VINUM-Profipanel Pinot Noir 2008

Schwierig und fein

Text: Rudolf Knoll, Fotos: Jana Kay

Man gönnt sich ja sonst nichts! In diesem Fall Pinot Noir des etwas schwierigen Jahrgangs 2008 aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Am Ende hatten die deutschen Burgunder die Nase vorn, was bei einem deutlichen Übergewicht an Rebfläche nicht verwundert. Aber die Eidgenossen und Austria machten trotzdem deutlich, dass es hier Erzeuger gibt, die mit der gern als kompliziert, anspruchsvoll und schwierig bezeichneten Sorte gut zurechtkommen.

Joel Payne, mit VINUM-Chefredakteur Carsten Henn Verantwortlicher des neuen VINUM Weinguide Deutschland, durchlebte gleich zum Auftakt ein Wechselbad der Gefühle. Für ein Grosses Gewächs des 2014 verstorbenen badischen Burgunder-Pioniers Bernhard Huber notierte er stolze 18.5 Punkte, um danach bei Weinen aus der Schweiz und aus Österreich etwas die Daumen zu senken. Für eine Art Wiederbelebung sorgte dann ein Pinot Noir von Friedrich (Fritz) Becker aus der Pfalz, den Payne noch einen Tick höher einstufte und damit zu dessen Rang zwei beitrug. Er fand hier einige Mitstreiter, aber am Ende hatte doch der Wein des Franken Paul Fürst (Weingut Rudolf Fürst) die Nase vorn, weil ihm keiner der neun Verkoster weniger als 18.5 Punkten gab. Einer aus der Runde bedauerte: «Wäre noch spannender gewesen mit zwei, drei Piraten aus der Bourgogne...»

Aber wir beschränkten uns auf das CHAD-Land, also auf Weine aus der Schweiz, Österreich und Deutschland. Und hier stand der Jahrgang 2008 im Fokus. Der Löwenanteil kam aus deutschen Regionen (Baden, Pfalz, Ahr, Rheinhessen und Franken), weil das Ergebnis auch in die nächste Auflage des VINUM Weinguide, der im Herbst erscheint, einfliessen wird. Und natürlich ist Deutschland bei der Rebfläche den beiden Nachbarn (Schweiz ca. 4400 Hektar, Österreich 616 Hektar) deutlich überlegen, was auch die Auswahl erleichterte. Oder erschwerte. Denn Payne musste sich bei einem grossen Angebot in einer Vorselektion auf letztlich 15 Weine beschränken. 

Anbauflächen deutlich erweitert

Bemerkenswert ist die Entwicklung beim roten Burgunder in Deutschland. Vor exakt 40 Jahren hatte der Portugieser bei der Rebfläche noch einen kleinen Vorsprung vor den damals 3434 Hektar Spätburgunder. Zehn Jahre später waren es bereits 4500 Hektar, mit roten Sorten waren damals insgesamt 11 050 Hektar bestockt. Diese Fläche hat der Pinot Noir längst solo mit 11 800 Hektar überholt. Und Rotwein hat insgesamt in Deutschland einen Flächenanteil von 36 Prozent. Vor 40 Jahren waren es lediglich 12 Prozent mit rückläufiger Tendenz. Auch Österreich (Rotweinfläche insgesamt 15 370 Hektar = 33 Prozent) widmet sich zunehmend dem roten Klassiker. Die einstige Mini-Anbaufläche wurde in den letzten 20 Jahren deutlich erweitert. Keine Frage war im Vorfeld, ob die Weine noch frisch sein werden. Dazu waren die Quellen zu gut. Zwar war der Jahrgang selbst nicht ganz unproblematisch und auch in den drei Ländern unterschiedlich. Für Deutschland war es ein kühles Jahr, dem aber die erfahrenen Profis sehr gute Ergebnisse entlockten. In der Schweiz gehörte der 2008er aufgrund eines erfreulichen Herbstwetters zu den guten Jahrgängen. Die Österreicher runzelten etwas die Stirn und hätten gern lieber Sauvignon Blanc aus der Steiermark aufgeboten. Denn hier steht in den Annalen «perfekter Steirer Jahrgang», während bei Rot «kühl, schwierig» vermerkt ist. Dass ein Jahrgang wie 2008 längst nicht gezehrt ist, sondern noch Reserven hat, nahmen wir als selbstverständlich hin. So hatte Fritz Becker, der Burgunder-Spezialist in der Pfalz, erst kürzlich bei einer speziellen Verkostung zu seinem 70. Geburtstag («Burgunder meines Lebens») noch einige Weine aus den 90er Jahren aus seinem Keller geholt, die sehr jugendlich wirkten (zum Teil musste er sie damals als «Tafelwein» deklarieren, weil die Weinprüfung Schwierigkeiten machte). Qualitativ befanden sie sich durchaus auf Augenhöhe mit einigen hochkarätigen Weinen aus der Bourgogne, die Becker als «Piraten» in die Probe stellte. Dass auch österreichische Pinots trotz ihrer eher geringen Zahl nicht schnell den Geist aufgeben, hatte Ende 2017 Christian Fischer aus Sooss (Thermenregion) mit einer Probe, zurück bis zum Jahrgang 1985 (!), seinem ersten Wein, zum Teil in der Barrique ausgebaut, demonstriert. Die meisten der knapp 30 Weine waren noch in guter Verfassung, nur wenige gezehrt. Einige seiner Pinots sieht Fischer als förmlich unzerstörbar an. «Da fährt die Eisenbahn drüber.» Für unsere 2008er-Verkostung musste er mangels Vorrat passen.

