Absatz 2025

Champagner weiter rückläufig

Text: Alice Gundlach | Veröffentlicht: 21.01.2026


Im Jahr 2025 wurden weltweit 266 Millionen Flaschen Champagner verkauft. Das entspricht einem Rückgang von knapp zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Den historischen Absatzrekord hatte Champagner im Jahr 2022 erreicht. Seitdem beläuft sich das Minus auf 18,3 Prozent. Das berichtet das Comité Champagne in einer Pressemitteilung.

Vor allem Frankreich schwächelt

Vor drei Jahren hatte Champagner einen Absatz von 325,5 Millionen Flaschen in einem Jahr verbucht, so viel wie nie zuvor und auch danach nicht mehr. Der Export ging dabei vergleichsweise leicht zurück, es verlor vor allem der Heimatmarkt Frankreich, der zuletzt rund 43 Prozent des Absatzes ausmachte.

«Schaufenster der Appellation»

 «Frankreich bleibt der Referenzmarkt für Champagne – und damit eine klare strategische Priorität für die Erzeuger», hiess es in der Mitteilung des Comité Champagne. Der französische Markt sei «das Schaufenster unserer Appellation.»

Veränderte Konsumgewohnheiten und Politik

Als Grund für die rückläufigen Zahlen sieht das Comité mehrere Faktoren: veränderte Konsumgewohnheiten, ein ungünstiges geopolitisches Umfeld, aber auch die Inflation und Lagerbestandsanpassungen. Darauf wollen die Erzeuger nun mit konzertierten Aktionen antworten.

Ursprungsbezeichnung muss stark bleiben

«Mit einer starken Ursprungsbezeichnung und koordinierten Massnahmen werden wir auch weiterhin all jene Menschen auf der ganzen Welt erreichen, die grosse Weine, Festlichkeit und besondere Momente, Gemeinschaft und das Leben lieben», betonte David Chatillon, Präsident der Union des Maisons de Champagne und Co-Präsident des Comité Champagne.


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