Dossier Friaul 2020

An der Riviera des Friaul-Julisch

Fotos: Sabine Jackson

Von den goldfarbenen Sandstränden von Lignano Sabbiadoro und Grado über die felsigen Buchten des Naturreservats von Duino, wo die Klippen steil ins Meer abfallen, bis zu den römischen Ruinen der Stadt Aquileia: An der friulanischen Riviera findet man Entspannung, Naturschönheiten, Sport, Kultur und – natürlich – eine hervorragende Küche.

In der Lagune von Marano finden zum Beispiel Venusmuscheln, Meeräschen, Barsche und Aale ihr ideales Habitat, die Quellen des Karsts sorgen über den Fluss Stella für das klare kalte Wasser, das für den richtigen Mix zwischen Salz- und Süsswasser sorgt.

«Der weisse Malvasia Istriana passt hervorragend zur lokalen Fischküche.»

Fausto Ghenda

In einem der Valli – so heissen die künstlich angelegten Fischbassins, die mit der Lagune verbunden sind – von Marano bietet sich aber auch ein ungewöhnlicher Anblick: Auf den schmalen Landstreifen zwischen den Salzwasser-Becken wachsen Reihen von Reben. «Die Pflanzen kommen mit einer dünnen Schicht fruchtbaren Bodens aus, darunter ist salzhaltiger Schlamm», erzählt Fausto Ghenda. Seine Familie bewirtschaftet diese ungewöhnlichen Rebberge bereits seit Generationen, er selbst keltert heute auf etwas mehr als sechs Hektar unter anderem Malvasia Istriana, Refosco und Cabernet Franc. Gerade die Mittelmeertraube Malvasia Istriana hat zwischen den Wassern der Lagune eine Heimat gefunden und verblüfft mit mineralischer Salzigkeit und Eleganz. «Ein hervorragender Wein zur lokalen Fischküche», meint Fausto Ghenda.

Denn diese ist an der Riviera von Friaul-Julisch Venetien überall zu finden, entlang der Küstenstrasse zum Beispiel, wo Lokale und Restaurants Gerichte aus frischgefangenem Fisch und Krustentieren anbieten: Boreto a la Graisana (eine Art Fischsuppe), Seppie col Nero (Tintenfisch mit Tinte) und Sievole sotto Sal (Meeräsche, die zwei bis drei Monate unter Salz konserviert wird).

An der Strasse nach Lignano Sabbiadoro liegt auch das Gut Isola Augusta, das nicht nur die kulinarische Tradition mit eigenem Restaurant und selbst produziertem Olivenöl und Honig hochhält, sondern sich vor allem dem Weinbau widmet: Massimo Bassani und sein Sohn Jacopo pflegen dabei autochthone und internationale Rebsorten gleichermassen. Von einem Spumante Extra Brut aus Chardonnay über Bianchi aus Malvasia und Pinot Grigio und einen holzgereiften Chardonnay bis zu Pinot Nero und einem langlebigen Cabernet reicht die Palette. «Unsere Stärke sind die Böden, die grosse Ähnlichkeit mit denen im Bordeaux haben», sagt Massimo Bassani, «dadurch finden gerade internationale Rebsorten eine hervorragende Heimat.» Jüngste Entwicklung ist ein Naturwein, die Verwirklichung eines Traumes von Sohn Jacopo: Ein Blend aus der autochthonen Rebsorte Ribolla Gialla mit Pinot Grigio, 28 Tage mazeriert. Er duftet nach frischen Beeren und Blüten, vereint rassige Säure mit Schliff. «Vino Vivo» heisst er demgemäss, passend zum Motto der Kellerei.

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