Der Wein, der am Ende auf Platz eins lag, war für Insider keine Überraschung. Zwar traute man den beiden Schweizern Donatsch und Gantenbein Spitzenplätze zu (die sie dann nicht ganz erreichten), zwar hatte Fritz Becker eine gewisse Favoritenstellung inne, weil er bei diversen Weinführer-Verkostungen Seriensieger war. Aber der Bürgstadter Paul Fürst gehört zu den Winzern, dessen Rotweine in den ersten Jahren noch nicht voll aus sich herausgehen. Sie brauchen Entwicklungszeit, um richtig aufzublühen. Und dann haben sie immer noch Reserven. Andere Burgunder sind manchmal schon nach zwei, drei Jahren in Hochform. Gegen sie hat es ein junger, verschlossener Fürst-Wein schwer. Mit Paul Fürst haben wir schon vor Jahren darüber gesprochen, dass es wenig sinnvoll ist, beim Deutschen Rotweinpreis einen Jungspund ins Rennen zu schicken. Wenn die Gewächse aus Bürgstadt in Bestform sind, gibt es meist nur mehr Mini-Vorräte in den Kellern. Zu wenig, um mitzumachen. 

Das Resultat unserer Verkostung hat das Ergebnis aus dem 2011er-Führer (Verkostung in 2010) übrigens leicht umgedreht: Der Pinot-Noir-Tafelwein von Becker bekam damals stolze 96 Punkte, während das Grosse Gewächs Hunsrück von Fürst «nur» mit 94 Punkten bewertet wurde. Jetzt standen 19 gegen 18 Punkte, wobei im Detail der Fürst-Wein minimal aufgerundet und der Becker-Burgunder etwas abgerundet wurde. Die Distanz war also weniger als ein Punkt (für Zahlenfetischisten im Detail: Becker 18.18 Punkte, Fürst 18.88 Punkte). Klar ist, dass der Franke und der Pfälzer in Deutschlands roter Elite Spitzenpositionen einnehmen. Der Topwein von Senior Paul und Junior Sebastian Fürst kann bei der Lagenangabe etwas irritieren. Es handelt sich um eine teilweise terrassierte Südhanglage mit rotem, sehr steinigem Boden. Zunächst wurde ab 2003 hier unter dem alten Flurnamen Hunsrück ein Grosses Gewächs ausgebaut. 2010 erfolgte die offizielle Wiedereintragung in die fränkische Lagenrolle, aber in der älteren Schreibweise Hundsrück, die seitdem auf dem Etikett zu sehen ist. Kann sein, dass manche Verkoster einen Wein aus Rheinhessen ganz vorn vermutet hatten (so sie gewusst hätten, dass er sich in einer der neutralen Flaschen verbirgt). Denn ein Burgunder von Klaus-Peter Keller aus Flörsheim-Dalsheim stellte letztes Jahr bei der VDP-Versteigerung in Bad Kreuznach einen Rekord für einen jungen deutschen Rotwein auf. Der 2014er Morstein Felix Grosses Gewächs kam für sensationelle 687 Euro unter den Hammer, für eine Normalflasche – bei einem Ausrufpreis von lediglich 50 Euro. Und davon wurden 360 Flaschen versteigert. Gesamtumsatz damit eine knappe Viertelmillion Euro! Wir hoffen, Klaus-Peter hat seiner Gattin Julia einen Einkaufsbummel spendiert…

