Unique Wineries of the World

Weingut Nadine Saxer

Fotos: z.V.g., Free Vector Maps

Frauenpower
im Weinland

Produziere gute Weine und gib ihnen klare Botschaften! Mit dieser Philosophie beweist Nadine Saxer, dass man sogar mit dem von anderen Winzern verschmähten Riesling-Silvaner neue Erfolgsgeschichten schreiben kann. Bei Nadine Saxer jedenfalls ist die Nachfrage nach ihrem «R x S» inzwischen so hoch, dass sie die Sorte fleissig neu anpflanzt. Kein Wunder, denn der Wein verführt mit zarten Aromen von Agrumen, Pfirsich und einer traubigen Würze. Auch im Gaumen zeigt er viel zarten Fruchtschmelz und Eleganz.

«Produziere gute Weine und gib ihnen klare Botschaften.»

Nadine Saxer

Und so ist denn auch der Name, den die 42-jährige Winzerin diesem Wein gegeben hat, ein selbstbewusstes, vor allem aber folgerichtiges Bekenntnis: Nobler Weisser, nicht mehr und nicht weniger steht da auf der Flasche. Auch andere Weinnamen wie Nobler Blauer (eine Pinot-Noir-Auslese) oder Der Besondere (eine Assemblage aus Gamaret und Pinot Noir) wecken auf suggestive Weise die Erwartungen der Weinliebhaber.

Nach dem Abschluss einer kaufmännischen Ausbildung und diversen Praktika in der ganzen Schweiz wurde Nadine Saxer sehr schnell von der Leidenschaft für Wein gepackt – und wollte diese zum Beruf machen. Als Winzertochter von klein auf mit Reben und Wein verbunden, trägt sie seit jeher das «Winzergen» in sich. Während der Önologie- Ausbildung in Wädenswil lernte sie ihren Mann, den Winzersohn Stefan Gysel, kennen, mit dem sie ihr Weingut heute erfolgreich führt und drei Töchter hat. Bei der Übernahme der Domäne im Jahr 2011 konnte Nadine Saxer auf der soliden Vorarbeit aufbauen, die ihr Vater Jürg Saxer geleistet hatte. Als dieser 1991 aus dem Thurgau nach Neftenbach kam, um ein eigenes Weingut zu gründen, hielten ihn einige für verrückt, aber in den folgenden 20 Jahren entwickelte er seinen Betrieb zu einer Vorzeigedomäne im Zürcher Weinland.

Klare Visionen zu entwickeln und konsequent umzusetzen, ist eine Stärke der Familie Saxer. Dies zeigte sich dann vor allem im Jahr 2015, als Nadine Saxer gewissermassen offiziell den Betrieb übernahm und diesem gleich ganzheitlich einen neuen Kick bescherte. Etwa mit einem kühn in den Weinberg hineingesetzten Neubau, bestehend aus einem Degustationslokal mit modernem, nordischschlichtem, aber warm anmutendem Ambiente sowie dem neuen Barrique-Keller, den sie liebevoll als Schatzkammer bezeichnet, der mit seinem bronzefarbenen Touch durchaus an einen zeitgenössischen Weintempel erinnert. Aber auch die CI des Betriebes wurde komplett neu lanciert, mit neuem Etikettendesign, neuer Website und neuem Namen. Von einem Tag auf den anderen war das Weingut Jürg Saxer Vergangenheit und das Weingut Nadine Saxer dafür Gegenwart und Zukunft.

«Was ich mit meinen Weinen anstrebe, ist eine klar herausgearbeitete Fruchtfülle in Verbindung mit Eleganz, Charme und Frische», sagt Nadine Saxer. Tatsächlich ist diese Stilistik in allen ihren Weinen erkennbar. Die Klimaerwärmung hat ihr dabei geholfen. Selbst der Merlot verheisst südlichen Charme. Die Visitenkarte in ihrem Sortiment ist aber der Sauvignon Blanc. Nadine Saxer hat die Sorte in Südafrika kennengelernt, als sie im Weingut von Paul Cluver in Elgin gearbeitet hat. Mit seiner klaren Struktur und der saftigen Säure verkörpert ihr Sauvignon natürlich in erster Linie das Neftenbacher Terroir, lässt einen dank eines Anflugs von Holunder aber auch an Neuseeland, Südafrika, sprich die grosse Welt, denken.

Drei Spitzenweine

Nobler Weisser 2019

Reichhaltige, primärfruchtige Aromatik mit Noten von Agrumen, Pfirsich, traubenwürzigen Noten. Sehr reintönig, einnehmend und klar. Im Gaumen getragen von sanfter Fruchtsüsse, Schmelz und einer angepassten Säure.

Sauvignon Blanc 2019

In der Nase noch auf vornehme Weise zurückhaltend, mit Holunderblüten, einem Anflug von Cassis und exotischer Frucht. Im Gaumen sehr fruchtbetont, dicht gewoben, reintönig. Ein Sauvignon mit Rasse und viel Klasse.

Tête de Pinot 2017

Vielschichtige, schön ausgereifte Aromatik mit Noten von Waldbeeren, Blaubeeren, Zwetschgen, dazu ein Anflug von Rauch und Leder. Im Gaumen sehr saftig und animierend, mit feinkörnigem Gerbstoff und sanfter Würze.

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