Mallorca – Insel der alten Rebsorten

Geschmack der Zukunft

Text und Fotos: André Dominé

Die meisten Winzer auf der Baleareninsel Mallorca bekennen sich mehr und mehr zu ihrem unvergleichlichen Erbe und erzeugen zunehmend Weine mit faszinierendem Charakter.

 

Der Flieger landet früh. Ich steuere einen der Strände von Palma an. S’Arenal. Nicht viel anders als anderswo, wo man sich auf Massentourismus ausgerichtet hat. Immerhin kommen im Jahr zehn Millionen Touristen. Dennoch bleibt Mallorca attraktiv. Zum Beispiel in Cala Figuera, am südöstlichen Zipfel der Insel. Ein kleiner Fjord mit Nebenarm im Kalkgestein der Küste. Ein natürlicher Hafen für Fischerboote, kleine Segler, ein paar Motorboote. Herrliches Licht, leuchtendes klares Wasser. Zauberhaft.

Nachmittags in Palma hat Roberto Duran, bester Sommelier der Balearen 2015, eine Handvoll Winzer in der Weinbar «LaBodeguilla» zusammengetrommelt. Sie stellen ihre Experimente vor. Meine Vorfreude auf den Inselbesuch wird multipliziert. Wein-Mallorca zeigt Flagge.

Miquelàngel Cerdà wartet ausserhalb von Felanitx auf mich. Ein kompakter, schwarzhaariger Typ mit Kinnbart, der vor Energie platzt. Wir kurven in seinem schwarzen Geländewagen kreuz und quer durch das Plà i Llevant, das südöstliche Weingebiet der Insel. Über oft nur eine Spur breite Strässchen. In den von Steinmauernumgürteten Feldern wachsen Aprikosen-, Mandel-, Johannisbrot und Feigenbäume. Auf leuchtend braunrotem, eisenhaltigem Boden. Von Feigen gibt es allein 50 Sorten. Angepflanzt für Schweine, die Sobrasada liefern, die berühmte Streichwurst. Die Rebparzellen liegen weit verstreut.

Miquelàngel hält abrupt an. Wir haben seinen besten Weingarten erreicht. Dessen Trauben verursachten eine Revolution: der erste sortenreine Callet von Weltformat. «Wenn wir im Wein eine besondere Mineralität spüren, dann füllen wir ihn als Son Negre ab», verrät er. Das Abenteuer begann 1994. Zu dieser Zeit vergoren die Freunde Miquelàngel Cerdà und Pere Ignasi Obrador – damals noch gemeinsam mit Francesc Grimalt – ihren ersten Roten in einem Milchtank. Überzeugt vom Resultat gründeten sie Ànima Negra, die schwarze Seele. Ihr Àn aus Callet und bis 2001 noch mit etwas Syrah hat international Furore gemacht. Nur aus alten Weingärten stammend bleibt seine Produktion begrenzt. Dabei wollte es das dynamische Gespann nicht belassen. So erwarben Miquelàngel Cerdà und Pere Ignasi Obrador über die Jahre eine Vielzahl an Parzellen, pflanzten selbst, errichteten eine leistungsstarke Kellerei und kreierten Àn/2, die populäre Version ihres Kultweins, den überhaupt erfolgreichsten Rotwein Mallorcas. Während Miquelàngel für den fruchtig-süssen, würzigen, im Abgang frischen Roten geschickt Callet mit einem Viertel Manto Negro sowie etwas Fogoneu und Syrah assembliert, bleiben Àn und Son Negre sortenreine Callets. In neuen französischen Barriques ausgebaut, zeigen sie in der Nase eher internationales Profil, begeistern aber am Gaumen mit Vielfalt, Saftigkeit und Eleganz und reifen vorzüglich. Entgegen allen bisherigen Annahmen.

Ein verblüffender Schatz

Weinbau geht auf Mallorca auf die Karthager und Römer zurück. Nach der Rückeroberung der Insel von den Mauren 1231 erlangte er zunehmend Bedeutung. Seine grösste Verbreitung erfuhr er Ende des 19. Jahrhunderts mit 30 000 Hektar, als die Reben in Frankreich der Reblaus zum Opfer gefallen waren. Doch ab 1891 wurde er selbst von der Plage vernichtet. Der in den 1960er und 1970er Jahren sich rasant entwickelnde Pauschaltourismus brachte dem Inselwein keinen wirklichen Aufschwung. Bis heute hält er sich an billige Festlandweine. Aber damals gingen die Mallorquiner daran, ihre Weingärten erneut zu bestocken. Und zwar zunächst mit einheimischen Sorten. Es grenzt an ein Wunder, dass trotz Reblaus, Krieg und Krisen ein Schatz von 30 autochthonen Rebsorten erhalten blieb.

