Napa Valley

Rebfläche

18 000 Hektar

Produktion

ca. 90 Millionen Liter

Top 3-Traubensorten

Cabernet Sauvignon, Merlot, Chardonnay

Weinart

Elegante Chardonnays und Pinot im Süden, voll konzentrierte Cabernets und Bordeaux-Blends im Norden

Nirgendwo sonst auf der Welt verschmilzt qualitätsorientierter Weinbau und gehobener Weintourismus in so perfekter Weise wie im Napa Valley. Deshalb mutet das Schild mit der Aufschrift «Welcome to this world famous wine growing region» am südlichen Eingang zum Tal zwar selbstbewusst, aber nicht ganz falsch an. Immerhin ist das nur 90 Autominuten nördlich von San Francisco gelegene Weingebiet nach Disneyland das beliebteste Reiseziel in Kalifornien. Cabernet Sauvignon-Crus mit oder ohne ergänzenden Bordeaux-Sorten sind die Flaggschiff-Weine des Tales. Nirgendwo sonst in der Neuen Welt gibt es so viele hochpreisige Ikon-Weine (Opus One, Dominus, Martha’s Vineyard, etc.) wie hier.

Geschichte

Schon um das Jahr 1900 herum genossen Produzenten wie Beaulieu Vineyard, Inglenook Vineyards oder die Charles Krug Winery einen hervorragenden Ruf. Der Reblaus-Einfall, die Prohibition und die Wirtschaftskrise der 30er Jahre beendeten diese erste Blütezeit. Die Renaissance begann in den 60er Jahren als Pioniere wie Robert Mondavi mit ihren Topweinen bewiesen, dass diese den berühmten Gewächsen in Bordeaux und Burgund ebenbürtig sind. Einen ungeheuren Prestigeschub brachte vor allem das legendäre «Judgment of Paris» von 1976, eine Blindverkostung mit prominenten, mehrheitlich französischen Juroren, bei welcher der Napa-Chardonnay von Château Montelena die Topcrus aus dem Burgund schlug, und sich bei der roten Serie der Cabernet von Stag’s Leap Wine Cellars gegenüber den berühmten Bordeaux-Chateaux durchsetzte. Heute werden Icon-Weine aus dem Napa Valley wie Schrader Cellars, Harlan Estate, Screaming Eagle, Opus One, Dominus und andere für Preise von 100 bis 600 Dollar gehandelt.

Klima und Boden

Infolge der Verwerfungen der hier aufeinander treffenden pazifischen und nordamerikanischen Platte gibt es über 30 verschiedene Bodentypen. Lehm herrscht vor, gegen Norden mit zunehmendem Kiesanteil. Dazu kommt Schwemmland im Talboden und vulkanisches Gestein an den Talflanken. Das Klima ist im Süden, im Einflussbereich des Pazifiks (San Pablo Bay), ausgesprochen kühl, im Norden des Tales (Oakville, Rutherford, St. Helena, Calistoga) dagegen deutlich wärmer. Trauben, die in tiefen Lagen im Einflussbereich des Küstennebels reifen, ergeben elegante Weine, in den sonnigeren Hügellagen entstehen konzentriertere Crus.

Anbaugebiete und Rebfläche

18 000 Hektar sind gegenwärtig mit Reben bestockt, das Tal ist in 16 Subregionen (American Viticultural Areas) unterteilt. AVA’s wie Los Carneros, Howell Mountain, Oakville, Rutherford oder Stags Leap District gelten als besonders prestigeträchtig. Einen geradezu legendären Ruf haben Einzellagen wie To Kalon, Inglenook oder Beckstoffer.

Weine und Produktionsmenge

Rund 600 Kellereien produzieren im Napa Valley jährlich rund 90 Millionen Liter Wein. Während im kühlen südlichen Teil des Tales (z.B. Carneros) elegante Chardonnays, Pinots und Schaumweine produziert werden, dominieren in den heissen Lagen im Norden klar die Bordeaux-Gewächse, allen voran der Cabernet Sauvignon. Auch Zinfandel, Syrah oder Sangiovese gelingen gut.

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