Hinterher berichtete er von einem besonderen Fan dieses Weines. Die britische Weinkritikerin Jancis Robinson habe gemeint, dies sei ein deutscher Wein, bei dem sie eine Gänsehaut bekam. Keller vermutet, die burgundische Stilistik, leichter, ohne Einsatz von neuem Holz, aber mit stattlicher Säure («unser roter Riesling») habe dazu geführt. Der 2008er in unserer Verkostung hätte wohl bei einer Versteigerungsprobe niemand so recht vom Hocker gerissen. Er liess zwar auch Säure schmecken, wirkte aber nicht mehr taufrisch wie andere Weine und hatte damit keine Chance auf einen Platz an der Sonne. 

Erinnerungen wurden wach

Als bekannt wurde, aus welchen Kellern die Weine kamen, wurden Erinnerungen wach, an Winzer, die im Jahrgang 2008 grossartige Arbeit geleistet hatten, aber seit einigen Jahren nicht mehr unter uns sind, nämlich Gerhard Stodden aus Rech an der Ahr und Bernhard Huber aus dem badischen Malterdingen. Stodden hatte sich immer an den Weinen der Bourgogne orientiert und viele Keller durchverkostet, um seinen eigenen Stil zu finden, der nicht unbedingt dem anderer Ahr-Rotweine entsprach. Er baute schon in den 90er Jahren Weine mit grosser Substanz aus, sein Sohn Alexander macht es ihm mit konzentrierten, druckvollen Weinen gleich. Bernhard Huber hatte sich als Jungwinzer ab 1987 vorgenommen, die grosse Rotwein-Tradition des Malterdinger wieder zum Leben zu erwecken. Was ihm relativ schnell und dauerhaft gelang. Seine dichten, komplexen Rotweine waren bald bekannt für ihre Lagerfähigkeit. Das hatte sich diesmal mit dem Schlossberg, der auf Rang drei einlief, bestätigt. Sohn Julian ist offenbar, wie sein Kollege von der Ahr, dem grossen Erbe gewachsen. Wir hoffen, beide Junioren haben noch ein paar Flaschen 2008 im Keller, um ein Glas auf die viel zu früh Verstorbenen zu trinken…

19 Punkte
Weingut Rudolf Fürst, Bürgstadt (Franken, Deutschland)
Hunsrück Spätburgunder VDP.Grosses Gewächs

Einige Jahre wurde vermutet, dass die Lagenangabe für Eiche aus dem Hunsrück steht. Aber es handelt sich um ein Filetstück im Centgrafenberg, das grandiose Weine liefert. Zarte Würze im Aroma; straff, temperamentvoll, stattliche Länge, nobel.

www.weingut-rudolf-fuerst.de

 

18 Punkte
Weingut Friedrich Becker, Schweigen (Pfalz, Deutschland)
Pinot Noir Tafelwein (Magnum)

Nüsse und Mandeln im Aroma, gut präsente Frucht; im Geschmack kernig, fester Körper, stoffig, noch recht jugendliche Anmutung, wirkt für Matthias Mangold «frisch, noch etwas grün». Bekam bei der Verkostung im Jahr 2010 für den Weinführer exzellente 96 Punkte. 

www.friedrichbecker.de

 

17 Punkte
Johanneshof Reinisch, Tattendorf (Thermenregion, Österreich)
Pinot Noir Kästenbaum

Drei Brüder (Johannes, Christian und Michael Reinisch) zeichnen für die Qualität verantwortlich. Im Aroma zurückhaltend, würzig, druckvoll, ausgewogen im Geschmack, elegante Facetten. Nur Joel Payne («etwas einfach») und Jürgen Mathäss kritisierten («spröde, viel Holz»). 

www.j-r.at

 

