Leichte Steigerung gegenüber 2019

Deutsche Winzer erzeugten 2020 8,41 Millionen Hektoliter Wein und Most

Text: Linus Bauer | Veröffentlicht: 1. April 2021


Im Jahr 2020 ist die Weinerzeugung in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent auf 8,41 Millionen Hektoliter angewachsen, dies meldet das Statistische Bundesamt Destatis. Damit haben die Winzerinnen und Winzer 187‘500 Hektoliter Wein und Most mehr erzeugt als 2019. Im Vergleich zum Sechsjahresmittel von 2014 bis 2019 falle das Volumen allerdings um 4,8 Prozent niedriger aus.

Trockener Sommer, ungleich verteilte Niederschläge

Grund für die unterdurchschnittliche Menge sei der dritte sehr trockene Sommer in Folge. Auch die Niederschläge waren gemäss Destatis sehr ungleich verteilt. Statt mit Quantität könne der Jahrgang 2020 mit Qualität überzeugen. Der Anteil an Prädikatswein betrage 32 Prozent (2,72 Millionen Hektoliter), 64 Prozent der gesamten Menge seien als Qualitätswein einzustufen (5,36 Millionen Hektoliter). Nur vier Prozent fallen in die Kategorie Wein oder Landwein (326'300 Hektoliter). Weisswein mache einen Anteil von zwei Dritteln aus, Rotweine und Rosé einen Drittel.

Den Löwenanteil steuerte das Weinbaugebiet Rheinhessen mit 2,53 Millionen Hektoliter bei. Auf Platz zwei folgte die Pfalz mit 1,75 Millionen Hektoliter. Die beiden grossen Gebiete allein seien für mehr als die Hälfte der deutschen Weinerzeugung verantwortlich. Die Mosel lande mit 1,42 Millionen Hektolitern Wein und Most auf dem dritten Rang. Dahinter folgen Baden (1,09 Millionen Hektoliter) und Württemberg (744'200 Hektoliter).

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