Monastrell/Mourvèdre

Der Macho aus dem Süden

Text: André Dominé

Bislang hielt man Monastrell und Mourvèdre für ein und dieselbe Rebsorte. Angeblich sollen sie laut Radiokarbonmethode gar nicht miteinander verwandt sein. Tatsächlich zeigen sie sich oft extrem gegensätzlich. Und dennoch gibt es Übereinstimmungen. Wir haben ihnen in ihren Hochburgen nachgespürt, in der Levante und in Bandol, und markante Beispiele von anderswo probiert. Egal wo, auf ihren Spuren stösst man auf spannende Weine.

 

«Wir haben über Jahre unter dem Vergleich zwischen Mourvèdre und Monastrell gelitten», gesteht Mariano Lopez, der Weinmacher im Hause Castaño in Yecla. «Dabei hat man uns immer die schlechte Seite zugeschustert. Es wäre interessant herauszufinden, wo es Gemeinsamkeiten, wo es Unterschiede gibt, und nicht zu bestimmen, wer besser, wer schlechter ist.»

Genau deshalb bin ich in die Weinregion im Hinterland von Alicante gekommen. Dass die Sorte ursprünglich an der Levante Fuss fasste, daran wurde bis vor kurzem nicht gezweifelt. Schliesslich gibt es beim Hafen Sagonte das Dorf Murviedro. Das Synonym Mataro verdankt sie einer katalanischen Kleinstadt bei Barcelona. Eingeführt wurde sie, so nehmen Historiker an, von den Phöniziern um 500 vor Christus. Bisher ging man davon aus, dass sie aus Spanien in die Provence kam. Vor der Reblauskatastrophe war Mourvèdre dort die vorherrschende Sorte. Als in Frankreich die Appellations d’Origine Controlée geschaffen wurden, waren es die Winzer von Bandol, die Mourvèdre zu ihrem Aushängeschild machten. Mit strikten Auflagen bei Ertrag und Ausbau profilierten sie ihre hervorragend alternden Rotweine zum heimlichen Grand Cru der Provence. In Spanien hat sich der Monastrell nach der Garnacha als die am zweithäufigsten gepflanzte Rebsorte behauptet. Doch führte er dort ein Schattendasein als Verschnittwein.

Das hat sich nun entscheidend geändert. «Der Mourvèdre beeindruckt immer durch sein Aufrecht sein, im Glas wie im Weinberg», hebt Agnès Henry-Hocquard hervor, Winzerin auf der Domaine La Tour du Bon in Bandol. «Er ist eine sehr seriöse Sorte, ganz im Gegensatz zu unserer Gegend.» Denn das Anbaugebiet an einem Streifen der Côte d’Azur bezirzt mit Charme. Ganz anders die Hochburgen des Monastrell in der Provinz Murcia. Von Bergen gesäumte, immense karge Hochebenen, die im Sommer vor Hitze flirren und im Winter vor Kälte erstarren. Hier widersteht die Sorte aufrecht den Extremen. Ganz Macho. So wie man ihn in Spanien versteht. Ein Pfundskerl. Wer mit einem preiswerten Monastrell Bekanntschaft macht, ob mit Viñas Viejasen Altura von Castaño, 4 Meses von Juan Gil, Casa Castillo von José-Maria Sanchez oder La Tiendra von Enrique Mendoza, den begeistern die intensiven Aromen von Pflaume, Kirsche, Erdbeere und die Saftigkeit. Kein Wunder, dass diese Weineweltweit gefallen. An eine Verwandtschaft mit dem Mourvèdre aus Bandol denkt dabei niemand. «Mein Grossvater begann 1916», erzählt Loren Gil, «aber in den letzten 15 Jahren hat sich in Jumilla viel verändert. Denn vorher wurde der grösste Teil als Fassware verkauft. Heute verkaufen wir unsere Weine in über 30 Länder. Trotz der Krise sind wir nicht nur in den ausländischen Märkten gewachsen, sondern auch in Spanien.»