Im Südosten um Felanitx und Manacor ist Callet die führende Rebsorte. Verschrien wegen hoher Produktion, mangelnder Farbe, Anfälligkeit für Graufäule, niedrigen Alkohols und hoher Säure wurde und wird empfohlen, ihn mit anderen Sorten wie Cabernet, Merlot und Syrah zu verschneiden. Aber Mallorcas Spitzenwinzer sind zu seiner Ehrenrettung angetreten. So kutschieren mich auch Francesc Grimalt und seine rechte Hand Eloi Cedóvon 4Kilos vinícola zu uralten Parzellen, wo zwischen Callet auch Fogoneu wächst. Ich staune. Der Boden zwischen den Rebstöcken ist mit einer Vielzahl an Kräutern und Blumen bewachsen. «Wir pflügen die Weinberge nicht, wenn sie alt sind», erklärt Francesc. «Denn wir benutzen die vegetative Bedeckung, um das Leben der Mikroorganismen zu verteidigen.» «Aber ist das nicht zu viel Konkurrenz für die Reben», möchte ich wissen. «Im Sommer gibt es hier kein Wasser, weil es nicht regnet. Deshalb gibt es auch keine Konkurrenz um Wasser zwischen den Reben und dem natürlichen Bewuchs.»

 

«Wir konnten in die eine oder die andere Richtung gehen. Was ich nicht wollte, waren Crianzas und Reservas. Heute trage ich Hosen und morgen einen Rock, und ich fühle mich ganz anders... So machen wir zwei Weine, die das Gegenteil voneinander und zugleich komplementär sind.»

 

Bàrbara Mesquida-Moro, Winzerin in Porreres

 

Später höre ich, wie Kollegen diesen Ansatz vehement verdammen und das Sterben der Weingärten prophezeien. Bislang ist davon nichts zu merken. Im Gegenteil. Der Ertrag wird auf natürliche Weise reduziert. Was als schlechte Eigenschaft galt, erweist sich als Qualität. Die Weine vibrieren vor Energie. Moderater Alkohol, köstliche Frische, intensive, kräuterwürzige Fruchtaromen. 4Kilos, Grimalt Caballero, 12 Volts oder Gallinas & Focas – ein Projekt mit geistig Behinderten – gehören zu den wenigen Weingütern, die mit ihren Weinen echte Emotionen auslösen. Auch Elois rarer Château Paquita, mit dem er seiner Mutter nun endlich ein Schloss beschert hat. Wenn auch nur auf dem Etikett.

Luis Armero hat 1992 den Sprung ins Winzerdasein gewagt und im Stall der Schwiegereltern alles untergebracht, was es braucht, um gute Weine zu keltern. Sein Rosé Collita de Fruits ganz aus Callet kehrt die unvergleichliche Frische der Sorte hervor. Im roten Pendant aus dem Jahrgang 2012 zeigt sich die Traube mineralisch, lang und voller Charakter. Einen ausgezeichneten Callet erzeugt auch das Bioweingut Can Majoral: den dunklen S’Heretat mit viel Kraft und Saft und dem Aroma von Maraschino-kirschen. Sonst haben Callet und Manto Negro von Natur aus wenig Farbe. Aber sind die Zeiten nicht vorbei, wo wir uns von tintenfarbenen Cuvées beeindrucken liessen?

Bàrbara Mesquida hat noch immer soviel Pep wie 2010, als ich ihr zum ersten Mal begegnete. Unglaublich, was diese kleine schlanke Frau auf die Beine stellt. Mit Mesquida Mora hat sie in nur drei Monaten ihre eigene Bodega in Porreres mit 23 Hektar biodynamisch gepflegten Weingärten kreiert. «Das Einzige, was ich brauchte, waren ein Boden und ein Dach», lacht sie. So hat sie auch ihre besten zwei Rotweine genannt: Trispol, den erdigen mit mehr Struktur, und Sotìl, den schwebenden, beschwingten.

