5 Klischees über...

Italienische Fruchtbombe

Foto: GettyImages / Cosimo Calabrese

Ein Klassiker, bei dem viele Profis abwinken, ist der Primitivo (auch Zinfandel oder Tribidag genannt). Sein Name, der sich auf die frühe Reife bezieht, hat seinem Erfolg nicht geschadet. Anhänger schätzen die Frucht, die sanften Tannine und den harmonischen Trinkfluss.

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«Primitivo ist immer restsüss»

Nein, nicht immer. Es gibt auch trockene Vertreter, die über ein sehr saftiges und fruchtiges Aromenspiel verfügen und daher süss wirken können.

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«Primitivo hat stets einen hohen Alkoholgehalt»

Die Frage ist: Was bedeutet «hoch»? In sonnigen und warmen Anbaugebieten wie Apulien reifen die Trauben schnell und lagern viel Zucker ein, der dann zu Alkohol wird. Als «schlanker» Primitivo gilt ein Primitivo mit 13 Volumenprozent.

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«Primitivo ist simpel»

Ein einfacher Primitivo ist dann gut, wenn er gut gemacht ist. Ein Wein, der keine intellektuellen Verrenkungen erfordert, sondern verlässlich viel Frucht und viel Volumen liefert. Und am Ende das Glas leer ist.

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«Guten Primitivo gibt es immer in einer schweren Flasche»

Nein, Gott sei Dank setzen mehr und mehr Winzer auf Nachhaltigkeit. Den schweren Flaschen haftet aber immer noch der Ruf an, einen besonders guten Inhalt zu haben. Kann sein, muss aber nicht.

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«Primitivo ist einfach ein hervorragender Pizzawein»

Ja, aber noch viel mehr. Gerichten mit Fett und Schärfe begegnet er auf Augenhöhe. Das dicke Steak vom Grill oder ein scharfes Gulasch fordern ihn heraus, aber er hält gut dagegen. (nh)