Sagenhafter Aufstieg

Der sagenhafte Aufstieg der Bodegas Juan Gil – heute Gil Family Estates mit neun Bodegas in sieben Anbaugebieten – ist bezeichnend für die Entwicklung des Monastrell. Als die Reblaus um 1870 Frankreichs Weinberge vernichtet hatte, suchten seine Händler nach Ersatz und panschten, was das Zeug hielt. Damals bezogen sie mit Vorliebe Medizinwein aus Murcia und Alicante. Auf deren kargen Hochplateaus entwickelten die knorrigen Buschreben des Monastrell hohen Alkohol. So diente er dazu, schwachbrüstige Weine anderswo zu verstärken. Niemand, selbst in Spanien nicht, kannte Weine aus Yecla, Jumilla oder Bullas.

Der Wandel kam, als man das aromatische Potenzial der Sorte entdeckte und lernte, ihre rustikalen Tannine zu zähmen. Ramón Castaño, einer der Pioniere, erbaute schon 1950 eine moderne Kellerei in Yecla, begann den eigenen Weinbergbesitz zu erweitern und zusätzlich internationale Sorten zu pflanzen. Heute bewirtschaftet er mit seinen drei Söhnen über 900 Hektar Rebfläche. «Das Sortiment, das wir mit Monastrell bieten können, ist wirklich gross», schwärmt Sohn Daniel. «Beginnend mit Rosé, dann Rote im Preiseinstieg, dann saftige Mittelklasse-Weine wie Hécula und dann die Top of the Range und obendrein Süsswein. Wir sind sehr stolz auf ihn.»

Ich tauche in die gesamte Spannbreite hinein. Nach der frischen, saftigen Pflaumenfrucht der Basisweine machen sich mit Hécula reifere Konfitürenoten und zusätzliche Würze vom Fassausbau bemerkbar. Von nun an spielen Konzentration und Eichenwürze eine zunehmend wichtigere Rolle, auch in den Assemblagen. Und alte Reben des kalkreichen, steinigen Campo Arriba auf 700 bis 800 Meter Höhe. Dadurch stellen sich Frische, Mineralität und rassigere Tannine ein. Bandol rückt näher. Seit 1925 ist die Familie Candela im Fassweingeschäft aktiv. Aber 1999 entschloss sie sich, selbst Wein abzufüllen, und errichtete die hochmoderne Kellerei bei Yecla.

Auch Alfredo Candela bekennt sich zum Monastrell. «Eine kraftvolle Traube mit viel Körper und Struktur und eher schwierigen Weinen. Aber mit guter Arbeit im Weinberg und im Keller kann man Monastrell mit süssen Tanninen erzeugen.» Er dekliniert ihn in sechs Stilen, vom leichten sin madera über den frühgelesenen frischen ELO bis zum komplexen Zona Zepa. Auch Hammeken Cellars , die in Spanien zwölf Millionen Flaschen produzieren, sind in Yecla aktiv. Hier hat deren dänischer Weinmacher David Tofterup von Bodegas Trenza mit dem Nymphina einen Monastrell aus sehr reifen Trauben kreiert. Intensiv, vollfruchtig, balsamisch mit Frische und Kraft. Konzentration, Beeren und Eichenwürze prägen viele der Top-Cuvées der Region.

Die Bodegas Enrique Mendoza finde ich in Alfaz del Pi bei Benidorm am Rande des Touristentrubels. Hier begann Enrique in den 1970ern, privat Wein zu keltern, bis er 1989 die Bodegas gründete. Abgehoben hat sie mit Sohn Pepe. «Die Leute sehen in Alicante nur die Küste», klagt er, «aber Alicante ist die zweitgebirgigste Region Spaniens.» Ihr 50 Hektar grosses Weingut befindet sich bei Villena, kurz vor Yecla, auf 400 Metern, 30 weitere Hektar erreichen 700 Meter Höhe. Pepe arbeitet biologisch, macht eigenen Kompost, setzt Tropfenbewässerung ein. Darüber kann man mit dem auslandserfahrenen Önologen stundenlang diskutieren. Auf verblüffende Weise verbindet er Bauernweisheit mit Wissenschaft. «Wir müssen keinen Monastrell mit süssen Tanninen machen, wir können auch einen frischeren Stil erzeugen», betont er und stellt mir seine sortenreinen Lagenweine Estrecho und Las Quebradasvor, der erste frisch und mineralisch, der zweite voller, tanninbetonter. Boten von Sand und Steinen. Von Terroir.

