Einzelhandel macht während der Weihnachtszeit grosses Champagner-Geschäft

Briten tranken mehr Champagner während der Pandemie

Text: Fanny Urech | Veröffentlicht: 15. Januar 2021


Die Briten haben während der Pandemie deutlich mehr Champagner getrunken als im Vorjahr, insbesondere während des Lockdowns über Weihnachten. Dies zeigen die offiziellen Einzelhandelszahlen für die Champagner-Verkäufe während der Weihnachtszeit in Grossbritannien, wie The Drinks Business berichtet. Die Zeitschrift bezieht sich dabei auf Daten des Analysten Nielson.

Champagner-Absatz im Einzelhandel gestiegen – Preise ziehen mit

Der Champagner-Absatz im britischen Einzelhandel stieg während der vier Weihnachtswochen um 13 Prozent verglichen mit 2019. Damit übertraf er das Wachstum bei Schaumweinen, welche nur um 9 Prozent zulegen konnten.

Auch die Champagner-Preise schossen in Grossbritannien in die Höhe. Der Durchschnittspreis für eine Flasche Champagner im britischen Einzelhandel hat zum ersten Mal die Marke von 25 Pfund überschritten und ist im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozent auf 25,15 Pfund gestiegen.

Champagne Agents Association überrascht von den Zahlen

Andrew Hawes, Vorsitzender der Champagne Agents Association und Geschäftsführer von Mentzendorff, dem Importeur von Bollinger und Ayala Champagner in Großbritannien, zeigt sich erstaunt über diese Ergebnisse: «Der Umsatz durch Champagner ist in Zeiten der Wirtschaftskrise immer gefallen und in Zeiten der Erholung gestiegen, also haben wir erwartet, dass sich dieses Muster fortsetzt. Das hat es aber nicht", sagte er über das diesjährige Umsatzwachstum während der Coronavirus-Krise.

Umsatzwachstum könnte sogar noch grösser sein

Laut Andrew Hawes könnte das Wachstum im Einzelhandel sogar noch größer sein, als die Zahlen von Nielsen vermuten lassen. Nielsen spiegle nur die Verkäufe in den Supermärkten und einigen Fachhändler wider. Ein grosser Teil der hochwertigen Champagner-Verkäufe werde so nicht erfasst und auch Online-Shops wie Amazon kämen in der Statistik von Nielsen nicht vor.

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