17 Punkte
Weingut Knipser, Laumersheim (Pfalz, Deutschland)
Pinot Noir Réserve

Waldbeeren und Kirschen im Duft; wirkt schon etwas reif, aber saftig, gut zugänglich, angenehme Frucht. Lässt seine 14 Vol.-% Alkohol etwas durchschimmern. Wird von Jürgen Mathäss beklatscht: «Etwas Pfeffer, tolle Säure». Stand 2010 offenbar nicht auf dem Prüfstand.

www.weingut-knipser.de

 

16.5 Punkte
Weingut Schneider, Endingen (Baden, Deutschland)
Spätburgunder Engelsberg ***

Teils viel Lob, teilweise leichter Tadel (Payne: «Kühl, recht grün»). Im Aroma burgundische Note, dazu Kräuter, angenehm klar; schönes Säurespiel, für Knoll «tiefgründig, vielschichtig, noch Reserven». «Tolle Frucht, guter Holzeinsatz», lobt Ingmar Püschel. 90 Punkte wurden 2010 notiert.

www.weingutschneider.com

 

16.5 Punkte
Weingut Karl Fritsch, Kirchberg am Wagram (Wagram, Österreich)
Pinot Noir «P» 

Ein Wein, der etwas die Geister scheidet. Für Mathäss und Payne schon etwas zu reif, deshalb leicht kritische Bewertung. Im Aroma Kräuter, Nüsse, Tannennadeln und Bitterschokolade; komplexer Wein, durchaus Feuer. Für Gunter Schmidt «zart und delikat».

www.fritsch.cc

 

18 Punkte
Weingut Bernhard Huber, Malterdingen (Baden, Deutschland)
Hecklinger Schlossberg
Spätburgunder VDP.Grosses Gewächs 

Klare, feine Würze in der Nase; straff, noch sehr jugendliche Anmutung, lässt typische, doch gut eingebundene Burgundersäure spüren, guter Nerv, längst nicht am Ende. Ist für Tina James «fast perfekt». Bekam im Weinführer 2011 stattliche 96 Punkte.

www.weingut-huber.com

 

16.5 Punkte
Adrian und Diego Mathier, Salgesch (Wallis, Schweiz)
Valais AOC
L’Ambassadeur des Domaines Diego Mathier

Ein gut gereifter, aber noch sehr ansehnlicher Walliser aus einem namhaften Haus. Duftet nach Kräutern und Waldbeeren (Stefanie König: «Etwas süsslich»); geschmeidig, rund, ausgewogen, in der Säure etwas weich. Jürgen Mathäss spürt «leicht spröde Tannine».

www.mathier.com

 

16 Punkte
Weingut Keller, Flörsheim-Dalsheim (Rheinhessen, Deutschland) 
Dalsheimer Bürgel Spätburgunder 
VDP. Grosses Gewächs

Duft nach Pflaumen, leichte Bitternote im Aroma; kernig. Stefanie König fand ihn zwar etwas alkoholisch, lobte aber die vollmundige Art. War wohl in der Jugend etwas spannender und beginnt abzubauen. 2010 wurden 90 Punkte notiert.

www.keller-wein.de

 

17 Punkte
Weingut Daniel und Martha Gantenbein, Fläsch (Graubünden, Schweiz)
Graubünden AOC 
Pinot Noir

Warm anmutende, feine burgundische Nase, untermalt mit Kräutern und Nüssen, angenehm würzig, ausgewogene Fülle, fester Körper, durchaus temperamentvoll und gute Länge. Jürgen Mathäss registriert: «Etwas trockene Tannine und dennoch schöne Fruchtfülle.»

www.gantenbeinwein.com

 

17 Punkte 
Weingut Bernhard Huber, Malterdingen (Baden, Deutschland)
Spätburgunder Réserve Wildenstein

Feiner Nachlass von Bernhard Huber. Im Aroma zurückhaltend, im Geschmack viel Spannung, etwas grüne Noten, Gerbstoffe spürbar. Wirkte auf Joel Payne eher schlank, verspielt; Valentin Brodbecker attestiert ihm Eleganz. 94 Punkte gab es beim Test im Jahr 2010.

www.weingut-huber.com

 

17.5 Punkte
Weingut Bercher, Burkheim (Baden, Deutschland)
Feuerberg Spätburgunder VDP.Grosses Gewächs

Dichte Farbe, fast etwas trüb wirkend. Aber das tat der Qualität keinen Abbruch. Cassis; kraftvoll, feurig, etwas opulent, Holzeinsatz noch spürbar. Für Stefanie König «filigran, elegant», für Gunter Schmidt «kräftig, stark». 2010 wurden 93 Punkte vergeben.

