Südtiroler Weinstrasse

Meilenweites Weinvergnügen

Wein und Feines aus der Küche sind in Südtirol untrennbar verwurzelt. Gelebte Gastkultur, geprägt von mediterran-alpiner Mentalität, inszeniert sich in mildem Klima mit unverwechselbarer Kulinarik. In über 150 Kellereien wird hier Wein gekeltert. Mitten durch das kleine Reb-Universum in Italiens Norden zieht sich die Südtiroler Weinstrasse, an der Sie auf Ihrer nächsten Reise ein Maximum an Genuss tanken können.

Die Südtiroler Weinstrasse ist eine Route der Superlative. Ob für Zugreisende, Biker oder Wanderer. Ob zum reinen Genuss oder als hautnahes Lernerlebnis: Wie an einer Perlenkette fädeln sich Weingüter und Gasthäuser entlang der ältesten Weinstrasse Italiens. Mildes Klima umfängt Geniesser in mediterraner Landschaft von Nals über Bozen bis nach Salurn. An den malerischen Hängen rund um die Landeshauptstadt Bozen wird besonders fleissig Weinbau betrieben. Vor allem St. Magdalener und Lagrein spielen hier eine wichtige Rolle. Und bringen Weine auf Weltklasse-Niveau in die Gläser. Neben den drei autochthonen Rebsorten Vernatsch, Lagrein und Gewürztraminer findet man verteilt über die Weinstrasse weitere Leitsorten, etwa Weissburgunder oder Sauvignon sowie internationale Varietäten wie Chardonnay oder Merlot. Rund 84 Prozent aller Südtiroler Weinberge mit insgesamt 4250 Hektar Rebfläche nimmt die Südtiroler Weinstrasse ein. Auf 150 Kilometern hat man die Wahl zwischen knapp 100 Weinproduzenten und Kellereien, die architektonisch mal von italienischer Renaissance und deutscher Gotik, mal von Südtiroler oder hochmodernen Elementen geprägt sind. Weiter nördlich der Weinstrasse rücken auch die Steilhänge rund um Klausen sowie um das Kloster Neustift bei Brixen verstärkt in den Weinkenner-Fokus. DOC-geschützte Weissweine vom Riesling bis zum Sylvaner füllen inzwischen internationale Weinbibeln. Die Vielfalt weisser aber auch roter Rebsorten ist repräsentativ für das gesamte Weinland Südtirol. Hier steht jedoch die Südtiroler Weinstrasse mit ihren markantesten Orten im Zentrum. Sieben Beispiele von insgesamt sechszehn zusammen geschlossenen Weingemeinden entlang der Südtiroler Weinstrasse zeichnen die bunte Palette terroirgeprägter Gewächse nach. Wir starten in der Weinstadt Bozen.

Bozen brilliert nicht nur kulturell und kulinarisch – es ist auch das Synonym für Lagrein und St. Magdalener. In der sonnenverwöhnten Landeshauptstadt wird auf rund 500 Hektar überwiegend Rotwein angebaut. Von sanften Hügeln eingerahmt, fühlen sich die beiden bodenständigen Rebsorten im Anbaugebiet St. Magdalena so wohl wie sonst nirgends. Im warmen Mikroklima reifen einige der besten Lagreine. Betriebe wie die Klosterkellerei Muri-Gries, das Weingut Loacker oder die Kellerei Bozen sorgen mit gehaltvollem Lagrein oder geschmeidigem Vernatsch für verdiente Aufmerksamkeit.

Westlich der Landeshauptstadt thront das beschauliche Nals an der faszinierenden Weinroute. Mitten im sonnigen Etschtal fängt der Ort Naturliebhaber wie Weinfreunde gleichermassen ein. Eine Besonderheit bildet die Kellerei Nals Margreid. Hier ist die Synthese historisch baulicher Bestände und ausgefeiltem Design aus Naturmaterialien zur Perfektion gereift. Dass dieses weinarchitektonische Prachtstück alles andere als ein Blendwerk darstellt, bezeugt unter seinen fünfzehn verschiedenen Rebsorten etwa ein eleganter, mineralischer Weissburgunder – zu den bekanntesten zählt hier der Sirmian Pinot Bianco – oder ein von sommerlicher Wärme getragener Lagrein. Eine enorme Vielfalt der Bodenarten auf 200 bis 1000 Höhenmetern, geschützt vom Alpenbogen und begünstigt von mediterranen Einflüssen, bringt Gewächse unterschiedlichster Facetten hervor.

