Die DOCa Rioja steigert ihre Weinexporte

17.10.2013 - arthur.wirtzfeld

SPANIEN (Logrono) - Spaniens Wirtschaftskrise zwingt die inländischen Erzeuger schon seit geraumer Zeit, sich um die Weintrinker in ausländischen Märkten zu bemühen. Dabei scheint Ihnen das zu gelingen. Die Exporte aus dem Rioja stiegen um 7,7 Prozent im ersten Halbjahr 2013 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres und erreichten ein Volumen von 47,7 Millionen Litern.

 

"Unser Schwerpunkt und damit die Dynamik liegt ganz klar im Export", erklärt Luis Alberto Lecea, Präsident der Winzervereinigung DOCa Rioja. Hier aus dem Rioja stammen rund 65 Prozent der spanischen Weinproduktion. "Unser Ziel ist nicht, den Marktanteil im heimischen Markt zu steigern, sondern vielmehr 50 Prozent der Weinexporte Spaniens zu erreichen", fügt Lecea hinzu.

Nach Angaben der Organisation für Rebe und Wein (OIV) ist der Weinkonsum in Spanien seit dem Jahr 2000 um ein Drittel gefallen. Die jüngeren Menschen haben sich von dem Getränk ihrer Eltern abgewendet und die Wirtschaftskrise Spaniens in den letzten Jahren hat zudem den Weinkonsum eingedämmt. "Die gute Nachricht ist, dass junge Leite, wenn Sie Wein trinken, meist Weine der DOCa Rioja bevorzugen", erklärt Lecea. "Dies ungeachtet stecken wir all unsere Energie in die Exportmärkte."

Der größte Exportmarkt der DOCa Rioja ist Großbritannien, dicht gefolgt von Deutschland. "Wir konzentrieren uns zunehmend auf den Weinmarkt in den USA sowie auch auf wichtige Schwellenländer, wie Mexiko und China", sagt Lecea.