www.weingutbercher.de

 

17 Punkte
Weingut Donatsch, Malans (Graubünden, Schweiz)
Graubünden AOC 
Pinot Noir Unique

Das Weingut unterstrich seine Spitzenstellung in der Schweiz durchaus. Kräuter und Mandeln im Aroma; im Geschmack würzig, feines Säurespiel, insgesamt sehr stimmig, mit guter Ausdauer im Abgang. Begeisterte Tina James: «Sehr harmonisch, elegant.»

www.donatsch.info

 

16 Punkte 
Weingut Baumann, Oberhallau (Schaffhausen, Schweiz)
Schaffhausen AOC 
Pinot Noir «R»

Der Schaffhauser hatte es bei Teilen der Runde schwer, vielleicht weil er gleich nach einigen Giganten dran war. Cassis im Aroma; geschmeidig, schöne Fülle, durchaus animierend, aber für Payne etwas medizinisch anmutend, während Jürgen Mathäss die Pinot-Art vermisst.

www.baumannweingut.ch

 

16 Punkte
Weingut Heinrich Hartl III., Oberwaltersdorf (Thermenregion Österreich)
Pinot Noir Reserve

Ein aufstrebender Österreicher. Sein Wein wurde sehr unterschiedlich beurteilt, weil im Aroma etwas diffus (Kork-Einfluss?). Im Geschmack schlank, säurebetont, noch lebhaft, für Tina James auf der Zunge «fruchtbetont, etwas Cassis».

www.weingut-hartl.at

 

16 Punkte
Weingut Ziereisen, Efringen-Kirchen (Baden, Deutschland)
Pinot Noir JaspisTafelwein

Eher ein Leichtgewicht (12 Vol.-%), das unfiltriert gefüllt wurde. Im Geschmack würzig und komplex, aber doch etwas eindimensional. Wurde teilweise etwas kritisch bewertet. Lob von Stefanie König: «Schöne Kirsche.» 2010 mit 92 Punkten dabei.

www.weingut-ziereisen.de 

 

17 Punkte
Weingut Friedrich Becker, Schweigen (Pfalz, Deutschland)
Schweigener Sonnenberg
Sankt Paul Spätburgunder VDP.Grosses Gewächs (Magnum)

Kräuter und Mandeln im Aroma; würziger, komplexer Wein mit etwas grünen, jugendlichen Elementen im Abgang. Matthias Mangold beurteilt ihn als «stoffig, elegant». 2010 bekam er 93 Punkte.

www.friedrichbecker.de

 

16.5 Punkte
Weingut Meyer-Näkel, Dernau (Ahr, Deutschland)
Walporzheimer Kräuterberg Spätburgunder VDP.Grosses Gewächs

Kräuter und Mandeln im Aroma; komplexer, stimmiger Wein, jetzt auf dem Punkt, mit merklicher, aber reifer Säure. Wurde sehr gleichmässig mit 16 bis 17 Punkten bewertet. Valentin Brodbecker: «Sehr harmonisch.» Im Führer 2011 ist er mit 93 Punkten aufgeführt.

www.meyer-naekel.de

 

17.5 Punkte
Weingut Stodden, Rech (Ahr, Deutschland)
Spätburgunder Alte Reben

Klare, animierende Aromatik mit Cassis und Kräutern; geschmeidig, vielschichtig, sanfter Druck, viel Trinkfluss, mit raffinierten Elementen, für Valentin Brodbecker «sehr stoffig». Ein Erbe des 2013 verstorbenen Gerhard Stodden, dem Sohn Alexander nachfolgte. 2010 mit
93 Punkten bedacht.

www.stodden.de

 

16 Punkte
Weingut Pircher, Eglisau (Zürich, Schweiz)
Zürich AOC Pinot Noir Stadtberg

Scheidet etwas die Geister. Leicht irritierende Nase, die Rudolf Knoll an Sauerkraut und Marmelade denken lässt (Joel Payne: «Brotig»); im Geschmack rund, saftig, merkliche Säure, gradlinig. Ist für Valentin Brodbecker «gut abgestimmt» und für Stefanie König «feingliedrig, typisch».