Rafael Cambra hat seinen Ort im südlichsten Teil der DO Valencia gefunden, der Nordgrenze des Monastrell in der Levante. Bei Fontanars dels Alforins keltert er den Uno aus 65 Jahre alten Rebstöcken, die auf 800 Meter Höhe wachsen. «Unsere alten Klone sind einzigartig», sagt er begeistert. Höhe und etwas mehr Regen verleihen seinen Weinen Frische. Mit zurückhaltender Weinbereitung und behutsamem Holzeinsatz zeigen Cambras Weine Charakter, Eleganz und Alterungspotenzial. Aromen von Garigue, Minze und Pfeffer kommen mir vom Mourvèdre bekannt vor.

Ganz im Süden des Monastrell-Reichs, in Bullas, begrüsst mich der französische Kellermeister Sebastien Boudon auf Bodegas Lavia. In dem lauschigen Tal bewirtschaftet er 13 Hektar auf 750 Meter Höhe anerkannt biologisch. Vorwiegend Monastrell im Alter von 40 bis 60 Jahren. «Die meisten Parzellen haben Schwemmböden mit viel Kies. So erhalten wir Monastrell mit feiner Schale und wenig Tanninen. Aber Weine, die aromatisch sind.» Von Anfang an, seit 2004, folgten die Besitzer einer Philosophie des Terroirs, um einen ganz anderen Monastrell zu präsentieren, einen Wein mit Finesse und Eleganz. Der gelingt Sebastien mit Präzision. Sein eigenes Monastrell-Projekt in Alicante vereint zwei unterschiedliche Parzellen zu einem spannenden Wein, den er Chapó nennt. Hut ab!

Der Seele der Region fühle ich mich am nächsten, als mir José María Vicente die Weinberge von Casa Castillo bei Jumilla zeigt, insbesondere La Solana. Da recken sich wurzelechte Monastrell-Reben gen Himmel, die der Grossvater 1941 setzte, als er das Gut übernahm. Seit 1998 füllt der Enkel den Pie Franco separat ab. Aus der Reserve holt er eine Flasche. Wir nehmen in der Küche des Farmhauses Platz, in der die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Ganz allmählich entfaltet der Wein eine Fülle von Aromen, in denen vor allem die umgebende Natur mit Pinien und Kräutern anklingt. Ganz sanft rinnt er anfangs über die Zunge, legt dann ungemein an Spannung und Intensität zu, mit feinsten Tanninen und enormer Länge. Ein grosser Wein. Er spricht für das Potenzial dieser Gegend mit ihrem Reichtum an wurzelechten Parzellen, wo die Weinberge von Natur aus biologisch gedeihen. Nur wenig Schwefel gegen Echten Mehltau reicht aus. Wenn manche meinen, der Monastrell könne nicht altern, der Pie Franco beweist das Gegenteil und steht neben den besten Bandolss einen Mann.

Bandol, die Hochburg des Mourvèdre in Südfrankreich, liegt gut tausend Kilometer weiter nördlich als Jumilla. Gern benutzt man ihn in Cuvées, vor allem in Châteauneuf-du-Pape und Cairanne. Seit 25 Jahren auch im Languedoc-Roussillon als verbessernde Sorte. Sein Anbaugebiet endet jedoch in Montélimar. Denn Mourvèdre benötigt viel Wärme, um zu reifen. In der von Bergen geschützten kleinen Appellation direkt am Mittelmeer hat er besondere Bedingungen gefunden, die zu Rotweinen mit hohem Alterungspotenzial führen, die der Oxidation bestens widerstehen. Als das Dorf Bandol 1715 gegründet wurde, erfuhr es einen rasanten Aufschwung. Erstens verfügte es über einen guten natürlichen Hafen, zweitens überstand der auf den nahen Hängen angebaute Wein den Transport unbeschadet. So zählte Ludwig XV. (1710 bis 1774) zu seinen regelmässigen Abnehmern.

