Hotspot Wien

Unger & Klein

Damit ist alles Neue in Sachen Wiener Weinbars auch schon verlautbart. Bleibt das Alte, das gar nicht so alt ist, denn die neue Wiener Weinkultur ist gerade mal 30 Jahre alt, und sie begann in zwei Lokalen: der Weinbar «Vis-a-Vis» in einem Häuserdurchgang in der Inneren Stadt (mit Platz für vier Personen, die anderen 30 verteilen sich auf dem Asphalt vor dem Lokal) und dem Weinlokal «Unger & Klein», das Michaela Klein und Helmuth Unger seit Anfang 1992 führen. Das Lokal ist eigentlich eine Vinothek, die von Beginn an auch immer aussergewöhnliche und rare Weine im Sortiment hatte. Das Betreiberpaar wirft auch gerne mal einen Blick darauf, was italienische und französische Winzer Grosses und doch Preiswertes leisten. Zwar ist die «Unger & Klein»-Klientel gemeinsam mit ihren Nahversorgern älter geworden, das Jugendliche lässt man sich aber nicht stehlen, es ist ja schon in der einzigartig schönen Architektur von Eichinger oder Knechtl manifestiert.

Bei«Unger & Klein» sitzt man nach Büroschluss gerne bei einer Flasche zusammen, allzu spät wird es hier aber nie, auch wenn der offizielleLadenschluss 24 Uhr ist. Seit kurzer Zeit gibt es auch eine Miniaturdependance im Herrengassen-Hochhaus, ein Architekturjuwel der Zwischenkriegszeit.