Dossier Garda DOC

Kulinarik & Reisen

Fotos: z.V.g.

Eine Reise zur Garda DOC

Mit einer Fläche von rund 370 Quadratkilometern ist der Gardasee einer der ausgedehntesten Seen Europas. An seinen Ufern kommen Badegäste, Natur- und Kulturliebhaber und Weinbegeisterte gleichermassen auf ihre Kosten.

Das Umland des Gardasees ist reich an Kultur- und Naturschönheiten. Das beginnt bei den historischen Seestädten Saló, Sirmione (mit den historischen Terme di Catull aus römischer Zeit), Bardolino und Lazise. Auch Verona, die Stadt von Romeo und Julia, ist nicht weit entfernt: Dort lohnen die römische Arena und der Balkon der Julia einen Besuch.

In sämtlichen Städten der Region hat man die Möglichkeit, einen unvergesslichen und abwechslungsreichen Urlaub zu erleben. Wasserratten kommen ebenso auf ihre Kosten wie Kunst- und Kulturliebhaber: Für Freunde des Dichters Gabriele d’Annunzio gehört zum Beispiel seine ehemalige Villa Vittoriale in Gardone Riviera am Westufer des Gardasees zu den Pflichtterminen. Das Vittoriale umfasst die Prioria, ein grosses Museum voller Objekte aus dem Leben d’Annunzios, einen Park mit Statuen, Teichen und Gärten und ein Auditorium mit etwa 200 Sitzplätzen. Auf der Spitze des Hügels erhebt sich das Mausoleum, in dem sich das Grab des Dichters befindet.

Einer der schönsten Orte am See ist aber ohne Zweifel Sirmione, das auf einer Halbinsel in den See ragt. Das Juwel der Altstadt erreicht man nur über die Scaligerburg, die die Stadt mit einem Hafenbecken und einer Ringmauer vom Festland umschliesst. Sirmione ist bekannt für die schwefelhaltige Boiola-Heilquelle, die bereits die Römer zu schätzen wussten. Die Geschichte der Besiedlung reicht übrigens bis in die Steinzeit zurück: Bereits im 17.Jahrhundert vor Christus wurden Pfahlbauten im flachen Wasser errichtet – die noch heute zu einem Sprung ins klare Wasser animieren.

Wenn den Badebegeisterten der See im Frühling oder Herbst zu kalt ist, dann gibt es eine heisse Alternative in der Nähe des Städtchens Lazise, im Parco Termale del Lago di Garda: Im uralten Park der Villa dei Cedri sprudelt heilkräftiges schwefelhaltiges Thermalwasser aus den Tiefen in zwei Seen, in denen man bei mehr als 38 Grad Celsius herumplanschen oder gleichwohl am grünen Ufer liegen und die Sonne geniessen kann.

Das Beste aus Lago und Montagna Garda DOC

Ein schäumender Garda DOC kann in den Rebbergen des Soave-Gebietes ebenso hergestellt werden wie in Custoza, in Bardolino oder im Valtènesi, er soll ein Lebensgefühl symbolisieren, das Leichtigkeit, Stil und Schönheit kombiniert.

Er eignet sich als Aperitif wie als Begleiter für Fischgerichte oder zu hellem Fleisch, er passt zur asiatischen Küche ebenso wie zu Frittiertem. Auch eine Forelle aus dem Gardasee ist eine hervorragende Wahl, am besten auf einer Terrasse in Peschiera genossen. Eine perfekte Symbiose geht er aber mit dem Lavarello ein, idealerweise mit Knoblauch, Olivenöl und Peperoncino zubereitet. Der feine Geschmack des Lavarello harmoniert bestens mit der feinen Fruchtigkeit eines Garda DOC.

Aber wie es sich für einen Terroirwein gehört, findet der Garda DOC eine natürliche Kombination mit regionalen Spezialitäten. Zum Beispiel mit den Tortellini aus Valeggio sul Mincio, welche es in verschiedenen Varianten gibt: mit Fleisch gefüllt, mit Spinat (oder je nach Saison mit Wildspargel) und mit Kürbis. In Valeggio sul Mincio – so erzählt die Legende – wurden sie übrigens erfunden: Die klassische Version mit Fleisch heisst Nodi d’amore und soll dem Bauchnabel der Göttin Venus nachempfunden worden sein, den ein mythischer Schwerenöter einst verbotenerweise erblickte und in Tortelliniform goss.

Aber ein Garda DOC passt auch zur Küche im Hinterland des Sees: gereicht zu Bollito misto, Wildgerichten, Trüffel, aber auch zu der lokalen Sopressa, einer häufig mit Knoblauch verfeinerten delikaten Salami-Version aus der Provinz Verona, kommen deftigere Geschmäcker auf ihre Kosten. Der ideale Weinbegleiter dazu ist aber nicht schwer zu finden: Ein eleganter Garda DOC mit dem Goût de Terroir ist ein Wein für alle Fälle.

Die ausgewogene Annata 2018 brachte elegante Weine hervor, die auch reifen können, der warme Sommer 2019 sorgte hingegen für viel Charakter und Fruchtigkeit.

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