Text: Alice Gundlach | Veröffentlicht: 01.07.2026
Im Oktober wird in Lissabon der beste Sommelier der Welt gekürt – der Schweizer Kandidat steht nun fest. Mikaël Grou, Chef-Sommelier im Four Seasons Hôtel des Bergues in Genf, setzte sich im Schweizer Vorentscheid der weltweiten Sommelier-Organisaition ASI in Crans-Montana durch.
Zulassung streng limitiert
Zu der Auswahl waren nur Sommeliers zugelassen, die bereits ein Finale auf nationaler Ebene bestritten haben und sehr hohen technischen und professionellen Anforderungen genügen. Mikaël Grou, der bereits den Titel «Bester Sommelier der Schweiz 2025» trägt, gewann dabei knapp vor dem Master Sommelier Tony Lécuroux.

Realer Service als praktische Prüfung
Der Schweizer Vorentscheid wurde organisiert unter der Federführung von Paolo Basso, Nationalpräsident des ASSP und Bester Sommelier der Welt 2013. Die praktische Service-Prüfung fand unter realen Bedingungen im Rahmen eines Gourmetservices statt. Austragungsort war das Restaurant Substance der Hotelfachschule Les Roches Global Hospitality University in Crans-Montana.
Dabei handelte es sich nicht um eine inszenierte Prüfungssituation, sondern um einen tatsächlichen Service auf hohem Niveau. Jede Handlung, jede Empfehlung und jede Entscheidung wurde unter Bedingungen beurteilt, die dem beruflichen Alltag entsprachen.
Weinpersönlichkeiten als Gäste
Zu den Gästen, die es zu bewirten galt, zählten führenden Persönlichkeiten aus der Schweizer Weinbranche und auch Mitglieder der Geschäftsführung der Schweizer Weinwerbung Swiss Wine.

Training wie ein Spitzensportler
Jetzt geht es für Mikaël Grou in eine heisse Phase. «Die Vorbereitung auf eine Sommelier-Weltmeisterschaft erfordert Zeit, Disziplin, Strenge, konstantes Training sowie ein ausserordentliches persönliches und berufliches Engagement. Ein Weg, der dem eines Spitzensportlers vergleichbar ist», erklärte der Schweizer Sommelier-Verband ASSP.