«Unsere Chance ist, dass wir eine Appellation haben, die ein gutes Image besitzt», bemerkt Cédric Gravier. «Das sollten wir nicht verlieren!» Da scheint sich die junge Generation in Bandol einig zu sein. Gemeinsam tritt sie für ihre Weine ein und auf. Ein Novum. Denn bislang neigte man eher dazu, sich auf den errungenen Lorbeeren auszuruhen. Und sich den beliebten Rosé aus den Händen reissen zu lassen. Cédrics Beispiel spricht Bände. Er machte die Domaine La Suffrène zu dem, was sie heute ist. 1996 übernahm er sie von den Grosseltern. «Der Betrieb – heute 55 Hektar – war noch nicht ganz so gross, vor allem haben wir aber alle Gebäude errichtet, alles Material angeschafft und die Kommerzialisierung aufgebaut.»

Inzwischen füllt er die gesamte Produktion ab, von der fast die Hälfte in den Export geht. Auf den Mourvèdre kommen wir erst später zu sprechen, obwohl inzwischen viele Domänen beinahe sortenreinen Mourvèdre als ihren Spitzenwein vorstellen. Heute ist er in Bandol nicht mehr das Hauptthema, dies sind die Terroirs. «Hier gibt es sehr unterschiedliche Terroirs aufgrund der enormen geologischen Verschiebung», betont Cédric Gravier. «Ich bin für ihre Verschiedenartigkeit. Damit gibt man den Assemblagen Vielfalt.»

Eine Ausnahme macht er dennoch: Les Lauves, ein Hochplateau, hoch über Saint-Cyr, rote Böden mit Kalksteinplatten und Mourvèdre. Den baut er lange in Fudern und Halbstückfässern aus und bietet mehrere Jahrgänge an. «Ich kommuniziere gern, dass Bandols Weine zum Altern sind.» Auch wenn die Bandols sich heute jung zugänglicher zeigen, ihre Klasse wird weiter am Alterungspotenzial gemessen. «Unser Ziel ist es immer, vorrangig die Longue Garde zu machen», unterstreicht Tochter Mireille auf dem Château Jean-Pierre Gaussen. Sie bekennt sich voll und ganz zu dem virilen, konzentrierten Weinstil ihres Vaters und präsentiert stolz alte Jahrgänge. Auf dem Weg nach La Cadière d’Azur stösst man auf den imposanten Natursteinbau der Domaine du Gros’Noré, eigenhändig von Winzer Alain Pascal errichtet. Nicht weniger solide sind seine Weine, insbesondere die Cuvée Antoinette, in der alte Mourvèdre-Reben eine mineralische Dimension entfalten.

Geheimtipp für Weinkenner

Um Terroir geht es auch auf Château Sainte-Anne. Die Kalkbarriere des Gros Cerveau verhindert, dass warme Brisen vom Mittelmeer bis zu den Rebterrassen vordringen. Jean-Baptiste Dutheil de la Rochère freut sich über die deutlich kühleren Lagen. «Zumal sich das Klima ändert», sagt der junge Winzer. «Da muss man sich anpassen.» Jahr um Jahr aufs Neue. Dafür setzt er Biodynamie ein – wie inzwischen mehr und mehr seiner Kollegen – und liest die reifen Trauben in zwei, drei Passagen. Man schmeckt es an der Frische, der Mineralität und der Finesse der Tannine.

