Nordamerika

Schon kurz nach der Ankunft der spanischen Seefahrer in Amerika begannen die ersten Siedler im 16. Jahrhundert im heutigen Mexiko mit dem Anbau von Wein. 1699 unterzeichnete Karl II. von Spanien ein Dekret, wonach in den Kolonien nur noch Wein für kirchliche Zwecke angebaut werden durfte. Die ersten Reben in den USA sollen von französischen Einwanderern schon Mitte des 16. Jahrhunderts in Florida angepflanzt worden sein, doch die Grundlage des heutigen Weinbau schufen franziskanische Missionare, die von Mexiko aus die Westküste der USA besiedelten und in ihren Missionen Wein anbauten. Den ersten Boom erlebte der Weinbau während des kalifornischen Goldrausch (1848 bis 1954), doch die Prohibition (1919 bis 1933) brachte die Produktion praktisch zum Erliegen. Der bis heute andauernde Aufschwung setzte in den 70er Jahren ein. Von den rund 450 000 Hektar, die heute in Nordamerika mit Reben bestockt sind, befinden sich über 70 Prozent in Kalifornien. Oregon und Washington sind weitere bedeutende Weinbau-Staaten. Doch auch in Mexiko (vor allem in der Baja California) und in Kanada (vor allem im Okanagan Valley und in Niagara Peninsula) blüht der Weinbau. Französische Sorten (vor allem Chardonnay, Sauvignon Blanc, Cabernet Sauvignon, Merlot, Pinot Noir, Syrah und Grenache) dominieren.

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