Biologisch und dynamisch

Im Osten der Insel schaue ich bei Toni Gelabert vorbei. Sein kleines, sechs Hektar grosses Gut liegt bei Manacor. Wie sein Bruder Miquel ist auch Toni ein Urgestein unter den Winzern Mallorcas. Seit 1979 kümmert er sich um Weinbau und bearbeitet seine Reben biodynamisch. Mit dem Mond zu arbeiten, hat er noch vom Grossvater gelernt. Für seine 15 Weine nutzt er auch internationale Sorten, doch auch ihm kommt es zunehmend auf einheimische an. Mit dem weissen, wunderbar vielschichtigen Torre d’es Canonge verhalf er dem fast vergessenen Giró Ros zur Wiederauferstehung. Und mit Negrede Sa Colonia von der Nordküste hat er dem Callet ein erstaunlich dunkles, rundes und dennoch frisches Denkmal gesetzt. Mitten in Manacor, umgeben von 138 Auszeichnungen, lässt mich Bruder Miquel Gelabert auch sehr überzeugenden Chardonnay und Cabernet probieren.

Aber er hat 32 weitere Sorten gepflanzt, mehrere im Versuchsanbau. «Ich spüre alten Rebsorten nach», verrät er. Mallorquiner sind ausgeprägte Individualisten.Wenige Winzer pflegen Austausch untereinander. Dennoch hat Miquel mit Bodegas Ribas den Autòcton kreiert, eine Cuvée aus sechs roten Sorten, von jeder eine Barrique. Fruchtig, frisch, rund und lang: ein Fingerzeig, wo es langgeht auf Mallorca.

Das sieht Catalina Ribot Galmés genauso. Deshalb hat die junge Frau begonnen, auf ihrer 14 Hektar grossen Finca Galmés i Ribot im Norden der Insel alte, vergessene Sorten neu anzupflanzen und nach und nach alle internationalen Reben zu ersetzen. Obendrein hat sie 2010 auf Bioanbau umgestellt. Gemeinsam mit ihrem Sommelier Julio Torres tüftelt sie an der Vinifikation solcher Sorten wie Vinater Blanc und Argamussa oder den roten Gorgollassa und Escursac. Die füllt sie sortenrein unter dem Namen Petjades ab. Ihr Escursac, eine Inselpremiere, besitzt eine unwiderstehliche Frucht.

Die Hochburg des Manto Negro

Nur 20 Minuten nordöstlich von Palma beginnt die DO Binissalem, das grösste Anbaugebiet der Insel, auf der es inzwischen 1439 Hektar Reben gibt. Es handelt sich um eine parallel zur Gebirgskette Serrade Tramuntana verlaufende Ebene. Der Boden ist sandig, steinig, oft reich an Rollkieseln sowie gut drainierend und so ganz anders als die rotbraune, fruchtbare Erde von Plà i Llevant. Während dort Callet seinen faszinierendsten Ausdruck erreichen kann, ist Binissalem das bevorzugte Terroir des Manto Negro. Ähnlich farbarm wie Callet entwickelt er eine komplexe, reizvolle Frucht von Erd- bis zu Heidelbeere mit Noten von Granatapfel und Zitrusfrüchten, schöne Samtigkeit und dabei viel Alkohol. Mit der Neigung zur Oxidation zeigt er eine Verwandtschaft zur Garnacha.

Während die Mehrheit der Winzer meint, man müsse ihn unbedingt mit Sorten wie Syrah, Cabernet und Merlot verschneiden, gibt es seit kurzem eine Anzahl von sortenreinen Manto Negro, die den wahren Charakter der Sorte unverfälscht zum Ausdruck bringen.

Das schönste Weingut der Insel ist das älteste, die Bodegas Ribas in Consell. Ein Keller aus dem Jahre 1711, das Gutshaus nur einige Jahrzehnte jünger, einige der ältesten Rebparzellen der Insel und ein junges Geschwisterpaar – Araceli und Javier–, das mit untrüglichem Gespür das Alte durch die unerlässliche Einbringung von Modernem auf bewundernswerte Weise lebendig hält. Javier Servera Ribas, der sich seinen Schliff als Weinmacher bei Jean-Luc Colombo in Cornas holte, schwört auf den Zusatz von einem Fünftel an Syrah. Wie beim grossartigen Jubiläumswein Sío 300. Das hindert ihn nicht daran, einen (fast) sortenreinen Manto Negro mit enormem Volumen unter der Devise Humphrey Bogarts, «Desconfio de la gente que no bebe» (Ich misstraue Menschen, die nicht trinken), abzufüllen.

Ein anderer grandioser Manto Negro ist der Encobeit von Sebastià Pastor in Santa Maria del Camí, dem grössten Weinort der Appellation. Sebastià liebt seine meisten vaso, in Becherform, erzogenen alten Rebstöcke und setzt viel Handarbeit ein, um gute Trauben zu erhalten. Während über dem alten Keller im Dorf der Busch ausgesteckt ist – Hinweis darauf, dass man hier losen Wein kaufen kann –, hat Önologe Sebastià einen modernen Keller am Dorfrand erbaut. Für den Encobeit, eine Selección Especial, verwendet er nur die besten Trauben der ältesten Stöcke. Ein grosser Manto Negro, dem man seine Stärke aufgrund von Saftigkeit, intensiver Frucht und Mineralität nicht anmerkt.