Seit 1941 die AOC erteilt wurde, profilierte sich Bandol mit hauptsächlich auf Mourvèdre basierenden, tanninbetonten Rotweinen und wurde zum Geheimtipp für Weinkenner. Dagegen streben die Spanier erst seit kaum 20 Jahren nach Anerkennung für ihren Monastrell. Mit herrlich fruchtigen jungen Roten gelang es ihnen, international zu reüssieren. Dann begannen sie, das Qualitätspotenzial ihrer Hauptrebsorte auszuloten. Mit beachtlichen Erfolgen. Wo sie sich von der Masche lösen, hochkonzentrierte Weine mit viel neuem Holz aufzupeppen, da erscheinen plötzlich Gewächse, die eine erstaunliche Verwandtschaft zum Mourvèdre aus Bandol zeigen. Struktur zählt zu seinen Haupteigenschaften. Ein gewisser Körper und ein ausgeprägtes Tanningerüst. Immer benötigt er ausreichende Reife, und das bedeutet alkoholische Stärke. Inzwischen kehren junge Weine, ganz gleich welcher Herkunft, intensive Aromen von kleinen roten oder schwarzen Früchten hervor. Wenn sie sich entwickeln, stellen sich mediterrane Noten wie getrocknete Feigen und schwarze Oliven ein und – besonders typisch – Leder.

Ob Monastrell oder Mourvèdre, der Macho vom Mittelmeer. Im Gegensatz zum Syrah hat der Mourvèdre in den Anbaugebieten der Neuen Welt keine Furore gemacht. Dennoch wurde er unter dem Namen Mataround damit vermutlich aus Katalonien um die Mitte des 19. Jahrhunderts in Australien und 20 Jahre später in Kalifornien eingeführt. Seine vermutlich älteste überlebende Parzelle wurde 1853 von einem Friedrich Koch im Barossa Valley angepflanzt. Daraus keltert Hewitson den imposanten Old Garden Mourvèdre. Sein Abkömmling (durch Massenselektion) Baby Bush Mourvèdre gefällt mit intensiver Frucht und angenehmer Rundheit.

Roman Bratasiuks Clarendon Hills liefern dagegen einen sehr komplexen Mourvèdre aus dem McLaren Vale. Ab Ende der 1980er Jahre wurde man sich in Australien der Qualität der alten Mataro-Reben bewusst und nutzt sie seither meist für inzwischen populäre GMS-Blends, gemeinsam mit Grenache und Syrah.

Einwanderer brachten die Mataro-Reben auch nach Kalifornien, vor allem in die Contra-Costa-Region östlich von San Francisco. Neue Aufmerksamkeit erfuhr die Sorte als Mourvèdre durch Randall Grahams Bonny Doon und Tablas Creek in Paso Robles. Sortenrein stellt er Cline Cellars Ancient Vines und Versionen von Jade Mountains und Steve Anglim. Eine Rarität ist Ridges Mataro von der Pagani Ranch. Auch im US-Bundesstaat Washington gibt es seit kurzer Zeit ein paar wenige, kleine Flächen. Dagegen haben nur wenige Winzer in Südafrika wie Beaumont und Raka Mourvèdre angepflanzt. Sie erzeugen daraus würzige harmonische Rotweine mit leichter Schokoladennote, saftiger Frucht und guter Rundheit. In Südamerika findet man Mourvèdre selten, wie den Innovación Mourvèdre von Santa Julia in Mendoza. Zu welcher Qualität er dort allerdings taugen kann, stellt Casa Lapostolleim Apalta-Tal unter Beweis.

Weintipps Monastrel - Spanische Levante

Mit einer Anbaufläche von fast 60000 Hektar spielt der Monastrell in der im Südosten Spaniens gelegenen Levante die Hauptrolle. Alte Rebstöcke schaffen es hier, bei minimalen Niederschlägen und ohne Bewässerung auszukommen. Die früher oft rustikalen und alkoholstarken Monastrell-Weine zeigen sich heute elegant und frisch.

 

Bodegas Juan Gil DO Jumilla 12 Meses 2012

17 Punkte | 2015 bis 2023

Dunkles Rubinrot. In der Nase attraktive reife Beeren, balsamisch mit feiner Holznote. Am Gaumen samtig, voll, geschliffen, viel Frucht, zugleich mineralisch. Langer Abgang.