www.weingut-pircher.ch

 

17 Punkte
Schloss Gobelsburg (Kamptal, Österreich)
Pinot Noir Alte Haide

Feine, klare Cassis im Aroma; elegant, geschmeidig, fast zärtliche Anmutung, immer noch frisch, ausgewogen, gute Reserven für die nächsten Jahre. Unter der Regie von Michael Moosbrugger ist das Traditionsgut (Eigentum des Stiftes Zwettl) ab 1996 hervorragend unterwegs.

www.gobelsburg.at

 

16 Punkte
Schlossgut Bachtobel, Weinfelden (Thurgau, Schweiz)
Thurgau AOC Pinot Noir No. 3

Recht unterschiedlich bewerteter Wein. Joel Payne und Jürgen Mathäss senkten etwas die Daumen. Andere erfreuten sich an einer kühlen Cassis im Duft, der angenehm mittleren Gewichtsklasse (Stefanie König: «Filigran, etwas kurz») mit einem festen Körper und eleganten Facetten.

www.bachtobel.ch/de

 

16.5 Punkte
Weingut Juris – Axel Stieglmar, Gols (Neusiedlersee-Burgenland, Österreich)
Pinot Noir

Kräuter und ein Hauch Äther in der Nase, der schon andeutet, dass es sich nicht um ein alkoholisches Leichtgewicht handelt. Aber die 14,5 «Volt» sind gut verpackt in einem festen Körper. Ist würzig, druckvoll und frisch. Jürgen Mathäss befindet: «Burgundisch-maskulin, trockene Tannine.»

www.juris.at

 

17.5 Punkte
Weingut Friedrich Becker, Schweigen (Pfalz, Deutschland)
Spätburgunder Réserve (Magnum)

Wein, der einheitlich gut ankam, mit Noten zwischen 17 und 18.5 in der Spitze. Kühl, klar und würzig im Bouquet; viel Druck, füllig und etwas opulente Anmutung, reife, spürbare Säure. Joel Payne notiert: «Viel Holz, zupackend, stilvoll.» Im 2011er-Führer mit 95 Punkten aufgeführt.

www.friedrichbecker.de

 

16.5 Punkte
Weingut Bernhard Huber, Malterdingen (Baden, Deutschland)
Bombacher Sommerhalde Spätburgunder VDP.Grosses Gewächs

Gleichmässig zwischen 16 und 17 Punkten bewertet. Im Aroma schon Ansatz von Reife, im Geschmack würzig, guter Biss, saftig, nervige Säure. Gefällt Tina James wegen der «intensiven Beerenfrucht im Aroma». 93 Punkte beim Test im Jahr 2010.

www.weingut-huber.com

 

Die Jury (von links nach rechts)

Valentin Brodbecker Weingutsvermittler und Autor aus Mainz. Er sah den Fürst-Wein vorn. Gunter Schmidt Gastronom und langjähriger Chef der «Backmulde» in Speyer. Bei ihm bekam auch der Pinot von Fürst die Höchstnote. Ingmar Püschel VINUM Deutschland. Er schätzte besonders den Spätburgunder Wildenstein von Bernhard Huber. Rudolf Knoll VINUM-Redakteur und Erfinder des Deutschen Rotweinpreises. Er sah Stodden gleichauf mit Sieger Fürst. Tina James Weinhändlerin in Salach bei Stuttgart und Vorsitzende der Vereinigung Wein-Musketiere. Ihr Favorit war ein Schweizer, der Unique von Donatsch. Joel Payne Langjähriger Herausgeber des «Gault & Millau», jetzt Chef des VINUM Weinguide. Bei ihm lag Fürst knapp vor Becker. Matthias Mangold Gastgeber, Weinreferent und Kochkursleiter (Genusstur), Verkoster beim VINUM Weinguide. Bei ihm lagen Sieger Fürst und der zweitplatzierte Becker-Wein gleichauf. Jürgen Mathäss Weinjournalist und Mitglied des Verkosterteams des VINUM Weinguide. Seine Reihenfolge: Sieger Fürst vor Becker. Stephanie König Weineinkäuferin des Online-Händlers Vinexus und Partnerin beim Riesling-Champion und Rotweinpreis. Klar doch: Fürst first.

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