«Blends sind wichtig»

Am Ortsausgang lockt Macià Batle mit stattlichem Kellergebäude, Kunstsammlung und ansprechenden Weinen zahlreiche Besucher an und ist führend im Export. Ramón Servalls i Batle setzt wie die meisten seiner Kollegen gerade auf Erweiterung der Rebpflanzungen. 20 Hektar hat er neu angelegt, ausschliesslich Moll, wie man Prensal Blanc hier nennt, und Manto Negro. «Die lokalen Sorten sind unsere Identität und sehr gut an unser Land angepasst», hebt er hervor, fügt aber hinzu: «Wir kennen ihre Qualitäten, aber auch ihre Schwächen. Deshalb sind Blends so wichtig.» Das hindert ihn nicht daran, einen Manto Negro in kohlensaurer Mazeration zu vinifizieren, der mit seiner intensiven Frucht viel Spass macht.

An der weiten Plaça Nova, dem Marktplatz, findet man den Celler Jaumede Puntiro. Pere Calafat bewirtschaftet zehn Hektar Rebfläche mit seinem Bruder Bernat biologisch. Ihm gelingen ausgezeichnete reine Prensal Blancs, ob aus dem Tank oder aus Barriques. Sie strafen diejenigen Lügen, die meinen, die weisse Hauptsorte Mallorcas könne nicht allein überzeugen. Wie so oft ist dies eine Frage des Ertrags. Bei den Roten zieht Pere Cuvées vor, wobei sein sehr überzeugender JP zu gleichen Teilen aus altem Manto Negro und Cabernet besteht. Übrigens findet man nicht oft in den Restaurants Mallorcas eine so spannende Auswahl an Inselweinen wie im behaglichen «Molides Torrent» bei Herta und Peter Himbert.

Biniagual war ein verlassener Weiler, als der deutsche, im letzten Jahr verstorbene Unternehmer Klaus Graf ihn und das dazugehörende 170 Hektar grosse Landgut erwarb. Nach und nach restaurierten Graf und seine Frau alle Häuser. Gerade wurde das letzte fertig. Ab 1999 liessen sie wieder Reben anpflanzen – insgesamt 34 Hektar – und begannen ab 2002, selbst Wein zu erzeugen. «Das Ziel, wohin wir gehen wollen, ist, die einheimischen Sorten noch stärker zu betonen», sagt Nichte und Gutsleiterin Charlotte Miller. Dem stimmen die beiden Winemaker Isaías Curiel und José Luis Degui begeistert zu. Sie haben schon einen Manto Negro als frischen, kernigen Rosé herausgebracht. Aber ihr grosser Wurf wartet noch auf die Abfüllung. Ein im Holztank vergorener und ausgebauter purer roter Manto Negro mit viel Finesse, Relief und Mineralik.

In Binissalem ist in der Familienfirma Vins Nadal Tochter Esperanza, studierte Önologin, mit ihrem Rosé aus reinem Manto Negro in neue Bereiche vorgestossen. Von der Farbe ein Claret, denn durch Saignée gewonnen, überzeugt er mit viel Frucht und Präsenz sowie bemerkenswerter Länge. «Ich ziehe Rosés mit viel Geschmack vor», betont Esperanza. Tianna Negre, die hypermoderne Kellerei der Familie Morey-Garau, Hersteller des Likörs Túnel, hat sich mit grosser Dynamik in den letzten Jahren entwickelt und ihren Weinbergbesitz erheblich erweitert. Sehr erfolgreich mit ihrem Weinprogramm auf Mallorca, zeigt sie sich offen für den Trend zu einheimischen Sorten, nicht zuletzt dank der Beratung durch Patrick Paulen, den hauseigenen Elsässer Sommelier. So hat man den Veloroséaus Manto Negro zu einer Marke erhoben und setzt für die Zukunft der Weissen auf Giró Ros. Patrick hat die Sommelier Collection kreiert und einen reinen Callet abgefüllt, dem ein komplexer, eleganter und charaktervoller Manto Negro folgen wird.