Preis ca. 15.50 Franken | 12,80 Euro

www.vinovintana.ch | www.wein-hinterecker.de

 

Bodegas Castaño DO Yecla Casa Cisca 2011

17 Punkte | 2015 bis 2023

Granatrot. Betört die Nase mit einem intensiven Bouquet von reifen roten Pflaumen, mit ausgeprägter Würze und Kokosnuss. Am Gaumen viel Volumen, Würze und Konzentration.

Preis ca. 52 Franken | 39,90 Euro

www.moevenpick-wein.com | www.vinos.de

 

Rafael Cambra DO Valencia Uno 2012

17 Punkte | 2015 bis 2025

Dunkles Rubin. In der Nase intensive und komplexe Aromen von Blutorange, roten Beeren, Garigue sowie Kakao. Sehr saftige Frucht mit Noten von Minze und pfeffrigen Tanninen. Langer Abgang.

Preis ca. 24.50 Franken | 18,95 Euro

www.casadelvino.ch | www.vinos.de

 

Bodegas Barahonda DO Yecla Zona Zepa 2008

16.5 Punkte | 2015 bis 2020

Entwickeltes Rubin. Komplexe Aromen von Orangenrinde, Rauch, Bitterschokolade, süsser Würze. Am Gaumen grosszügig, dichte Textur, anhaltend.

 

 

Bodega Lavia+ DO Bullas Finca Paso Malo 2012

17 Punkte | 2015 bis 2022

Klares, dunkles Rubin. Duftet intensiv nach roter Frucht, wilden Kräutern und eleganten Würznoten. Am Gaumen beeindrucken die gute Textur und die Konzentration. Schliesst mit einer schönen Spannung, Frische und Mineralität ab.

 

Bodegas Enrique Mendoza DO Alicante Estrecho 2011

17 Punkte | 2015 bis 2025

Schwarzrot. Intensiver Duft nach Pflaumen, Garigue, Kakao und Rauch. Am Gaumen ausgezeichnete Frische, feine Tannine, anregend, salzig, eigenständig.

Preis ca. 39 Franken | 22,45 Euro

www.weindepot.ch | www.hispavinus.de

 

Casa Castillo DO Jumilla Pie Franco 2010

18.5 Punkte | 2015 bis 2030

Tiefes Rubin. In der Nase macht sich ein sehr komplexes Bouquet von Feigen, Wildkräutern, Leder, schwarzen Oliven und Kakao bemerkbar. Am Gaumen straff und sehr saftig, mit einer ausgezeichneten Struktur. Mineralischer Abgang. Hat grosses Potenzial.

Preis ca. 48 Franken | 29,90 Euro

www.jeggliweine.ch | www.vinos.de

Weintipps Mourvèdre - AOC Bandol, Südfrankreich

Dort, wo es in Südfrankreich den anderen Sorten zu heiss wird, fühlt sich der Mourvèdre erst richtig wohl. Ein grosser Teil der Ernte von den insgesamt rund 9000 Hektar, auf denen die Sorte angebaut wird, wird allerdings für Assemblagen verwendet. So gehört der Mourvèdre zur «Zauberformel» von Châteauneuf-du-Pape. Welche Klasse er reinsortig entfalten kann, zeigen vor allem die Topweine in Bandol. Aber auch in Roussillon erlebt der Mourvèdre heute eine Renaissance.

 

Domaine La Suffrène AOC Bandol Les Lauves 2011

16.5 Punkte | 2015 bis 2025

Dunkles Rubin. Sehr reife Beeren, Noten von Garigue, Curry und Pfeffer. Komplex, eingehüllte Tannine, Graphit.

