5 Klischees über...
«Alte Rebstöcke sind immer besser»
Foto: GettyImages / Rachid Dahnoun

Steht Vieilles Vignes, Old Vines oder eben auf Deutsch Alte Reben auf dem Etikett, sind die Erwartungen an den Wein hoch. Doch sind die Weine immer besser, wenn sie von alten Reben stammen? Und ab wann kann man eine Rebe alt nennen?
01
«Alte Reben sind immer richtig alt»
Nein, es gibt keine gesetzliche Regelung, ab wann ein Winzer seine Reben als «alte Reben» bezeichnen kann. Sie können 25 Jahre alt sein, aber auch 50, 75 oder über 100 Jahre.
02
«Je älter, desto besser»
Nicht das Alter ist entscheidend: Wenn ein Rebstock nicht gepflegt wird, wird er auch mit zunehmendem Alter keine guten Trauben hervorbringen.
03
«Wein von alten Reben ist per se sehr gut»
Nein, es gehört immer noch das Können des Winzers dazu, aus den Trauben einen guten Wein zu bereiten. Es kann auch im Keller noch etwas schiefgehen.
04
«Alte Reben liefern schwere, kräftige Weine»
Auch wenn die Konzentration und Aromatik höher sind, weil die Trauben kleiner werden, je älter der Rebstock ist, muss der Wein nicht schwer und kräftig sein. Klima, Boden und Arbeit im Keller beeinflussen das Ergebnis in der Flasche ebenso.
05
«Weine von alten Reben sind immer teurer»
Die Bewirtschaftung alter Reben ist aufwändiger und der Ertrag niedriger als bei jüngeren Reben. Das kann sich auf den Preis auswirken.