Erlös steigt zum Vorjahr deutlich

Auktion der Hospices de Nuits-Saint-Georges

Text: Alice Gundlach | Veröffentlicht: 19.03.2026


Die diesjährige Weinauktion der Hospices de Nuits-Saint-Georges (Côte d’Or) mit Fässern des Jahrgangs 2025 hat mehr als 1,5 Millionen Euro eingebracht. Das ist zwar fast doppelt so viel wie im Vorjahr, aber weitaus weniger, als das Rekordjahr 2023 einbrachte (3,6 Millionen Euro). Bei der Auktion werden in jedem Jahr Fässer des aktuellen Jahrgangs des Weinguts der Hospices versteigert. 

Menge war 2025 höher

Dass der Erlös deutlich höher war als im Vorjahr, lag vor allem daran, dass der Jahrgang 2025 einen höheren Ertrag hatte als der 2024er. Dennoch ist auch der aktuelle Jahrgang kleiner als der Durchschnitt. 

Letzter Jahrgang von Moron

Versteigert wurden insgesamt 79 Rot- und 1,5 Weissweinfässer – alle Lose fanden einen Käufer. Eine Besonderheit des Jahrgangs: Es war der letzte, der von Jean-Marc Moron, seit 1990 für die Weine zuständig, vinifiziert wurde – er hat mittlerweile die Leitung der Produktion an Laurence Danel übergeben. Organisiert wurde die Auktion zum zweiten Mal vom Online-Weinauktionshaus iDealwine. 

Begehrteste Fässer für 47.000 Euro

Die begehrtesten Lose der Auktion gingen für jeweils 47.000 Euro an einen neuen Besitzer. Konkret handelte es sich dabei um den Nuits-Saint-Georges 1er Cru Les Saint-Georges Cuvée Hugues Perdrizet und der Nuits-Saint-Georges 1er Cru Les Saint-Georges Cuvée Georges Faiveley. An zweiter Stelle folgte der Nuits-Saint-Georges 1er Cru Les Terres Blanches, der für 34.000 Euro versteigert wurde.

Auch wieder Benefizfass

Wie in jedem Jahr wurde auch ein «Pièce de Charité» für wohltätige Zwecke ausserhalb der Hospices versteigert, das diesjährige Benefiz-Fass kam für 59.500 Euro unter den Hammer. Der Erlös geht an die Organisation «Ani’nomade», die Tier-Therapien unterstützt.

Erfolg trotz schwierigem Umfeld

Das Marktumfeld für Wein, auch aus dem Burgund, wurde zuletzt als instabil eingeschätzt. Zum einen war der Jahrgang 2025 wieder eher klein ausgefallen, zum anderen verhielten sich die Käufer zuletzt auch zurückhaltend. Unter diesen Umständen bewertete der Auktionator Cyrille Jomand den Erlös als sehr positiv. 

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