Preis ca. 28 Franken | 23,90 Euro

www.bandol.ch | www.karl-kerler.de

 

Domaines Bunan AOC Bandol Moulin des Costes Charriage 2010

17 Punkte | 2016 bis 2030

Schöne Tiefe. In der Nase reife Kirschen und Cassis, viel Würze, leichte Ledernote. Am Gaumen gute Tanninstruktur, ausgewogen, sehr lang.

Preis ca. 53,90 Euro

www.mein-weinreich.de

 

La Bastide Blanche AOC Bandol Fontanéou 2011

17.5 Punkte | 2015 bis 2025

Schwarzkirschrot. Komplexe Nase mit Stockrose, Blutorange, Thymian. Elegant, mineralisch, feine Tannine, grosse Länge.

Preis ca. 21,90 Euro

www.mein-weinreich.de

 

Château Jean-Pierre Gaussen AOC Bandol Longue Garde 2009

17 Punkte | 2015 bis 2025

Bräunliches Rubin. Entwickeltes Bouquet, Oliven, Wacholder, Leder. Samtiger, voller Ansatz, reife Tannine, klassischer Stil.

Preis ca. 35 Franken | circa 25 Euro

www.grottoria.ch | www.domovino.de

 

Domaine du Gros’Noré AOC Bandol Cuvée Antoinette 2011

17.5 Punkte | 2015 bis 2030

Tiefes Rot. Intensiv, schwarze Früchte, Oliven, Lakritz, Nelken. Sehr voll und stark, enorme Struktur, dennoch frisch und mineralisch.

Preis ca. 50 Franken | circa 45 Euro

www.mikes-weinloft.ch | www.mein-weinreich.de

 

Domaine La Roche Redonne AOC Bandol Les Bartanelles 2011

16.5 Punkte | 2015 bis 2025

Dunkles Kirschrot. Komplex, floral, viel Frucht und Garigue. Saftig, Lakritz, gute Spannung, feine Tannine, elegant.

Preis ca. 26 Franken | 17,90 Euro

www.bandol.ch | www.belvini.de

 

Château Sainte-Anne AOC Bandol Cuvée Collection 2006

18 Punkte | 2015 bis 2025

Leuchtendes Rubin. Feines, komplexes Bouquet mit Noten von eingelegten Paprikas, Garigue und Leder. Frisch, präzise, schönes Relief, verschmolzene Tannine, grosse Finesse.

 

Las Vals (Château La Baronne) IGP des Hauterives Mourvèdre Haut-Plateau 2010

17.5 Punkte | 2015 bis 2025

Granatrot. Duftet nach reifen Trauben, süsse Gewürze, Oliven, balsamisch. Sehr komplex, spannende Struktur, frisch, salzig, sehr lang.

 

Domaine Gauby Côtes Catalanes La Jasse 2010

17 Punkte | 2015 bis 2025

Rubin. Intensiv, Brombeere, Eukalyptus, Kardamom. Leicht im Ansatz, sehr lebendig, mineralisch. Lange vorher karaffieren.

Preis ca. 76.50 Franken | 69 Euro

www.lemillesime.ch | www.pinard-de-picard.de

NEUE WELT

 

Consolation, Collioure The Dog Strangler 2011

16.5 Punkte | 2015 bis 2020

Blutrot. Kraftvoll, komplex, viel Würze und Kakao. Rund, balsamisch, reife Beeren, viel Volumen, reizvolle Tannine. Nur 1200 Flaschen

www.hedonism.co.uk

 

Clarendon Hills McLaren Vale, Lindra 2009

17 Punkte | 2015 bis 2020

Braunrot. Intensiv und eigen, Eukalyptus, Blutorange, Zitruszesten, Zeder, Zimt. Samtig, voll, aromatisch, körnige Struktur.

Preis ca. 118.40 Franken | 75 Euro

www.vinexus.ch | www.vinexus.de

 

Lapostolle Collection Apalta, Valle de Colchagua Mourvèdre 2012

18 Punkte | 2015 bis 2022

Schwarzkirschrot. Intensiv, reife Heidelbeeren, Lakritz, süsse Würze. Elegant, schöne Frische, Mokka, feine Tannine, gediegen.

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