Barbera, Grignolino & Co. und das Nizza DOCG

Vergessenes Piemont

Text: Christian Eder, Foto: Sabine Jackson

Barbera, Grignolino & Co.

Das Gebiet des UNESCO-Weltkulturerbes Monferrato im Herzen des Piemont ist reich an eigenständigen Traubensorten, der Basis grosser Weine. Herrscherin der Rebberge in dem ausgedehnten Anbaugebiet in den Provinzen Asti und Alessandria ist die Barbera. Die Traube ist die Basis von fruchtig-frischen Weinen ebenso wie von gereiften langlebigen Kreszenzen. Barbera ist die wichtigste Rebsorte des Piemont: Rund 30 Prozent der insgesamt 46000 Hektar Rebfläche sind mit dieser Traube bestockt. Drei DOCG-Zonen sind ihr gewidmet: Nizza DOCG, ein eigenständiges Anbaugebiet rund um die Stadt Nizza Monferrato, das DOCG Barbera d’Asti, das sich über das gesamte Monferrato erstreckt, und das DOCG für Barbera del Monferrato Superiore. Ein weiteres DOCG ist dem Ruchè di Castagnole Monferrato gewidmet, der rund um die gleichnamige Stadt aus der autochthonen Rebsorte Ruchè produziert wird. Darüber hinaus gibt es noch neun weitere DOC-Gebiete und als jüngsten Zuwachs das DOCG Terre Alfieri nahe Asti für Arneis und Nebbiolo.

Das Konsortium der Weine Barbera d’Asti und Monferrato hat heute mehr als 200 assoziierte Weingüter, Betriebe jeder Grössenordnung, die die ganze Palette der Weine des Monferrato in den Hügeln rund um die Städte Asti und Casale Monferrato produzieren.

www.viniastimonferrato.it

Nizza DOCG

Mit dem Jahrgang 2000 wurde Nizza als Unterzone der Barbera d’Asti DOC Superiore anerkannt, mit dem Jahrgang 2008 erhielt es das DOCG zuerkannt, und mit dem Jahrgang 2014 wurde das Ursprungsgebiet Nizza DOCG – auch für die Typologien Riserva und Vigna – eingeführt. Die Rebberge des Nizza liegen in einer Meereshöhe zwischen 150und 350 Metern in Hügellagen in südlicher Position. Die Pflanzdichte muss mindestens 4000 Reben pro Hektar mit einem maximalen Ernteertrag von sieben Tonnen (für Nizza und Nizza Riserva) beziehungsweise 6,3 Tonnen pro Hektar (für Nizza Vigna und Nizza Vigna Riserva) umfassen.

Für Nizza und Nizza Vigna sieht das Reglement eine Lagerzeit von 18 Monaten vor, davon sechs Monate in Holz. Für Nizza Riserva und Nizza Vigna Riserva eine Lagerzeit von 30 Monaten, davon zwölf Monate in Holz.

Das Potenzial der Barbera d’Asti, die im Gebiet des Nizza DOCG produziert werden kann, liegt bei 720 Hektar, 50400 Doppelzentner Wein beziehungsweise 4,5 Millionen Flaschen werden produziert. Derzeit werden rund 200 Hektar für die Produktion von Nizza DOCG genutzt. 

www.ilnizza.net

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