Ebenso wie Nals geniesst Terlan einen exzellenten Ruf wegen seiner landschaftlichen Reize. Bei Weinkennern steht vor allem hinter dem hiesigen vulkangeprägten Terroir ein Ausrufezeichen. Wie kleine Sonnenterrassen muten Terlans Weinberge zwischen den roten Porphyrfelsen an. Leicht erwärmbarer Quarz und skelettreicher Boden ist die Geburtsstätte für autochthone und internationale Rebsorten mit Würze, Frucht und mineralischem Unterbau. Die im vorletzten Jahrhundert gegründete Kellerei Terlan steht wie kaum eine andere für ihre langlebigen Weissweine und birgt zudem einen Raritäten-Keller mit weltweit geschätzten gereiften Crus.

Etwa auf der Mitte der langgezogenen Weinstrasse findet man sich in Kaltern wieder, wo auf rund 760 Hektar gebietstypische Traubensorten zuhause sind. Warmes Seeklima und kühle Fallwinde lassen strukturierte Rot- und spritzige Weissweine entstehen. Vom Kalterer See kommt der Weingeniesser automatisch zum «Kalterersee», einer Spezialität aus der autochthonen Vernatsch-Rebe, die um den wärmsten Badesee der Alpen wächst. Wein erwandern kann man auf dem wein.weg, der sich als Achterschleife durch das mediterrane Weindorf zieht. Dank Traum-See und regionalen Weinen kann man hier Dolce Vita erleben: Besonders intensiv mit einem Glas gekühltem «Kalterersee». Nördlich von Kaltern liegt Eppan, dessen Weinbaugeschichte 2000 Jahre zurück reicht. Rund 15 verschiedene, überwiegend weisse Rebsorten reifen hier heran. Zu den herausragenden zählt der Weissburgunder, der Spitzenweine auf Welt-Niveau entwckelt. Unter eppan.wine eröffnet sich eine Plattform von 21 Weinproduzenten, Sektherstellernund Brennereien. Zudem findet alle zwei Jahre in Eppan ein einzigartiger Weissburgunder-Event statt. Wie der Name bereits verrät, hat der Gewürztraminer im unteren Drittel der Weinstrasse seinen Ursprung: in Tramin. Zypressen und Olivenbäume untermalen das Landschaftsbild um das Weindorf. Nicht nur mediterraner Flora gibt die südliche Lage an der Südtiroler Weinstrasse eine Heimat.

Der Gewürztraminer schlägt hier wie gesagt ebenso tiefgreifende Wurzeln. Zwei Traminer Wein-Persönlichkeiten sind Willi Stürzund Elena Walch. Kellermeister Stürz stellt sichbereits seit 1992 erfolgreich den önologischen Herausforderungen in der Kellerei Tramin und vinifiziert etwa den «Nussbaumer Gewürztraminer», der sich durch Extraktreichtum und feinwürzige Saftigkeit profiliert. Elena Walch, Mitinhaberin des gleichnamigen Guts hat den Familien-Betrieb mit Innovations-Talent an die Spitze der Südtiroler Wein-Branche befördert.

Nicht zuletzt die vom Terroir verwöhnten Gewürztraminer haben ihren Beitrag zu Bestnoten von einem Dutzend internationaler Weinführer geleistet. Zwischen verwinkelten Gassen und dem höchsten Müller-Thurgau-Weinberg Europas (1000 Meter Höhe) endet das Weinreise-Abenteuer im Dorf Margreid. Mittelalterliche Höfe wechseln sich mit Herrensitzen ab. Die älteste gepflanzte Hausrebe ist hier zuhause. Gepflanzt im Jahre 1601 wachsen bis heute Trauben an dem uralten Rebstock. Die historisch gereifte Erfahrung rund um die Rebe zieht sich bis in die Gegenwart. Sandige Kalkschotterböden sind die Steilvorlage für herrliche Weissweine wie nach Feuerstein und Tropenfrüchten duftende Chardonnays oder Rote wie Cabernet Sauvignon in funkelndem Rubinrot. Um das Erlebnis «Südtiroler Weinstrasse» noch einfacher und faszinierender zu gestalten, eröffnet der WinePass zahlreiche Vorteile: uneingeschränkte Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel in ganz Südtirol, freier Eintritt in über 90 Museen und Ausstellungen sowie mehr als 40 Events von Kellerführungen über Genusstouren bis zu Degustationen und Themen-Wanderungen. Diese exklusive Gästekarte (ab 6 Jahren) ist bei den Partner-Betrieben im Zimmerpreis inkludiert.

Weitere Infos zu Wein & Genuss:

www.suedtiroler-weinstrasse.it und suedtirol.info/weingenuss

 

Fotos: IDM Südtirol/Marion Lafogler, IDM Südtirol/Alex, Filz, IDM Südtirol/Helmuth Rier

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