Auch im grössten Keller der Insel bei José L. Ferrer verschliesst man die Augen nicht vor einheimischen Sorten. Einerseits setzt Firmenchef José Luis Roses auf den harmonischen Schaumwein Veritas Brut Nature, der zu 90 Prozent aus Moll besteht. Andererseits stellt Sohn José Luis Junior, der im Priorat Weinbau studierte, die neue sortenreine Rotweinreihe Ferreret vor, bei der Callet vor Manto Negro und Gorgollassa mit Spannung und Frische überzeugt.Überall auf der Insel richten heute Weinbauern und Winzer ihr Engagement verstärkt auf einheimische Rebsorten aus. Eine Anzahl sortenreiner Weine ist dabei erst in letzter Zeit herausgekommen. Damit gewinnen die Weine Mallorcas deutlich an Profil und Eigenständigkeit, und die Insel mausert sich zu einer der aufregendsten Weinregionen Spaniens.

Weintipps Mallorca - Callet, Manto Negro und Prensal

Die wichtigsten autochthonen Rebsorten Mallorcas waren verständlicherweise auch die ersten, die von den Winzern der Insel sortenrein ausgebaut wurden. Inzwischen haben sie sich auch anderer Sorten angenommen, weisser wie roter. Doch gibt es diese bislang nur in kleinen Auflagen, die leider noch nicht exportiert werden.

 

Ànima Negra, Àn, Vi de la Terra Mallorca 2012

18 Punkte | 2015 bis 2030

Purer Callet aus alten Weingärten bei Felanitx, der als Erster der Weinwelt das besondere Potenzial Mallorcas vorführte. Wird 18 Monate in neuen französischen Barriques ausgebaut. Grosse Intensität, Würze und Röstaromen, gepaart mit Wildkräutern, dunklen Beeren, Teer und Erde. Am Gaumen süsse Frucht, angenehme Fülle mit eleganter Tanninstruktur und reizvoller typischer Frische.

 

4Kilos vinícola, 4Kilos, Vi de la Terra Mallorca 2013

18.5 Punkte | 2015 bis 2028

Aus alten Callet-Parzellen, zwischen denen etwas Fogoneu wächst. Aus Bioanbau. Wird in 500-Liter-Fässern 14 Monate lang gereift. Besticht mit Aromen von Veilchen, Kirschen, Holunder und mediterranen Kräutern. Überragende Finesse, feinkörnige Tannine, eine vibrierende Spannung mit herrlicher Lebendigkeit und grosser Länge.

 

Mesquida Mora, Sotìl, Vi de la Terra Mallorca 2012

17.5 Punkte | 2015 bis 2027

Bàrbaras «Himmel» nährt sich von den vor 52 Jahren gepflanzten Callet-Reben, denen ein Schuss Syrah einen Tick mehr Farbe verleiht. Duft von Blüten, Minze, Cassis, Oliven und Holzkohle. Sehr feine seidige Textur, doch eine frische, intensive und köstliche dunkle Beerenfrucht. Wirkt lebendig, anregend sowie mineralisch und dabei ausgesprochen elegant.

 

Bodegues Ribas, Sío 300, Vi de la Terra Mallorca 2013

17.5 Punkte | 2015 bis 2025

Javier Servera bringt hier sein Syrah-Wissen ein, indem er mit der Traube Farbe und Struktur des stark dominierenden Manto Negro stützt. Ein Hauch von Gorgollassa sorgt für zusätzlichen Pfiff . Komplex, pfeffrig, würzig, dichte rote Beerenfrucht. Die neuen französischen Fässer geben dem Wein feine Würze zur köstlichen und intensiven Frucht von Kirschen, Maul- und Blaubeeren. Langes Finale.

 

Jaume de Puntiró, Daurat, DO Binissalem 2013

16 Punkte | 2015 bis 2020

Prensal Blanc, die vorherrschende weisse Rebsorte Mallorcas, wird nur selten sortenrein ausgebaut. Hier hat Biowinzer Pere Calafat den Most in französischen Barriques vergoren und fünf Monate lang ausgebaut. Würze und Rauch in der Nase, reife Birne und kandierte Zitrone. Am Gaumen dezent cremig, mit schöner Frische, salziger Note und langem Nachklang.

 

Miquel Gelabert, Autòcton , DO Plà i Llevant 2011

17 Punkte | 2015 bis 2023

Zunächst 2004 gemeinsam mit Ribas lanciert, setzt Gelabert diese Cuvée aus autochthonen Sorten seit 2011 im Alleingang fort. Mit tiefem Ton, würzigem, komplexem Duft, auch nachreifen Brom- und Heidelbeeren, sowie der saftigen Frucht am Gaumen, bei guter Rundheit, schöner Frische und viel Länge beweist er, zu welcher Klasse eine solche Cuvée führen kann.

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