Die 25 wichtigsten Weinpersönlichkeiten Deutschlands

Hanspeter Ziereisen ist Individualist und Philanthrop

Text: Carsten Henn, Harald Scholl; Foto: z.V.g.

Wer den Hof von Hanspeter Ziereisen im Markgräflerland zum ersten Mal besucht, dürfte einigermassen verdutzt dreinschauen. Ein typischer und traditioneller Mischbetrieb scheint das zu sein, wenn nur nicht die verräterischen Flaschen auf Fenstersimsen und Dachvorbauten stehen würden. Alles, was Rang und Namen hat in der Weinwelt, findet sich da, vor allem aus Frankreich. Über 50 Prozent seiner gesuchten Weine exportiert er, sein Weinstil ist gefragt.

Ziereisen macht keine Weine, er begleitet sie nach eigener Aussage, lässt ihnen im Keller alle Zeit, die sie brauchen. Grundsätzlich kommen sie erst nach zwei Jahren auf den Markt, davor liegen sie in grossen Holzfässern. Mehr nicht. Kein Abziehen, keine Filtration. Dieses gezielte Nichtstun wollen vor allem junge Winzer lernen und verstehen, das Gut ist ein gefragter Ausbildungsbetrieb. Was, so wird gemunkelt, auch am dort ausgeschenkten Anschauungsmaterial liegen könnte. Denn die Flaschen im Hof werden bei Ziereisen gemeinsam mit den Azubis getrunken. Er ist einfach ein Philanthrop.

www.weingut-ziereisen.de

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